Vilnius: Die unscheinbare Hauptstadt wird zum Touristenmagnet

Trostlosigkeit, Langeweile und Monotonie – dies wird dem baltischen Staat Litauen häufig nachgesagt. Doch das Nachbarland von Weißrussland, Polen und Lettland und dessen Hauptstadt Vilnius haben sich inzwischen zu einer beliebten Reisedestination für Deutsche entwickelt. Warum? Continue reading “Vilnius: Die unscheinbare Hauptstadt wird zum Touristenmagnet” »

Wetter Druskininkai

Der Kurort Druskininkai im Bezirk Alytus bietet das ganze Jahr Schlamm- und Klima Therapien in TOP- modernen Heilanstalten und SPA-Zentren mit origineller Architektur. Liebhaber des Wassertourismus können die Wasserwege mit Paddelbooten, Kanufahren und mit Dampfschiff erkunden, oder auf Angeltour gehen. Die Wanderwege im Nationalpark Dzukija als Aktiv–Erholung und viele traditionelle Veranstaltungen, Theateraufführungen und Musikfestivals machen Druskininkai und seine Sehenswürdigkeiten weltbekannt.

Aktuelles Wetter und 5-Tage Wettervorhersage für Druskininkai

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Sehenswürdigkeiten Palanga

Botanische Park
Die Parkanlage vor dem Bernsteinmuseum in Palanga. (c) UAB ANTILE

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Palanga gehören: Das grösste Bernsteinmuseum der Welt im ehemaligen Schloss des Grafen Felix Tiskevicius, der im englischen Stil errichtete botanische Park, der Skulpturenpark, die Flaniermeile Basanaviciusstrasse, die Seebrücke und als besondere Attraktion das dreitägige Kurortfest (immer Mitte Mai) mit verschiedenen Konzerten, Strassenaktionen, Volkskünstlermarkt und eindrucksvollem Feuerwerk.

Holzschnitzereien in Palanga
Holzschnitzereien in Palanga. (c) UAB ANTILE

Palanga ist nicht nur ein klimatischer, sondern auch ein balneotherapeutischer Kurort, denn ausser dem Wasser der Ostsee werden Mineralwasser, Torfbrei und andere physische Heilmittel zur Behandlung angewendet. Die spezialisierten balneotherapeutischen Behandlungen der Sanatorien und Rehabilitationszentren in Palanga helfen u.a. bei Erkrankungen der Nieren, Harnwege, Atmungswege, bei Bewegungs- und Stoffwechsel-Störungen sowie bei Frauenleiden. Die Sanatorien und Rehabilitationszentren haben über das gesamte Jahr geöffnet.

Nachfolgend finden sie einige Sanatorien und Rehabilitationszentren mit verschiedenen Hotels in Palanga, und deren Behandlungsangeboten und Unterkünften in einer Kurzvorstellung:

Platz der Einheit

Das Zentrum des Kaunas der Zwischenkriegszeit, sein urbaner und repräsentativer Mittelpunkt bildeten die Donelaitis-Straße und der „Platz der Einheit“ (Vienybes aikšte). Als man 1927 diesen ehemaligen Marktplatz umgestaltete, war der Platz als Forum des litauischen Nationalstaates angedacht. Die Hauptachse des Platzes führt vom Grab des unbekannten Soldaten der Unabhängigkeitskämpfe bis zur Freiheitsstatue. An den Seiten dieser Achse stehen die Büsten von Aktivisten der Nationalbewegung und Helden des Freiheitskampfes. Das wichtigste Gebäude des Platzes, entworfen vom Architekten Vladimir Dubenecki, ist das Historische Museum. Den Hof des Museums begrenzt eine Kanonengalerie. Neben ihr steht ein Uhrenturm. Im Turm hängt die Freiheitsglocke, ein Geschenk von in den USA lebenden Litauern an Kaunas. Sie wurde nach dem Vorbild einer historischen Reliquie der USA gegossen, der Freiheitsglocke von Philadelphia. Nachdem sie am 12. Januar 1922 nach Kaunas geschafft worden war, erklang sie zum ersten Mal am Unabhängigkeitstag desselben Jahres während der Feierlichkeiten zum 16. Februar und läutete später nur an hohen Feiertagen.

