Weihnachten in Vilnius

Die litauische Hauptstadt Vilnius ist die meiste Zeit des Jahres über in der öffentlichen Wahrnehmung des Auslands recht unscheinbar. In der Vorweihnachtszeit richtet sich jedoch alljährlich große Aufmerksamkeit auf sie – genauer gesagt: auf ihren Weihnachtsbaum. Doch auch neben dem beeindruckenden Baum hat Vilnius in der Weihnachtszeit einiges zu bieten.

Der am Domplatz aufgebaute Baum beeindruckt Jahr für Jahr mit seiner Größe und seiner eindrucksvollen Beleuchtung. Es handelt sich bei ihm jedoch keineswegs um einen gewöhnlichen Tannenbaum. Der Weihnachtsbaum von Vilnius ist vielmehr eine künstlerische Konstruktion aus Metall, die mit starker Beleuchtung ausgestattet in die Höhe ragt. Darüber hinaus werden in das Gesamtkunstwerk auch die Stände des Weihnachtsmarktes sowie weitere Aufbauten eingeschlossen – von oben betrachtet stellt diese Komposition, in deren Mitte sich der Weihnachtsbaum befindet, ein beleuchtetes Ziffernblatt dar.

Freunde der Weihnachts- und Adventszeit kommen in Vilnius ganz auf ihre Kosten. Neben der atemberaubenden Konstruktion, die in aller Welt Beachtung findet, weiß die litauische Hauptstadt mit einem großen, traditionellen Weihnachtsmarkt und einer Weihnachtseisenbahn zu beeindrucken. Letztere fährt in der Vorweihnachtzeit regelmäßig durch die Altstadt und stellt für Touristen somit eine optimale Möglichkeit dar, das weihnachtliche Vilnius zu erkunden.

Unterstützt wird der Weihnachtszauber von Vilnius auch von den klimatischen Bedingungen – Schneefall ist hier während der Vorweihnachtszeit beinahe garantiert.

 

Sonderspur für Smartphonenutzer in Vilnius

In Litauen ist Fußgängern das Benutzen von Smartphones im Straßenverkehr aus Sicherheitsgründen untersagt. In Vilnius wurde nun eine Ausnahme geschaffen: Ein Fußgängerweg nur für Menschen, die auf ihr Smartphone starren.

Frau schaut auf ihr Smartphone

Auf dem speziellen Weg für Fußgänger erlaubt: Smartphone im öffentlichen Verkehr

Ein Verkehrszeichen mit großem Smartphone weist auf den Beginn des Smartphoneweges hin. Auf dem Boden weisen weiße Pfeile den Weg – auch mit gesenktem, auf das Handy fallendem Blick soll sich niemand verlaufen. Vilnius will den Smombies (Neologismus aus „Smartphone“ und „Zombie“) einen Bereich im öffentlichen Straßenverkehr bieten, in dem sie ungefährdet in das blaue Licht der Displays starren können.

Bürgermeister Simasius will mit dieser Maßnahme auch für die Technologiestadt Vilnius werben und den IT-Sektor der Stadt hervorheben. Ganz nebenbei sollen so Fachkräfte aus der Branche auf die litauische Hauptstadt aufmerksam gemacht werden.

Vilnius ist mit dem ungewöhnlichen neuen Fußweg jedoch keineswegs Vorreiter. Die chinesische Stadt Chongqinq führte bereits 2014 einen Smartphoneweg ein. Antwerpen zog als erste europäische Stadt nach. Nun folgt auch Vilnius.

Der G-Punkt Europas: Provokante Werbekampagne für Vilnius

Ganz und gar ungewöhnlich für das katholisch geprägte Land startete jüngst eine Werbekampagne, die die Hauptstadt Vilnius als „G-Punkt Europas“ bewirbt.

Altstadt Vilnius

Die Altstadt von Vilnius

Mit dem Slogan „Nobody knows where it is – but when you find it, it’s amazing” wird die in Westeuropa tatsächlich eher weniger beachtete Hauptstadt des kleinen baltischen Staates beworben. Passend zum Motto der Werbekampagne räkelt sich eine junge Frau auf einer Bettdecke mit Europamotiv und greift nach der Region, in der Vilnius tatsächlich zu finden ist.

