Weihnachten in Vilnius

Die litauische Hauptstadt Vilnius ist die meiste Zeit des Jahres über in der öffentlichen Wahrnehmung des Auslands recht unscheinbar. In der Vorweihnachtszeit richtet sich jedoch alljährlich große Aufmerksamkeit auf sie – genauer gesagt: auf ihren Weihnachtsbaum. Doch auch neben dem beeindruckenden Baum hat Vilnius in der Weihnachtszeit einiges zu bieten.

Der am Domplatz aufgebaute Baum beeindruckt Jahr für Jahr mit seiner Größe und seiner eindrucksvollen Beleuchtung. Es handelt sich bei ihm jedoch keineswegs um einen gewöhnlichen Tannenbaum. Der Weihnachtsbaum von Vilnius ist vielmehr eine künstlerische Konstruktion aus Metall, die mit starker Beleuchtung ausgestattet in die Höhe ragt. Darüber hinaus werden in das Gesamtkunstwerk auch die Stände des Weihnachtsmarktes sowie weitere Aufbauten eingeschlossen – von oben betrachtet stellt diese Komposition, in deren Mitte sich der Weihnachtsbaum befindet, ein beleuchtetes Ziffernblatt dar.

Freunde der Weihnachts- und Adventszeit kommen in Vilnius ganz auf ihre Kosten. Neben der atemberaubenden Konstruktion, die in aller Welt Beachtung findet, weiß die litauische Hauptstadt mit einem großen, traditionellen Weihnachtsmarkt und einer Weihnachtseisenbahn zu beeindrucken. Letztere fährt in der Vorweihnachtzeit regelmäßig durch die Altstadt und stellt für Touristen somit eine optimale Möglichkeit dar, das weihnachtliche Vilnius zu erkunden.

Unterstützt wird der Weihnachtszauber von Vilnius auch von den klimatischen Bedingungen – Schneefall ist hier während der Vorweihnachtszeit beinahe garantiert.

 

Zu Weihnachten nach Vilnius

Die litauische Hauptstadt Vilnius ist bekanntlich das ganze Jahr über eine Reise wert. In der Advents- und Weihnachtszeit entfaltet die Stadt jedoch eine ganz besondere, romantische Aura. So gibt es in Vilnius von Ende November bis in den Januar hinein auch ein außergewöhnliches Programm, das Besucher garantiert in Weihnachtsstimmung bringt.

Los geht es am 29. November: In einer feierlichen Zeremonie wird der Weihnachtsmarkt am Kathedralenplatz eröffnet. Der 25 Meter hohe Weihnachtsbaum wird dabei von unzähligen strahlenden Lichtern erhellt – ein Anblick, der fast schon allein ausreicht, einem den Glauben an die Magie des Weihnachtsfests zurückzugeben. Die Eröffnung wird auch auf dem Rathausplatz zelebriert, außerdem findet ein fröhlicher Weihnachtsumzug statt und im Garten von Bernardinai warten ein tanzender Springbrunnen und ein Kettenkarussell auf die großen und kleinen Gäste.

Den ganzen Dezember über locken dann verschiedene Weihnachtsmärkte mit Glühwein, kulinarischen Köstlichkeiten und handgemachten Souvenirs unterschiedlicher Art – wenn Sie noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken sind, werden Sie dort vermutlich fündig.

Insbesondere Kinder werden ihre helle Freude an der Weihnachtsbahn haben, die in der Adventszeit regelmäßig vom Rathaus über die festliche Gediminas Avenue bis zum Kathedralenplatz fährt. Dort ist ein Highlight ganz besonderer Art zu erleben. Dreimal am Tag wird hier ein Weihnachtsmärchen auf eine ganz besondere Art gezeigt: Die Geschichte wird mittels 3D-Technologie auf die Wand der weißen Kathedrale projiziert!

Wenn Sie also schon länger darüber nachdenken, Vilnius (wieder) zu besuchen – es gibt wohl keine bessere Gelegenheit dafür als die Weihnachtszeit!