Im Jahr 1937 wurde im Uhrenturm neben der Friedensglocke ein Glockenspiel mit 35 Glocken angebracht. Den kleinen Platz hinter dem Uhrenturm rahmen die Skulpturen Sämann, Bücherträger und Schule in Litauen während des Druckverbots ein. Es ist ein Platz, mit dem die Bewahrung der nationalen Identität Litauens und die Wurzeln der Nationalbewegung geehrt werden. Die Skulpturen sind Werke der Bildhauer Bucas, Zikaras und Rimša. Die Skulptur des Sämanns erhöht nicht nur das in der Ideologie des litauischen Nationalstaats bedeutsame Ideal des Bauern, der seine Muttersprache und ethnische Identität während der langen Jahre der Fremdherrschaft bewahrt, sondern drückt auch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft aus. Die Figur des Bücherträgers symbolisiert die für die Litauer schwere Zeit von 1863 bis 1905, als Bücher illegal aus Ostpreußen herbeigeschafft wurden, nachdem der Zar den Buchdruck in lateinischen Buchstaben verboten hatte. Die Skulptur Schule in Litauen während des Druckverbots stellt dementsprechend eine Mutter und Bäuerin dar, die einem Kind das Lesen mit Hilfe eines illegalen litauischen Buches beibringt.

Während der Ersten Litauischen Republik wurden auf dem Platz der Einheit staatliche Feiertage begangen, und die Veteranen der Unabhängigkeitskämpfe hissten jeden Abend am Uhrenturm die Nationalflagge. Zu Sowjetzeiten wurden die Denkmäler und Büsten auf dem Platz der Einheit zerstört oder entfernt.

Der Platz wurde ganz neu gestaltet und erweitert, so dass ein großer Platz auf der rechten Seite des Gebäudes des Historischen Museums entstand. Dort, wo der alte und der neue Teil des Platzes zusammentrafen, wurden die drei Steinstelen Arbeit, Frieden und Revolution aufgestellt. Konzerte mit Glockenmusik lösten die Staatsrituale von Einst im Hof des Historischen Museums ab. Im Jahre 1956 setzten der Komponist Viktoras Kuprevicius und sein Sohn Giedrius Kuprevicius das ehemalige Glockenspiel im Uhrenturm instand und begannen, regelmäßig darauf zu spielen.

In den Jahren 1988 bis 1991 wurde die Gedenkstätte des Platzes der Einheit wiederhergestellt. Nach 49 Jahren Unterbrechung erklang die Freiheitsglocke erneut am 14. Juni 1989, dem Tag der Trauer und der Hoffnung, und ehrte die Menschen, die für die Freiheit und Unabhängigkeit Litauens gestorbenen waren. Heute begehen die Kaunasser auf dem Platz der Einheit am 16. Februar feierlich den Nationalfeiertag. In der Sommersaison versammeln sie sich auf dem Platz, um dem Komponisten Giedrius Kuprevicius zuzuhören, wie er virtuos auf dem einst von ihm wieder in Gang gebrachten Glockenspiel spielt. Jeden Tag um 12 Uhr erklingt das Glockenspiel automatisch mit der Melodie des patriotischen Lieds „Ach weine nicht, Mütterchen“.

Tartu

Wenn man einen Menschen fragt, der bereits die Stadt Tartu besucht und erlebt hat, der wird diese Stadt mit Sicherheit mit folgenden Worten beschreiben: Tartu, eine Stadt zum Wohl fühlen und genießen, hier kann man bummeln und sich darin verlieben, an diese Stadt wird man sich immer erinnern.

In der Stadt Tartu (Dorpat) verbinden sich eine alte Kultur und junges Leben zu einer einzigartigen Symbiose. Erstmals schriftlich erwähnt wurde Tartu im Jahre 1030, und somit darf sich die Stadt zu Recht als älteste Stadt im Baltikum bezeichnen, obwohl sie unter vielen verschiedenen Namen in den Chroniken erscheint.