Entwickelt wurde die besonders innerhalb Litauens polarisierende Kampagne von Schülern einer Marketingschule namens „The Atomic Garden School“. Während die Regierung Litauens die Kampagne aufgrund eines Papstbesuches um einige Wochen nach hinten verschieben lassen wollte, zeigt die Stadtführung sich erfreut und teilt munter lustige YouTube-Werbevideos, die in direktem Zusammenhang zur Werbeaktion stehen.

Der Hintergrund der Kampagne ist folgender: In Deutschland und Großbritannien wurden Umfragen mit 1.000 Teilnehmern durchgeführt. Es stellte sich heraus, dass weniger als fünf Prozent der Befragten wussten, wo Vilnius liegt. Der Hintergrund der Kampagne ist also durchaus seriös: Vilnius soll bekannter werden und mitsamt seinen zahlreichen bedeutenden Attraktionen der Welt präsentiert werden.

Angesichts der Tatsache, dass es sich bei diesen Attraktionen hauptsächlich um religiöse Bauten handelt und vier von fünf Einwohnern der Stadt katholisch sind, fühlen sich zahlreiche Litauer mit der Kampagne eher weniger wohl. Im Ausland wird die erwünschte Wirkung indes jedoch erzielt.

Litauen feiert 25. Jahrestag des Abzugs sowjetischer Truppen

Am 31.08.2018 feierte Litauen den 25. Jahrestag des vollständigen Abzugs sowjetischer Truppen und die Wiederherstellung der Republik Litauen. Der Staat im Baltikum war der erste, der von den Truppen der Sowjetunion vollständig verlassen wurde. Vor wenigen Tagen wurde diesem geschichtsträchtigen Ereignis mit zahlreichen Veranstaltungen gedacht.

Das litauische Parlament

Neben einer Feierstunde im litauischen Parlament, bei der Vytautas Landsbergis, erstes Staatsoberhaupt nach der Sowjetzeit, sprach, fand unter anderem eine feierliche Zeremonie in der litauischen Hauptstadt Vilnius statt. Ohne den Abzug der sowjetischen Truppen wäre Litauen nicht das Land, welches es heute ist – ein für Touristen beeindruckender Ort, der durch zahlreiche kulturelle Highlights wie die vielen Burgen des Landes oder die bedeutende Altstadt von Vilnius zu überzeugen weiß.

Die Loslösung von der Sowjetunion markierte für Litauen also einen wichtigen Schritt. Heute ist das Land der Welt zugewandt und lockt Touristen aus zahlreichen Ländern in seine kulturell und historisch bedeutsamen Städte. An der Ostsee gelegen weiß der Staat zudem mit einer beeindruckenden Landschaft zu überzeugen.

Die vielen Zeremonien, die auf den Straßen und innerhalb der bedeutsamen Gebäude Litauens zu beobachten waren, sind also gleich aus mehreren Gründen von besonderem Interesse für jeden Litauen-Liebhaber und Litauen-Urlauber.

Kurfürsten und Könige

Für ganze 70 Jahre waren die Kurfürsten Sachsens ebenfalls Könige Polens und Großherzöge Litauens. Die Geschichte dieser Länder kann nun in der Ausstellung Kurfürsten von Sachsen – Großfürsten von Litauen von der staatlichen Kunstsammlung Dresden in Vilnius bewundert werden.

Es begann im Jahre 1697 mit dem sächsischen Kurfürsten Friedrich August II., der auch „der Starke“ genannt wurde und der zum polnischen König gekrönt wurde. Mit der polnischen Königswürde wurde er zudem auch zu einem Großherzog Litauens, so wie auch sein Sohn später, König August III, im Jahre 1734. Das Schloss in Vilnius jedoch bekamen sie niemals zu Gesicht. Schon damals lag es in Trümmern. Die ersten Ausgrabungen im Schloss gab es erst nach Ende der Sowjetunion. Grund war der schon damals geplante Wiederaufbau des Schlosses, den Litauen dann ab 2002 betrieb.

