Litauen feiert 100 Jahre Frauenwahlrecht mit Ampelfrau

Seit nunmehr 100 Jahren dürfen Frauen in Litauen an Wahlen teilnehmen. Am 2. November 1918 wurde das Frauenwahlrecht in Litauen als Grundsatz in die vorläufige Verfassung aufgenommen. Anlässlich dieses besonderen Datums führt Litauen in der Hauptstadt Vilnius Ampelfrauen ein.

Bald gibt es in Vilnius auch Ampelfrauen.

Mit diesem symbolhaften Akt will der baltische Staat auf die Gleichberechtigung der Frauen im Land aufmerksam machen. An einigen Ampeln in der litauischen Hauptstadt werden Fußgänger künftig also nicht mehr einen grünen oder roten Mann, sondern eine Frau erblicken.

Die Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite betonte anlässlich des 100-jährigen Jubiläums die Wichtigkeit der Gleichberechtigung. Litauen gehöre „mit dieser demokratischen Errungenschaft […] zur ersten Reihe moderner Staaten“. Ferner rief sie ihre Landsleute dazu auf, den „erzielten Triumph [zu] schützen und verteidigen“. In der Geschichte Litauens stellt die Einführung des Frauenwahlrechts einen bedeutenden Schritt dar.

Die Einführung der Ampelfrauen soll diese Verteidigung der in Litauen bestehenden Gleichberechtigung nun symbolisch unterstützen. Auch in anderen Ländern wurden in letzter Zeit Ampelfrauen eingeführt.

Justizminister Remigijus Šimašius

Justizminister Remigijus Šimašius

JUSTIZMINISTER
Herr Remigijus Šimašius, Liberale Bewegung

Remigijus Šimašius wurde am 12. Januar 1974 in Taurage geboren. Nach dem Schulabschluss 1992 wurde er an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Vilnius immatrikuliert und wurde Diplomjurist. Abgesehen von dem Studium an der Universität Vilnius, studierte er an der CEU in Budapest, am Ludwig von Mises Institut in Alabama und beteiligte sich am Programm der Heritage Foundation in Washington. 2002 promovierte er an der Juristischen Fakultät der Universität Vilnius. 2002-2005 war Herr Šimašius Dozent an der Rechtswissenschaftlichen Universität Litauen. Remigijus Šimašius wurde mehrmals in den Stadtrat gewählt. Seit 1995 war Herr Šimašius Mitarbeiter am Institut für freien Markt und übernahm 2006 den Posten des Institutsleiters, den er bis 2008 bekleidete. Am 9. Dezember 2008 wurde Remigijus Šimašius zum Justizminister der Republik Litauen ernannt.

Bildungsminister Gintaras SteponaviÄ

Bildungsminister Gintaras Steponavičius

BILDUNGSMINISTER
Herr Gintaras Steponavičius, Liberale Bewegung

Gintaras Steponavičius wurde am 23. Juli 1967 in Klaipėda geboren. 1985 – Abitur von der Mittelschule von Antanas Vienuolis in Vilnius. 1992 erwarb er Diplom in Rechtswissenschaften. Herr Steponavičius studierte an der Internationalen Rechtsakademie in Den-Haag (Niederlande) (1990) und an der Universität in Kopenhagen (Dänemark) (1991), am Institut für Europarecht der Universität Birmingham (Vereinigtes Königreich) (1992), an der Akademie für Europarecht der Europäischen Universität in Florenz (Italien) (1994), an der Königlichen Universität Groningen (Niederlande) (1999). 1995-1999 promovierte Herr Steponavičius am Institut für Internationale Beziehungen und Politikwissenschaften der Universität Vilnius.
Gintaras Steponavičius ist einer der Gründungsväter der Liberalen Bewegung in Litauen. Während seiner Studienzeit sammelte Herr Steponavičius bereits erste Erfahrungen im Außenministerium der Republik Litauen sowie in den Printmedien (Zeitschrift „East European Constitutional Review“ und Zeitung „Atgimimas“). 1994-2000 war er Mitarbeiter der Vertretung der Friedrich Naumann Stiftung in Litauen. 1994-2004 arbeitete Herr Steponavičius als Dozent am Institut für Internationale Beziehungen und Politikwissenschaften der Universität Vilnius. 2000-2004 und 2004-2008 war Herr Steponavičius Mitglied des Litauischen Parlaments: 2000-2004 sowie 2005-2008 bekleidete das Amt des Stellv. Parlamentspräsidenten. Seit dem 9. Dezember ist Gintaras Steponavičius Bildungsminister der Republik Litauen.

Finanzministerin Ingrida ŠimonytÄ

FINANZMINISTERIN
Frau Ingrida Šimonytė, VU/LCD

Informationen und Foto folgen Ende Januar.