Im Jahre 1632 wurde in Tartu die berühmte Universität gegründet. Seitdem ist die Stadt zu einer Studentenhochburg mit einem außerordentlich guten Ruf herangewachsen. An dieser Universität studieren viele junge Menschen, die in der ganzen Welt zu Hause sind. Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass gerade diese jungen Leute das Stadtbild entscheidend prägen.

Das Viertel rund um das Rathaus und die Universität sind die Bereiche, in denen sich das gesellschaftliche Leben abspielt. Alles ist hier sehr gut zu Fuß zu erreichen, was natürlich gerade für die jungen Menschen sehr wichtig ist. Das Stadtbild von Tartu wird auch wesentlich geprägt von dem Fluss Emajögi (Embach). Man könne sagen, dass der Emajögi für Tartu dieselbe Bedeutung hat wie die Donau für Wien. Der Emajögi verbindet zudem die beiden größten Seen von Estland.
Vor den Toren der Stadt gibt es auch ein Skilanglaufparadies, Otepää, hier finden im Winter internationale Skiwettbewerbe statt. Aber auch im Sommer wird dieses Gebiet gerne von den Touristen besucht, denn die Landschaft ist mit 130 Seen übersät und lädt dazu ein, auch einmal im Sommer eine schöne Wanderung zu unternehmen, oder ganz einfach die wundervolle Ruhe zu genießen und dabei die Seele baumeln zu lassen.

Tartu ist außerdem bekannt als das Kultur- und Tourismuszentrum von Südestland. Die architektonische Vielfalt der Hansestadt und die Kulturevents, die jedes Jahr in großer Anzahl stattfinden, locken sehr viele Touristen Jahr für Jahr an.

Obwohl die Altstadt natürlich sehr stark an die fast 1000 Jahre voller Geschichte erinnert, ist die Bevölkerung von Tartu sehr bestrebt, weiter nach vorne zu blicken. Um die 46.000 Einwohner der insgesamt 101.000 Bewohner dieser Stadt beschäftigen sich hier entweder mit dem Lernen oder dem Lehren. Dass sich somit ein immenses Potential für alle Unternehmen, die zukunftsweisend sind, ergibt, ist für diese moderne europäische Stadt mit all ihren Theatern und einladenden Bars vollkommen klar.

Sehenswürdigkeiten von Tartu
Bei einem Besuch dieser Stadt sollte man einige interessante Plätze und Orte auf jeden Fall gesehen haben. Die gesamt Altstadt ist eine einzige Sehenswürdigkeit. Der Domberg mit der Domruine und das Gustav Adolph Denkmal gehören auch zum Pflichtprogramm. Da sich hier das gesamte gesellschaftliche Leben der Stadt abspielt, sind der Marktplatz und das Rathaus die besten Möglichkeiten, um mehr von den Menschen kennen zu lernen und die kulinarischen Köstlichkeiten in den Restaurants und den Bierkellern rund um den Marktplatz auszuprobieren.
Essen und trinken unter Sonnenschirmen, den imposanten Bierkeller in der alten Festungsmauer, der früher ein Pulverkeller war, besichtigen, all das kann man hier rund um den Marktplatz erleben.

Das beliebteste und mit Sicherheit meist fotografierte Objekt in ganz Tartu ist wohl der Brunnen vor dem Rathaus. Das sich küssende Paar unter dem Regenschirm wird immer gerne für die Ewigkeit festgehalten. Empfehlenswert sind auch die vielen Museen der Stadt, unter anderem das Kunstmuseum im Schiefen Haus, das der russische Feldherr aus den napoleonischen Kriegen, Barclay de Tolly, für sich bauen ließ.
Auch die Sternwarte und die vielen Kirchen der Stadt Tartu gehören zu den Sehenswürdigkeiten. Das auffallendste Merkmal von Tartus ist das harmonische Miteinander von städtischen Leben und einer großen Anzahl von Grünflächen. Tartu ist mittlerweile zur zweitgrößten Stadt in Estland aufgestiegen. Dem Charme dieser Stadt kann man sich kaum entziehen.