Feiertage in Litauen

Litauische Feiertage

  • 1. Januar – Neujahr
  • 16. Februar – Unabhängigkeitstag (erste Unabhängigkeit von 1918)
  • 11. März – Tag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit (1990)
  • März – April (Sonntag – Montag) – Ostern (nach katholischer kirchlicher Tradition)
  • 1. Mai – internationaler Arbeitertag
  • Der erste Sonntag im Mai – Muttertag
  • 24. Juni – Johannistag
  • 6. Juli – Staatstag (Krönungstag des litauischen Königs Mindaugas).
  • 15. August – Mariä Himmelfahrt
  • 1. November – Allerheiligen
  • 25. und 26. Dezember – Weihnachtstage

Besonderheit: Bis 2008 war die litauische Regierung extrem nett zum Volk, denn wenn ein offizieller Feiertag in Litauen auf ein Wochenende fiel, war der Montag danach arbeitsfrei. Damit ist leider seit 2009 Schluss! Allgemeine Infos für ihre Reise nach Litauen und Verhaltensweisen im Krankheitsfall unter Gesundheit Litauen.

Kulte

Das Hauptmotiv, das immer wieder bei der Beschreibung der heiligen Stätten auftaucht, ist Feuer. Priester hüteten auf Bergen oder an heiligen Stätten das ewige Feuer, es gibt auch Anzeichen, dass es sich hierbei um Vestalinnen handelte, vaidilutes, die entweder Jungfrauen oder Witwen waren. An heiligen Stätten gab es Brandplätze, wo Opfergaben verbrannt wurden.

Aufwendige Tempelbauwerke wurden nicht errichtet – wenn die heilige Stätte von Mauern umschlossen war, hatte sie nie ein Dach. Dies gilt für alle Gebäude der indo-europäischen Religionen. In der Beschreibung des Perkūnas-Tempels von Vilnius heißt es, dass dort Grasschlangen gehalten wurden, ein Feuer brannte, ein Abbild von Perkūnas in einer Nische stand und daneben ein pyramidenförmiger, zwölfstöckiger Altar, bei dem jede Etage einem anderen Sternzeichen gewidmet war. Auch dieser Tempel war nach oben hin offen.

Bei anderen Heiligen Stätten handelte es sich um einen Eichenbaum, einen Heiligen Hain, ein Heiliges Feuer, einen Steinhaufen, auf dessen Spitze das Feuer brannte o.ä. Selbst nach Einführung des Christentums opferten die Menschen noch auf Bergen, in Wäldern, unter Eichenbäumen oder auf bzw. neben als heilig angesehenen Steinen.

Viele christliche Feste und Feiertage haben heidnische Wurzeln. Im 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die alten Götter dabei sogar noch namentlich erwähnt. So wurde die Sommer- und Wintersonnenwende gefeiert, Heiligabend (Kucios), Weihnachten (Kaledos), Neujahr und Heilige Drei Könige (Trys karaliai) erinnerten an den Totenkult, die Wiedererstehung und die Beeinflussung der Zukunft. Am Feiertag des Heiligen Johannes (Ilges, Rasa) wurde das Feuerritual ausgeführt, indem man große Feuer entzündete oder nach der Farnblume suchte, mit deren Hilfe man Schätze in der Erde finden konnte.

Fasching (Užgavenes) wird mit viel Lärm und Verkleidungen gefeiert, um den Winter fortzujagen, an Ostern werden Eier bemalt und gerollt, weil man glaubte, die Sonne gehe am Ostermorgen auf, rolle über den Himmel und hüpfe. Auch Allerheiligen und Allerseelen sind große litauische Feiertage, die auf die alten Rituale zurückgehen, bei denen man den Seelen der Toten Essen brachte oder sie zu sich nach Hause einlud.

So haben viele dieser Traditionen, in denen sich heidnischer und christlicher Glaube vermischen, bis zum heutigen Tag überlebt.