Es dauerte elf Jahre, bis der erste Teil des Schlosses als Nationalmuseum – Palast der Großfürsten eröffnet worden konnte, zeitlich passend zur EU-Ratspräsidentschaft Litauens, wo schließlich auch die Festlichkeiten abgehalten worden sind. 2018 wurde dann am Nationalfeiertag des Landes, dem 6. Juli, der letzte fehlende Abschnitt des Baus eingeweiht und das Schloss ist in all seiner Pracht und Größe endlich fertig.

Die Kunstausstellung umfasst rund 150 Objekte, darunter auch Kronfahnen und Kronschwerter der beiden Länder und Stücke der Schatzkammer des Residenzschlosses in Dresden. Bis Mitte Oktober dieses Jahres lassen sich die Belege für die Beziehung zwischen Polen und Litauen in genau diesem Schloss bewundern.

Die Highlights des litauischen Song-Festivals #LT100 im Juli 2018

Anlässlich der 100-jährigen Unabhängigkeit von Litauen finden in diesem Jahr unzählige Feierlichkeiten statt. Dazu gehört auch das litauische Song-Festival, das unter dem Hashtag #LT100 noch bis zum 6. Juli zahlreiche Events anbietet. Freitag, der 6. Juli 2018 ist dabei der wichtigste Tag, denn zu den Konzerten und Festivitäten werden bis zu 100.000 Gäste erwartet. Insgesamt 12.000 Performer tragen an diesem Tag dazu bei, die Events im Vingis-Park unvergesslich zu machen.

Zu den bisherigen Highlights gehörte der Folklore-Tag am 3. Juli, der litauischen Staatsmännern gewidmet war. Insbesondere Jonas Basanavičius, der am 16. Februar 1918 die Unabhängigkeitsakte für Litauen unterzeichnete, wurde als Held gefeiert.

Am Mittwoch, den 4. Juli, wurde auf den Hügeln des Kalnai-Parks ein symbolisches Roggen-Feld errichtet, das von 20 schwangeren Frauen durchquert wurde, um Fruchtbarkeit und gute Ernte zu beschwören.

Laut Organisationsteam des #LT100-Festivals nehmen insgesamt etwa 36.000 Künstler von Sängern über Performern bis hin zu Chören an den Feierlichkeiten teil und machen diese zu einem in der Größe bisher in Litauen ungesehenen kulturellen Highlight.

Die Zuschauerzahlen übersteigen die Anzahl der Teilnehmenden etwa um das 10-fache. Aus Litauen selbst, aber auch aus vielen benachbarten Ländern reisen die Schaulustigen an, um sich das Spektakel nicht entgehen zu lassen.

Wer neben litauischer Musik auch traditionelle Kostüme, alte Bräuche und regionale Spezialitäten bewundern möchte, hat noch bis zum 6. Juli Zeit, um sich nach Vilnius oder Kaunas zu begeben. Dies ist eine ganz besondere Reisezeit für das baltische Land, da es sich von seiner spektakulärsten Seite zeigt.

#LT100: Song-Festival 2018 anlässlich der Unabhängigkeitsfeier

2018 ist ohnehin ein unvergessliches Jahr für Litauen, denn seit inzwischen 100 Jahren ist das baltische Land von Russland unabhängig. Zu den Feierlichkeiten, die dazu beitragen, 2018 noch spezieller zu machen, gehört auch das Litauische Song Festival. Dieses findet alle vier Jahre statt und wird dieses Jahr natürlich als Sonder-Edition besonders toll gestaltet.
Live Musik Festival
Vom 30. Juni bis zum 6. Juli wird in Vilnius und Kaunas im Rahmen dieses Liederfests gefeiert und gesungen. Dabei darf natürlich die Nationalhymne nicht fehlen, aber die teilnehmenden Künstler bieten auch unzählige andere Highlights. Litauische Volkstänze, die besten Sänger des Landes, ein Chor aus 15.000 Stimmen und viele weitere Attraktionen locken zahlreiche Besuchers ins Land.

