Landschaftsnaturschutzgebiet Gandinga

Burghügel von Gandina

Burghügel von Gandina

Die Bodenfläche des Landschaftsnaturschutzgebiet Gandingas unfasst 279 ha. Gandinga gehört zu den ältesten Siedlungen in Litauen. Im 5.-8. Jh. stand auf dem Gandingas Hügel eine Holzburg, daneben erstreckte sich eine Siedlung. Im 12. Jh. wollten dieses Fleckchen Land Kreuzritter besetzen.

Bis zum 16. Jh. war Gandinga Zentrum des Gemeinde-amtes, dem auch Plunge angehörte. Später übernahm Plungė, das an den größeren Handelswegen stand, die Funktionen des Gemeindeamtes und begann Gandinga zu überschatten. Aus den schriftlichen Zeugnissen ist es bekannt, dass in der Gandingas Umgebung schon in uralten Zeiten ein heidnischer Tempel mit heiligem Feuer stand.

ŽemaiÄ

Žemaičių Kalvarija
Wallfahrtsort Žemaičių-Kalvarija

Am Anfang Juli ziehen tausende von Pilgern aus ganz Litauen zum traditionellen Žemaiciu Kalvarijos Kirchenfest. Sie besuchen die Kirche und den 19 Stationen umfassenden Kreuzweg.

Als Kreuzweg (Weg des Kreuzes) bezeichnet man ursprünglich die Nachahmung der Via Dolorosa (lat für„schmerzensreiche Straße“) in Jerusalem als Stationsweg vor Wallfahrtskirchen. Aus dem Heiligen Land zurückgekehrte Pilger legten Nachbildungen der heiligen Orte in ihrer Heimat an. Oftmals übertrugen sie exakt die Länge der Via Dolorosa auf ihren heimischen Kreuzweg.

Das Fest hat seinen Ursprung im Jahre 1742. Seit dem EU Beitritt 2004 besuchen das Fest auch viele Touristen und Pilger aus der EU, vor allem aus Polen, Irland, Deutschland, und Spanien. Der Ort Žemaičių Kalvarija liegt etwa 26 km von Plunge in nordöstlicher Richtung entfernt.

Zemaiciu Kalvarija wird im Jahr 1253 als Garde erstmalig erwähnt. Im 17. Jahrhundert, als die Hauptkirche und die Straße des Kreuzes gebaut wurden, nannten ihn die Menschen „Neu Jerusalem“. Später wurde die Stadt Kalvarija genannt; nach dem Namen des Berges, an dem Jesus gekreuzigt wurde. Im 20. Jahrhundert wurde die Stadt in Žemaiciu Kalvarija umbenannt, da es eine weitere Stadt im Südwesten von Litauen mit dem Namen Kalvarija gibt.

Im Städchen kann man auch das Museum des Dichters Vytautas Macernis besichtigen. Das Museum von Vytautas Macernis erzählt von dem tragischen Schicksal und der Dichtungen des Poeten.

Gedenkmuseum der Schriftstellerin ŽemaitÄ

Auf dem Gutshof der Grafen Pliateriai in Bukante wurde die litauische Literatur-Klassikerin Žemaitė (eigentl. Julija Beniuševičiūtė-Žymantienė, 1845-1921) geboren und verbrachte dort auch ihre Kindheit. Die Exposition in Bukante erzählt über das Leben und Schaffen der Schriftstellerin. Es werden ethnografisch – historische Gegenstände, Bücher, Druckwerke und Fotos ausgestellt.

Gedenkmuseum der Schriftstellerin Žemaitė in Bukante

Gedenkmuseum der Schriftstellerin Žemaitė in Bukante in der Nähe von Plunge.

Die aus einem verarmtem polnischen Adel stammende Žemaitė beteiligte sich an der nationalen Erweckungsbewegung von Litauen. Sie schrieb im realistischen Stil über das bäuerliche Leben. Ihre Werke wirken meist düster, wenn sie Armut, Besitzstreben und familiäre Streitigkeiten darstellt. Die Autorin zeichnete ein Alltagsleben voller kleiner Konflikte, lebhafter Auseinandersetzungen, ärmlicher Umstände in einer schönen Natur.