Traditionen in Litauen – Heiligabend & Weihnachten

Heiligabend ist in Litauen etwas sehr Spezielles: Die ganze Familie versammelt sich zum rituellen Mahl, genannt »kūčia«. Das Wort ist aus dem griechischen »kukkia« entlehnt.
Kūčia bezeichnet auch das wichtigste Gericht an diesem Abend, hergestellt aus verschiedenen Getreidesorten. Das abendliche Mahl beginnt, sobald der Abendstern sich am Himmel zeigt. Der mit Heu bedeckte Tisch wird mit einem weißen Leinentischtuch gedeckt. Das Heu symbolisiert Jesu Geburt im Stall und auch das Heu, auf dem die Ahnen nach ihrem Weggang liegen. Mitten auf dem Tisch liegen Seite an Seite Hostien und Brot. Rundherum angeordnet sind sieben, neun oder zwölf weitere fleischlose Speisen. Meist werden zwölf verschiedene Speisen zubereitet, damit im kommenden Jahr Wohlstand und Überfluss herrschen mögen.
Die traditionelle »Kūčia« besteht aus Brei und Heiligabend-Keksen, die beide mit Mohnmilch gegessen werden. Ein Muss ist der Haferbrei mit gesüßtem Wasser.
Die anderen Gerichte sind meist Rote-Bete-Suppe mit getrockneten Pilzen, Fisch (Hecht und Hering), Pilze sowie Äpfel und Nüsse.
Traditionelle Getränke an Heiligabend sind Moosbeerenkisielius, ein sirupartiges Getränk, und Kompott aus Trockenobst. Wenn alle Speisen auf dem Tisch sind, werden Kerzen auf den Tisch gestellt und angezündet, die Familie darf Platz nehmen. Ein Ehrenplatz wird den im letzten Jahr verstorbenen Familienmitgliedern eingeräumt. Eine andere Tradition ist das Einladen einer bedürftigen oder obdachlosen Person oder das Bringen von Essen zu solchen Menschen. Dies garantiert der Familie Glück im kommenden Jahr.
Zu Beginn des Heilig-Abend-Mahls wird die Hostie um den Tisch gereicht, verbunden mit guten Wünschen. Danach soll jeder von allen Gerichten versuchen.
Der Weihnachtsmorgen beginnt mit dem Abräumen des Heiligabend-Tisches. An Weihnachten kommen meist Fleischspeisen auf den Tisch, zum Beispiel gekochter Schweinskopf, Spanferkel oder Schinken. Auch süße Brote und Süßigkeiten dürfen nicht fehlen.
Weihnachten ist das alte Fest der Rückkehr der Sonne und wurde in vorchristlicher Zeit in ganz Europa gefeiert.

Weitere Traditionen in Litauen zu besonderen Anlässen:

  1. Fasching ist das ausgelassene und laute Fest des Abschieds vom Winter und der Begrüßung des Frühlings. Die Festivitäten beginnen am Sonntag und dauern drei Tage…
  2. Ostern ist das erste Fest im Frühling, das Wiedererwachen der Natur. Das gefärbte Ei ist das wichtigste Ostersymbol und symbolisiert Leben, Wohlstand und eine reiche Ernte…
  3. Familienfeste bieten Anlass zu gemeinsamem Essen und Trinken. Normales, alltägliches Essen kommt zu Taufe und Bestattung auf den Tisch. Für Hochzeiten dagegen wird schon früh mit den Vorbereitungen begonnen…

Essen & Trinken in Litauen

Die Unterschiede sind heute viel weniger markant als früher. Trotzdem werden die regionalen Spezialitäten in Litauen auch weiterhin gepflegt. Normalerweise nehmen die Litauer drei Mahlzeiten pro Tag zu sich, in Zeiten harter Feldarbeit kommen je eine Zwischenmahlzeit am Morgen und am späteren Nachmittag dazu. Frühstück und Mittagessen sind reichhaltig. Brei, Pfannkuchen und Suppen kommen am Morgen auf den Tisch, Suppen, Fleisch und Kartoffeln am Mittag. Das Abendessen ist meist leicht, doch gut sättigend, denn eine alte Volksweisheit besagt: »Mit leerem Magen kein Schlaf«.
Für die Litauer ist das Essen heilig und sie verhalten sich deshalb Tisch wie in der Kirche – ruhig, ordentlich und mit Ehrfurcht. Die Sitzordnung bei Tisch ist so festgelegt, dass der Vater oben sitzt, die Mutter ihm gegenüber, der älteste Sohn zur Rechten des Vaters, die anderen Familienmitglieder neben dem Sohn. Diese Sitzordnung wird heute meist nur noch an Festtagen eingehalten, wenn die ganze Familie sich versammelt.