Tallinn

Die alte Hansestadt Tallinn mit 403.000 Einwohnern ist die Hauptstadt von Estland. Tallinn hat in der Vergangenheit viele Namen getragen, Litna, Kolovan und Reval sind nur einige davon.

Tallinn liegt im nordöstlichen Teil der Ostseeregion direkt am Meer und hat sehr viele historische Bauwerke erhalten können. In der historischen Altstadt von Tallinn findet man viele gut erhaltene Kaufmannshäuser. Je nach Alter der Häuser kann man deutlich erkennen, unter welcher Herrschaft Estland gestanden hat, als das Bauwerk errichtet wurde. Die Schweden, Dänen und auch Deutschen sowie die Russen zur Zarenzeit prägten die Bauweise in Tallinn ganz enorm. Das waren natürlich beste Gründe, um die Altstadt von Tallinn in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufzunehmen.

Große Teile der ehemaligen Stadtmauer mitsamt einigen Wehrtürmen sind sehr gut erhalten, vieles wurde im Laufe der Jahre liebevoll restauriert, um die Bedeutung von Tallinn in der Geschichte als Festung in Erinnerung zu behalten. Noch begehrter ist die Stadtmauer wegen des wunderschönen Blicks auf die roten Ziegeldächer der Altstadt.

Tallinn ist für Estland der zentrale Dreh- und Angelpunkt. Hier laufen alle wirtschaftlichen, politischen und auch kulturellen Fäden zusammen. Etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Landes im Baltikum wohnt in Tallinn. Durch diese Bevölkerungsdichte kann man die Stadt auch zu Recht als europäische Metropole bezeichnen, obwohl Tallinn im Vergleich zu allen anderen europäischen Hauptstädten weitaus weniger bekannt ist. Das heißt jedoch nicht, dass Tallinn nicht einen Abstecher wert wäre, ganz im Gegenteil.

Obwohl die estnische Hauptstadt viele historische Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, ist Tallinn doch eine moderne Stadt. Wer viel Kultur erleben möchte, der ist hier absolut richtig, das kulturelle Angebot ist sehr vielfältig, zahlreiche Feste und Konzerte erwarten den interessierten Touristen. Natürlich wird das Angebot auch durch sehenswerte Museen und Kunstgalerien ergänzt. Auch ein Freilichtmuseum in Rocca al Mare gibt es zu besichtigen. Hier wurden Fundstücke aus der Bauernarchitektur des gesamten Landes zusammengetragen und ausgestellt. Die meisten dieser Attraktionen sind in der Altstadt zu finden. Wer einen eindrucksvollen Blick über die Dächer der Altstadt erhaschen will, der sollte den Domberg Toompea besichtigen. Hier bietet sich ein umfassender Panoramablick sowohl über die Altstadt als auch zu den Kuppeln der Alexander-Newskil-Kathedrale.

Aber auch außerhalb der Altstadt ist Tallinn nicht weniger attraktiv. Ein Schloss mit einem Schwanenteich inmitten eines barocken Parks mit Namen Kadriorg ist nur eine der vielen Attraktionen in Tallinn. Dieses Schloss beherbergt eine weitere Besonderheit, denn in einem Teil residiert der Präsident und in einem anderen Teil ist ein Kunstmuseum untergebracht.

Und wer nicht unbedingt an der Kultur interessiert ist, der kann auch einen Tag im wunderbaren Zoo von Tallinn verbringen. Zu besichtigen gibt es außerdem einen botanischen Garten, ein altes U-Boot und ein Eisbrecher warten ebenso auf interessierte Urlauber. Im Hafen von Tallinn unweit der Altstadt gelegen bietet sich die Möglichkeit, die großen Fähren hautnah zu erleben. Hier erlebt man einen Hauch von internationalem Flair.