Auch litauische Bräuche und Traditionen, wie etwa die von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichneten Webtechniken, dürfen beim Song and Dance Festival 2018 nicht fehlen. Besucher können wunderbare Kostüme, mittelalterliche Gerichte, Kunstwerke aller Art und unterschiedlichste Vorführungen anschauen und dabei ganz in die litauische Kultur eintauchen. Die landestypische Gastfreundlichkeit ist natürlich zentral für das Festival, auf dem Einheimische und Touristen gemeinsam tanzen und staunen.

Noch dazu erhält der beliebte Vingis Park in Vilnius, Litauens größter Park, anlässlich des Festivals viele Investitionen. Zukünftig werden Brunnen, moderne Lichtspiele, zusätzliche Bänke, ein Strand, ein Outdoor-Kindergarten sowie ein Bootsverleih den Park noch attraktiver machen.

Die Festivalwoche ab Ende Juni ist daher besonders gut für eine Rundreise durch Litauen geeignet. Für jedes Familienmitglied ist der passende Programmpunkt dabei und es gibt keine bessere Möglichkeit, um das Land von seiner besten Seite kennenzulernen.

Litauisches Baby-Rennen: 25 Babys krabbeln um die Wette

Traditionell am 1. Juni, dem Internationalen Kindertag, fand dieses Jahr wieder das Baby-Rennen in Litauens Hauptstadt Vilnius statt.

Krabbelndes Baby

Krabbeln für die Zukunft.

25 Babys im Alter zwischen acht und zwölf Monaten, traten gegeneinander auf der Kurzstrecke an, um um die Wette zu krabbeln. Die 15 Jungs und 10 Mädchen wurden von ihren Eltern auf der Zielseite mit Kuscheltieren und Schlüsselklimpern angefeuert und zur Ziellinie motiviert. Viele der Babys hatten einen vielversprechenden Start, setzten sich dann aber ab der Hälfte auf die fünf Meter Strecke, um das Treiben zu beobachten. Andere legten hingegen einen regelrechten Krabbel-Sprint hin und es kam zu einem spannenden Kopf an Kopf Rennen.

Auf die Viere, krabbel – los!

Was zunächst skurril klingt, hat in Litauen tatsächlich Tradition: Das Baby-Rennen findet dieses Jahr bereits zum 19. Mal statt. Die kinderfreundlichen Litauer nutzen das Event um den Internationalen Kindertag zu feiern, bei dem besonders auf das Recht eines jeden Kindes, in Frieden und Wohlstand aufwachsen zu dürfen, aufmerksam gemacht wird. Die Kinderfreundlichkeit der Litauer bekommt man auch bei einem Familienurlaub in dem an der Ostsee gelegenen Staat zu spüren. Egal ob bei einem Kurztrip oder einer Rundreise im Baltikum, viele Angebote sind speziell für die kleinen Gäste zugeschnitten.

Gewinner des diesjährigen Baby-Rennens wurde übrigens Ieva Jaskoityte, die am 15. Juni ihren ersten Geburtstag feiern wird. Ihre Mutter sagte glücklich, dass das Rennen an Spannung den Olympischen Spielen in nichts nachstehe. Dann mal herzlichen Glückwunsch und bis zum nächsten spannenden Krabbel-Rennen.

Festivalsommer in Litauen

In Vilnius sind es derzeit zwischen 25 und 30 Grad. Die Tage sind warm, hell und lang. Erst gegen 10 Uhr geht langsam die Sonne unter. Und selbst nach Sonnenuntergang sind die Straßen in der sommerlichen Stadt noch belebt. Neben den zahlreichen musikalischen Highlights im baltischen Sommer, über die wir bereits berichteten, bietet die Stadt dieses Jahr ein vielseitiges Kunst und Kulturprogramm. Denn es gibt etwas zu feiern: Das Land schaut stolz auf 100 Jahre Unabhängigkeit zurück. Wenn das nicht ein Grund ist, die Vielfalt und Kunstszene des Landes ausgefallen zu feiern!