Essen und Trinken in Litauen
Brot backen ist eine alte Tradition in Litauen (c) llkc.lt

Die alte Tradition, dass Brot zuerst auf den Tisch kommt, wird dagegen bis heute beachtet. Ein Gast, der während des Essens ankommt, begrüßt die Familie mit »skanaus« (guten Appetit). Falls der Vater dies mit »prašom« (bitte) beantwortet, ist der Gast bei Tisch willkommen, falls er jedoch »ačiū« (danke) sagt, ist dies nicht der Fall. Wer fertig gegessen hat, dreht den Löffel um und bekundet damit, er habe genug gegessen und die Mahlzeit habe ihm geschmeckt.
Niemand verlässt den Tisch, bevor alle zu Ende gegessen haben. Alle danken der Köchin, der Mutter, für das köstliche Mahl und diese antwortet »į sveikatą« (Gesundheit).

Nachfolgend finden sie die Beschreibungen der einzelnen Traditionen zu besonderen Anlässen:

  1. Heiligabend ist in Litauen etwas sehr Spezielles. Die ganze Familie versammelt sich zum rituellen Mahl, genannt »kūčia«. Kūčia bezeichnet auch das wichtigste Gericht an diesem Abend, hergestellt aus verschiedenen Getreidesorten…
  2. Fasching ist das ausgelassene und laute Fest des Abschieds vom Winter und der Begrüßung des Frühlings. Die Festivitäten beginnen am Sonntag und dauern drei Tage…
  3. Ostern ist das erste Fest im Frühling, das Wiedererwachen der Natur. Das gefärbte Ei ist das wichtigste Ostersymbol und symbolisiert Leben, Wohlstand und eine reiche Ernte…
  4. Familienfeste bieten Anlass zu gemeinsamem Essen und Trinken. Normales, alltägliches Essen kommt zu Taufe und Bestattung auf den Tisch. Für Hochzeiten dagegen wird schon früh mit den Vorbereitungen begonnen…

Essen und Trinken in Lettland

Die lettische Küche ist nichts für Kalorienzähler und Vegetarier! Man kocht deftig und herzhaft, mit viel Butter, Sahne, Schmalz und Speck. Leichte Fischgerichte oder Salate sind eher selten bei einem lettischen Menü.

Die traditionellen Rezepte sind stark von der bürgerlichen deutschen Küche, aber auch von der russischen und polnischen Küche beeinflusst. So gibt es in Lettland überall das russische „Borschtsch“. Sehr beliebt sind kräftige Suppen mit Gemüse, Brot und Milch vor dem Essen. Danach geht es weiter mit herzhaftem Schweinefleisch, Lamm oder Rind. Typische Beilagen sind graue Bohnen, Kümmelkäse, Beeren und Pilze, dazu gibt es gebutterte Kartoffeln mit viel Sahne.

Eine Spezialität sind die saftigen „Cepelinai“: mit Hackfleisch gefüllte Kartoffelklöße. An hohen Feiertagen und zu Weihnachten serviert man traditionell Schweineschnauze mit Erbsen und Specktaschen. Die russischen Blinys gehören ebenfalls zu einer typisch lettischen Mahlzeit. Diese leckeren kleinen Pfannküchlein werden mit Rahm, Mehl und Eiern zubereitet, es gibt sie wahlweise als Hauptspeise mit Hackfleisch oder als Dessert mit Beeren und Quark gefüllt. Dazu trinkt man Kaffee und starken schwarzen Tee mit Sahne im Glas, der wie in Russland mit zwei Löffeln Kirschmarmelade gesüßt wird.

Das lettische, selbstgebraute Bier gilt bei Bierkennern aus Deutschland als Geheimtipp. Die lieblichen bis süßen Weine in lettischen Restaurants stammen meist aus Georgien oder Russland. Für deutsche Weinliebhaber, die eher die trockenen Sorten mögen, eignen sich diese Weine nur als Dessertwein, aber nicht als Getränk zum Essen. Eine lettische Spezialität ist der „Rigas Balzams“, ein tiefschwarzer Kräuterlikör, der es in sich hat und auch als Grundlage für Cocktails verwendet wird. Außerdem ist das Baltikum berühmt für seine vielen Imkereien, die den Honig für zahlreiche Liköre und Metsorten liefern.

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