Natürlich kommen in Tallinn auch die Nachtschwärmer auf ihre Kosten. Viele Restaurants und Straßencafés bieten eine interessante Abwechslung. In Tallinn verbindet sich auf ideale Weise der Charme der antiken Altstadt mit dem Flair der modernen Metropole.

Anmerkung: Zum einen wird Tallinn Europäische Kulturhauptstadt 2011, zum anderen möchte ich ihnen die Tourismus Info Homepage der Stadt Tallin als positives Beispiel nennen. Die Tourismus Info Homepage von Vilnius zum Vergleich ist davon Lichtjahre entfernt.

Städte in Estland

Tallinn – Wenn man sich in Tallinn befindet, dann weiß man sofort, was man viele Jahre versäumt hat. Direkt am Meer gelegen bietet Tallinn eine große Anzahl an historischen Bauwerken. Die Einflüsse der unterschiedlichen Herrscher, die über viele Jahre Estland besetzt hielten, sind unverkennbar zu beobachten.
In der Altstadt gibt es noch die historischen Kaufmannshäuser, die die unverkennbaren Zeichen der unterschiedlichen Herrscher tragen. Dies ist einer von vielen Gründen, die die UNESCO dazu veranlasste, die historische Altstadt von Tallin auf die Liste des Weltkulturerbes zu setzen.
Tallinn ist allerdings nicht in der Zeit stehen geblieben. Das große kulturelle Angebot und ein aufregendes Nachtleben zieht jedes Jahr viele Tausend Touristen in ihren Bann. Kirchen, Museen, Kunstgalerien und Restaurants beherrschen das Stadtbild, und auch die im Sommer zahlreich stattfindenden Sängerfeste sind große Attraktionen.

Pärnu – Die kleine Hafenstadt im Südwesten von Estland gelegen ist mit Abstand der beliebteste Ferienort in Estland. Ein Fünftel der gesamten Stadtfläche wird von Grünflächen beherrscht. Pärnu nennt einen großen Yachthafen sein eigen. Mit einem drei Kilometer langen Sandstrand ist Pärnu das wichtigste Seebad. Dieser Sandstrand sorgte unter anderem dafür, dass der Ort zu einem touristischen Zentrum wurde. Auch hier ist es wieder die Altstadt, die eine besondere Faszination bietet. Von Wasser umgeben gibt es hier Kirchen und zahlreiche Bauten aus dem 17. bis 19. Jahrhundert zu bewundern.

Tartu – Die Universitätsstadt Tartu, ehemals Dorpat, ist zu einer wahren Studentenhochburg herangewachsen. Sie ist die zweitgrößte Stadt in Estland und als das Kultur- und Tourismuszentrum von Südestland bekannt. Architektonische Vielfalt, Sehenswürdigkeiten und viele Kulturevents sorgen für die Anziehungskraft, die jedes Jahr viele Touristen in ihren Bann zieht.

Narva – Die Stadt Narva im Nordosten von Estland wird nur durch den gleichnamigen Fluss von Russland getrennt. Sie ist die drittgrößte Stadt in Estland, aber aus touristischer Sicht von keinerlei Bedeutung. Natürlich gibt es auch hier einige sehenswerte Details, die aber nicht von allzu großer Bedeutung sind.

Haapsalu – Die Hafenstadt Haapsalu bietet als Attraktion eine alte Bischofsburg. Hier kann man auch den aus dem 13. Jahrhundert stammenden Dom besichtigen. Im Mittelalter auf einer Landzunge angelegt beherbergt die Altstadt heute viele Bauten aus dem 19. Jahrhundert.