Landwirtschaftsminister Kazimieras StarkeviÄ

Landwirtschaftsminister Kazimieras Starkevičius

LANDWIRTSCHAFTSMINISTER
Herr Kazimieras Starkevičius, VU/LCD

Kazimieras Starkevičius wurde am 23. Juli 1956 in Kaunas geboren. 1974 – Abitur in der 13. Mittelschule in Kaunas. 1974-1979 studierte er an der Staatlichen Universität Vilnius und wurde Diplom Bibliothekar und Bibliograph. Nach dem Studium übte er die Tätigkeit als Abteilungsleiter am Institut für Wissenschaft und Technologie in Kaunas aus. 1984-1989 studierte er an der Universität Vilnius und erwarb das Diplom in Rechtswissenschaften. 1982-1990 bekleidete Herr Starkevičius das Amt des Inspekteurs beim Exekutivkommittee des Kreises und der Stadt Kaunas. 1990-1995 bekleidete er das Amt des Abteilungsleiters bei der Stadtverwaltung Kaunas, später die Leitung der Abteilung für Rechtsfragen der Stadtverwaltung Kaunas. 1997-2000 – Rat des Kreises Kaunas. Kazimieras Starkevičius wurde 200-2003, 2003-2007 und 2007-2011 in den Stadtrat von Kaunas gewählt und bekleidete das Amt des Stellv. Bürgermeisters von Kaunas. Seit 2004 ist er Mitglied des Seimas. Am 9. Dezember 2008 wurde er durch den Staatspräsidenten zum Amt des Landwirtschaftsministers vereidigt.

Ministerpräsident Andrius Kubilius

Ministerpräsident Andrius Kubilius

MINISTERPRÄSIDENT
Herr Andrius Kubilius, VU/LCD

Andrius Kubilius wurde am 8. Dezember 1956 geboren. 1963-1974 besuchte er die 22. Mittelschule in Vilnius, 1974-1979 studierte an der Physikalischen Fakultät der Staatlichen Universität Vilnius. 1981-1984 promovierte er an der Staatlichen Universität Vilnius. Nach dem Promotionsstudium übernahm Herr Kubilius die Tätigkeit des wissenschaftlichen Mitarbeiters, Ingenieurs und Laboranten an der Staatlichen Universität Vilnius.
1988 wurde er Mitglied der Erneuerungsbewegung in Litauen (Lietuvos Persitvarkymo Sąjūdis). 1990-1992 wurde A. Kubilius zum Sekretär der Erneuerungsbewegung Litauens. Der amtierende Ministerpräsident wurde zu den Legislaturperioden 1992-1996, 1996-2000, 2000-2004, 2004-2008, 2008-2012 ins Parlament gewählt. Während seiner Amtszeit im Parlament war Herr Kubilius 1996 stellv. Parlamentspräsident, 1999-2000 Ministerpräsident der 10. litauischen Regierung, Oppositionsführer 2005-2006, Stellv. Parlamentspräsident 2006-2008.
Seit November 2008 hat Herr Kubilius das Amt des Ministerpräsidenten übernommen.
Andrius Kubilius ist Mitglied der Vaterlandsunion seit der Gründung der Partei 1993.

Politik

Politik in Litauen

Politische Geschichte und Entwicklung in Litauen
Von der ersten Erwähnung in den Quedlinburger Annalen 1009, bis zur ersten
Unabhängigkeitserklärung am 16. Februar 1918.

Das politsche Geschehen in Litauen in der Zwischenkriegszeit
Ab November 1918 mit der Bildung einer Regierung, bis zur Übergabe von Klaipeda
und der umliegenden Territorien (Memelland) an Deutschland im März 1939.

Litauen unter sowjetischer Besatzung
Ab dem 1939 unterzeichneten Molotov-Ribbentrop-Pakt, bis zum “Blutsonntag von Vilnius”
am 13. Januar 1991, bei dem 14 Personen ums Leben kamen.

Entwicklung von Litauen als unabhängiger Staat
Vom Beitritt Litauens in die Vereinten Nationen 1991, bis zur Übernahme der Ratspräsidentschaft der OSZE im Jahr 2011.

Politisches System in Litauen
Vom Staatsaufbau der parlamentarischen Republik 1992, bis zur gegenwärtigen aktuellen
Legislaturperiode des Seimas 2010.

Parteilandschaft in Litauen
Die 10 Parteien im litauischen Seimas der Legislaturperiode 2008 – 2012 im Portrait. Im litauischen Parteiregister sind über 30 politische Parteien eingetragen. Die Mehrheit davon ist bei den Parlamentswahlen an der 5%-Hürde gescheitert.

Geschichte des Seimas
Vom Wiederaufbau des unabhängigen Litauischen Staates am 15. Mai 1920, bis zur aktuellen Legislaturperiode.

Geschichte der litauischen Präsidenten
Von Antanas Smetona, dem ersten Staatsoberhaupt der Republik Litauen, bis zur aktuellen Präsidentin Dalia Grybauskaite.

Quellenangabe

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