Osteuropas zeitgenössische Kunst

Zum neunten Mal bereits findet dieses Jahr vom 07. – 10. Juni die ArtVilnius statt, die größte Messe für zeitgenössische Kunst aus dem Großraum Osteuropa. Es nehmen mehr als 50 Galerien teil, 200 Künstler stellen ihre Werke aus und insgesamt, werden 20 Länder repräsentiert. Darunter Polen, Estland, Däemark, Russland und die Ukraine. Aber auch die USA, Italien und Frankreich sind mit Künstlern vertreten. Die diesjährige Ausstellung ist auch thematisch dem Unabhängigkeitsjubiläum gewidmet und rück die lebendige Kunstszene der baltischen Staaten in den Vordergrund. Klassische Kunst wie Gemälde werden ausgestellt, aber auch moderne Kunstformen wie Performancekunst sind dabei.

Mehr sehen in der Dunkelheit 

„Darkness reveals more“ – das ist das Motto der diesjährigen Culture Night am 15. Juni in Vilnius. Eine Nacht lang werden in den Straßen und Plätzen alle Lichter ausgeschaltet und Besucher werden dazu eingeladen in der Dunkelheit Kultur und Kunst zu genießen. Mehr als 200 Projekte füllen die Straßen, Parks und Plätze mit Musik, Tanz, Theater, Kino, Fotografie und anderen spannenden Kunstformen. Für das Event werden etwa 100.000 – 150.000 Besucher erwartet. Ein klares Zeichen dafür, dass sich ein kleiner Abstecher nach Litauen im Juni garantiert lohnt.

Street Art: Die litauischen Straßen sprechen lassen

Litauen ist für seine künstlerische Ader bekannt. Vor allem hinsichtlich Volkskunst, Skulpturen und den bekannten Webereien. Was jedoch deutlich weniger bekannt ist, ist die äußerst begabte Street Art Szene in Litauen. Vor allem in Vilnius und Kaunus sind die Szenerien an Hauswänden, Mauern und Straßenwänden immer vielfältiger geworden. Was manch einer als Schmiererei, Sachbeschädigung oder einfach Vandalismus bezeichnen würde, ist in Wahrheit eine Untergrund-Kunstszene, die die Straßen zum Sprechen bringen möchte. Sie wollen die Fußgänger mit ihren riesigen Graffitis zum Innehalten und Nachdenken bringen. Zum Kommunizieren mit ihrer Umgebung.

Street Art Graffiti

Street Arts und Graffitis bestimmen das Bild vieler Städte.

Street Art in Kaunas

Das Straßenbild von Kaunas wird von mehreren großen Murals geprägt: Wohl am bekanntesten ist das Mural „The old Wiseman“, das von dem Kollektiv Gyva Grafika stammt. Auf 440 Quadratmetern ist ein alter Mann in rotem Schlafanzug, schwarzer Brille und riesiger Pfeife zu sehen.

Wo früher mal eine Brieftaubenstation stand, von der aus etliche Nachrichten in Kriegszeiten in die ganze Welt verschickt wurden, thront nun ein Mural namens „He and She“ von der Künstlerin Gražvydos Andrijauskaitės, das eine männliche und weibliche Taube auf farbenfrohem, gemustertem Hintergrund darstellt. Es soll ein Symbol für Freundschaft und Einheit sein und heitert nebenbei das allgemeine Straßenbild auf. Ebenso berühmt ist das Abbild einer Kinderzeichnung, die ein buntes Pferd zeigt, drum herum farbenfrohe Süßigkeiten und Blumen. Diese Kinderzeichnung nimmt eine gesamte Hauswand ein.

Street Art Festival

2013 bekam diese neuartige Kunstform mit schlechtem Ruf endlich die Anerkennung, die sie auch verdient: Es fand zum ersten Mal das Vilnius Street Art Festival statt, an dem unterschiedliche Künstler auf legale Weise ihre großflächigen Kreationen anbringen und ausstellen konnten. Das Festival soll seitdem jedes Jahr stattfinden und erfreut sich großer Beliebtheit. Street Art gibt es in Litauen nicht nur in Form von Graffiti: Auch kleine Skulpturen, die an Wänden angebracht sind, Blumentöpfe, die kreativ umgestaltet wurden oder Gegenstände, die in Kunstwerke eingebaut wurden, lassen die litauischen Straßen mehr erzählen von der Geschichte und Gedanken der Menschen, dir dort leben.

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