Saaremaa – Saaremaa ist zwar keine Stadt, sondern vielmehr eine Insel, und zwar die größte von Estland und zudem eine unter etwa 1500. Hier erwähnt werden muss sie auf jeden Fall, denn wie eine Stadt auch hat Saaremaa viele Attraktionen zu bieten.
Die Landschaft ist einfach nur wunderschön, Dünen, Halbinseln und viele Buchten verzaubern die Urlauber ebenso wie die Wacholderheiden und die wunderbaren flachen Strandseen. Hochmoore mit großem Artenreichtum im Westen der Insel bieten einen idealen Brutplatz für unzählige Vogelarten. Um hier die unberührte Natur zu erhalten wurde der gesamte Westen der Insel unter Naturschutz gestellt.
Im Südosten der Insel befinden sich die Kraterseen von Kaali. Sie entstanden bei einem Meteoritenaufschlag und stehen ebenfalls unter Naturschutz. Zahlreiche mystische Sagen und Legenden ranken sich um diesen Ort. Auch die Hauptstadt Kuressaare hat eine attraktive Altstadt. Sie ist als Moorbad bekannt geworden und bietet außerdem eine gut erhaltene Bischofsburg.

Hiiumaa (Dagö) – Auch die zweitgrößte Insel von Estland soll hier noch erwähnt werden. Die Landschaft ist genauso attraktiv wie die Landschaft auf der Insel Saaremaa. Hier kann der Urlauber zusätzlich den Leuchtturm Köpu erleben. Dieser Leuchtturm befindet dich auf einer Erhebung der Insel. Auch hier ist wieder innerhalb der Architektur der Einfluss der früheren Besetzer und Kämpfe um die Vorherrschaft im Land deutlich erkennbar.

Sehenswürdigkeiten in Estland

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Estland im Überblick:

Die touristische Infrastruktur gerade in den größeren Städten ist in Estland sehr gut entwickelt. In der estnischen Hauptstadt Tallinn, in früheren Jahren hieß Tallinn übrigens Reval, gibt es aus touristischer Sicht vieles zu entdecken:

Die Altstadt von Tallinn zählt zum UNSCO-Weltkulturerbe und ist für viele Touristen ein wahrer Magnet, insbesondere für die finnischen Tagestouristen. Unzählige Kirchen sind hier zu finden, der sogenannte Domberg „Toompea“ und auch die Unterstadt sind von diesen Kirchen und mittelalterlichen Gebäuden geprägt worden. Sehenswert ist die Kathedrale der Jungfrau Maria, die Olaikirche, und auch die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale.

Auch das Rathaus, erbaut im 11. Jahrhundert, zieht viele Touristen in seinen Bann. Wer Interesse an der Besichtigung eines Klosters hat, der bekommt in Tallinn gleich zweifach die Gelegenheit dazu. Im Vorort Pirita liegt das Kloster St. Brigitta, und auch in der Innenstadt befindet sich ein Dominikanerkloster. Natürlich sind in Tallinn auch moderne Elemente zu finden, hierzu zählt der Fernsehturm, mit 314 m das höchste Gebäude des Landes. Die Architektur ist mittlerweile sehr neuzeitlich geworden, und um seinem Ruf als Reiseziel gerecht zu werden, rüstete Tallinn auch im Bereich vielfältiger Einkaufsmöglichkeiten und Übernachtungen auf. Kultur wird in Tallin ganz eindeutig sehr groß geschrieben. Universitäten, Bibliotheken, Ausstellungen und etliche Museen sorgen für eine breit gefächerte kulturelle Auswahl.

Zentral-östlich in Estland gelegen präsentiert sich die Stadt Tartu, ehemals Dorpat genannt. Tartu ist besonders für geschichtsinteressierte Urlauber von hoher Bedeutung. Das Universitätsgebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert, und auch Tatru hat viele Theater, Museen und natürlich auch Kirchen zu bieten. Diese Sehenswürdigkeiten in Tartu sollte jeder Tourist besucht haben.

Falls sie einen Urlaub mit viel Ruhe und Entspannung bevorzugen, sind Pärnu und Haapsalu besonders geeignete Terrains. Die beiden Orte sind in Estland wichtige Kurorte und Seebäder und auch bei den Einheimischen ein sehr beliebtes Urlaubsziel. Pärnu und Haapsalu sind auch ein schöner Ausgangspunkt wenn man die vorgelagerten Inseln von Estland erleben möchte. Die Inseln bieten viel unberührte Landschaft, seltene Pflanzenarten und sind seit Jahren ein beliebtes Ziel bei Wanderern. Zu den beliebtesten Inseln zählen Saaremaa und Hiumaa.

Direkt am Finnischen Meerbusen gelegen befindet sich der Nationalpark Lahemaa, der bereits 1971 gegründet wurde und seinen Gästen gerne seine wunderschöne Landschaft präsentiert. Zwischen Tallinn und Narva bieten sich viele Möglichkeiten für Radfahrer und Wanderer, denn hier existieren viele unerschlossene Gebiete, die gute Möglichkeiten zur Erkundung des Landes bieten.

Estland

Estland liegt im östlichen Nordeuropa im Baltikum. Das Baltikum, bestehend aus den Ländern Estland, Lettland und Litauen, wird von den Europäern als ein Teil von Osteuropa bezeichnet. Allerdings ist es eher so, dass der geographische Mittelpunkt von Europa in der Nähe der litauischen Hauptstadt Vilnius liegt.

Hauptstadt: Tallinn
Amtssprache: Estnisch
Einwohner: 1.341.000
Fläche: 45.227 Quadratkilometer
Estland Währung: EUR
Autokennzeichen: EST
Telefon-Vorwahl: +372
Zeitzone: MEZ + 1 Stunde

Estland das Land der Gegensätze

Historische Bauten wechseln sich mit moderner Architektur ab. Städte wuchsen zu touristischen Hochburgen, und vor einer mittelalterlichen Kulisse läuft das geschäftige Treiben in modernen Großstädten ab. Während dessen gibt es außerhalb der Städte viele Wälder und unberührte Natur. Die Moorlandschaften sind wunderschön. Ein großer Teil von Estland ist dicht bewaldet, zusätzlich findet man viel landwirtschaftliche Nutzung.

Die Ostseeküste von Estland ist überwiegend flach, mit zahlreichen Inseln und unzählige Seen. Heute macht der Tourismus in Estland einen großen Teil der gesamten Wirtschaft des Landes aus, denn ein Urlaub an der Ostseeküste im Kurort Pärnu, oder eine Städtereise nach Tallinn sind sehr beliebt.

Die Hauptstadt von Estland, Tallinn, ist einer der mittelalterlichen Städte, die in ganz Europa am besten den Jahren trotzen konnte, und sehr gut erhalten geblieben ist. Eine sehr markante Sehenswürdigkeit ist hier die Estonia-Gedenkstätte. Im Gedenken an den Untergang der Fähre Estonia wurde hier eine Skulptur gestaltet und dieser Tragödie gewidmet. Weitere Sehenswürdigkeiten in Tallinn sind das sich am Stadtrand befindliche Schloss Katharinental, sowie natürlich die mittelalterliche Altstadt mit ihren Stadtmauern und Türmen, welche zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Ein Besuch der verschiedenen Städte des Landes (siehe Tartu, Narva und Kothla-Järve) ist immer lohnenswert, denn hier gibt es zahlreiche Museen, Baudenkmäler und wunderschöne Altstädte zu bewundern. Estland und das Baltikum wurde im Laufe der Geschichte von sehr vielen unterschiedlichen Nationen regiert, daher findet man deren Einfluss natürlich überall im Land, am meisten aber in der estländischen Küche.

Die Kultur in Estland ist, ähnlich auch wie die Kultur der anderen baltischen Staaten, eng mit der Musik verknüpft. In Estland spiegelt sich diese Musikverbundenheit in zahlreichen Chören wieder. Jedes Jahr finden zahlreiche Sing- und Liederfestivals statt, die einhergehen mit sehr aufwändig gearbeiteten Trachten. Ein Theater- oder Konzertbesuch sollten sie nicht versäumen.

Die estnische Sprache besitzt eine enge Verbundenheit mit der finnischen Sprache, aber interessanterweise gibt es keine Ähnlichkeiten zur lettischen oder litauischen Sprache. Unter der estnischen Bevölkerung ist rund ein Viertel von der Abstammung her russischsprachig.

Hrodna

Die Stadt Hrodna befindet sich im Nordwesten von Weissrussland – entgegengesetzt der meisten anderen Großstädte des Landes. Die Memel durchfließt das Stadtgebiet. “Von der Maas bis an die Memel” hieß es früher im “Deutschlandlied” – bis dahin erstrecke sich das Staatsgebiet. Die Region um Hrodna wäre also gerade die Grenze gewesen. Hrodna hat etwa 320 000 Einwohner. Die Grenzen zu Polen und Litauen sind ganz nah, so dass es nicht verwundert, dass in Hrodna auch eine große polnische Minderheit lebt. Auch hat Hrodna ohnehin mit Breslau eine polnische Partnerstadt.

Im Jahr 1128 wurde Hrodna erstmals in einer Urkunde erwähnt. 1391 wurden Hrodna die Stadtrechte verliehen. In dieser Zeit enstanden unter Fürst Vytautas die Pfarrkirche und zwei Schlösser. Diese können noch heute von Reisenden bewundert werden.

Nach der Schlacht bei Tannenberg im Jahre 1410 begann eine Blütezeit für Hrodna. Unglaublich schnell entwickelte sich die Stadt zu einem Handelszentrum. Auch die Religion spielte eine wichtige Rolle. Die Stadt wurde in dieser Zeit von einem katholischen und orthodoxen Bürgermeister regiert und erwies sich dadurch als sehr fortschrittlich.
Danach fiel Hrodna unter der Herrschaft der Jagiellonen und der schwedischen Vasa. In dieser Zeit wurde Hrodna reich, konnte einige prächtige Renaissance-Gebäude errichten. Auch eine berühmte russische Jesuiten Schule entstand in dieser Zeit.

Im 18. Jahrhundert ging es bergab mit der Stadt Hrodna. 1705 wurden die Russen von den Schweden geschlagen. Danach folgten einige unruhige Jahre, in denen Hrodna jedoch Sitz der polnischen Regierung war. Danach kam Hrodna unter die Herrschaft von Russland, bis Napoleon zeitweilig die Stadt eroberte. Bald regierten wieder die Russen. Doch nun spürte Hrodna eine deutliche Unterdrückung durch sie. Die Russen verboten ab etwa 1830 die römisch-katholische Kirche von Hrodna, aber auch die polnische Sprache, die von zahllosen Menschen gesprochen wurde.

Dass jedoch immer wieder Aufstände der polnischen Minderheit stattfanden, war selbstverständlich. Trotzdem erlebte Hrodna zu diesem Zeitpunkt wieder eine Blütezeit, denn die Eisenbahn führte durch die Stadt und ließ so auch die Industrie wachsen.

Im Ersten Weltkrieg wurde Hrodna von den Deutschen besetzt, kam danach an Polen. In der Stadt lebten viele Juden und Polen. Das Leben blühte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, ein berühmtes Schauspielhaus entstand, ein Zoo erfreute die Kinder. Umso tragischer war der Zweite Weltkrieg: 50 % der Gebäude wurden beim Einmarsch der Deutschen vernichtet. Viel schlimmer noch: Die Juden von Hrodna wurden in zwei Ghettos gebracht und dort zu Tausenden ermordet.

Heute ist Hrodna eine Industriestadt. Gegenwärtig soll dort das erste Kernkraftwerk von Weißrussland erbaut werden.

Sehenswürdigkeiten in Hrodna
Für Touristen ist vor allem die Altstadt sehenswert. Dort befindet sich auch die St. Boris u. Gleb Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Beide sollen in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen werden.
Zudem ist das Alte und Neue Schloss ein Ziel vieler Urlauber. Beide sind sehr interessant und spiegeln den Baustil ihrer Epochen wider. Wie in Wizebsk besitzt auch Hrodna einen 254 Meter hohen Sendeturm, der dafür sorgt, dass alle Nachrichten übertragen werden.

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