Zu ihren bekanntesten Werken zählen: Marti (Die Schwiegertochter), Topilys, Petras, Kurmelis, Sutkai und Gera galva (Guter Kopf). Eine Autobiografie mit der ISBN: 9986-403-82-0 über die Schriftstellerin erschien 1996 im Verlag baltos lankos. Sie ist die einzige Frau auf einer litauischen Banknote (die 1-Litas-Banknote wurde allerdings 1998 durch eine 1 Litas Münze ersetzt).

Palast des Fürsten Mykolas Oginskis

Palast des Fürsten Mykolas Oginskis

Palast des Fürsten Mykolas Oginskis

Der majestätische und wundervolle Palast des Fürsten Mykolas Oginskis und sein zauberhafter Park mitten im Zentrum von Plunge, ist ein eizigartiger Ort, wo nicht nur materielles, sondern auch geistige Erbe erhalten geblieben ist. Eine Sehenswürdigkeit im Park ist die Eiche des Perkünas (der heidnische Donnergott und Göttervater). Sie mißt 25 Meter Höhe und 1,65 Meter im Durchmesser.

Das wunderschöne und im guten Zustand gebliebenen Palastensemble stammt aus dem 19. Jahrhundert. Im Palast befindet sich das 1994 gegründete Samogitisches Kunstmuseum, welches das erste und einzige Museum dieser Art in der Region ist. Den größten Teil des Museums bilden die von den Künstlern geschenkten Bilder und Sammlungen. Das Museum veranstaltet Kunstausstellungen, Ausstellungen aus Anlaß von bedeutenden Daten der Nationalgeschichte sowie Jubiläumsausstellungen über berühmte Persönlichkeiten aus der Region Plunge. Alle vier Jahre wird eine Weltausstellung der samogitischen Kunst veranstaltet.

Öffnungszeiten:
15. Mai bis 1. November Mittwoch – Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr.
2. November bis 14. Mai Mittwoch – Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr.

Kirche des Heiligen Johannes in Plunge

Kirche des Heiligen Johannes in Plunge
Kirche des Heiligen Johannes

Der Hauptakzent der Altstadt von Plunge ist die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers. Die Kirche wurde im neoromanischen Stil, kreuzförmig, mit Doppelturmfasade gebaut, der Kirchhof ist mit einer Mauer umgeschlungen.

Der Bau dieser Kirche wurde im Jahre 1933 beendet und dauerte 28 Jahre. Die erste hölzerne Kirche wurde schon 1797 errichtet. Seit 1806 gehörte Plunge den Grafen Zubovai. Graf Zubovas ließ 1850 einen Glockenturm und 1858 eine Friedhofskapelle bauen.

Plunge

Die Stadt Plunge liegt im Nordwesten von Litauen in der Region Niederlitauen. Das Landschaftsbild ist geprägt durch zahlreiche Seen und Hügel. Plunge ist litauische Kulturstadt 2009. Dieses lässt sich anhand der nachfolgenden Beschreibungen erklären, denn die Stadt und ihre nähere Umgebung hat viele Sehenswürdigkeiten und Attraktionen zu bieten.

Kirche des Heiligen Johannes des Täufers in der Altstadt von Plunge

Kirche des Heiligen Johannes des Täufers in der Altstadt von Plunge

Für das Projekt Litauen.info wurden die nachfolgenden Informationen und Fotos über Plunge, vom Tourismus-und Geschäftsinformationszentrum von Plunge, Dariaus ir Girėno g. 27, Tel.: +370 448 55108 zur Verfügung gestellt.

Zu den Hauptakzenten der schönen Altstadt von Plunge zählt die Kirche des Heiligen Johannes (der Täufer). Der majestätische und wundervolle Palast des Fürsten Mykolas Oginskis und sein zauberhafter Park im Zentrum der Stadt gelegen, befinden sich in einem ausgezeichneten Zustand.

Die touristischen Highlights in der Umgebung von Plunge sind vielseitig:
– Bei Wanderungen um den Plateliai See können sie hügelige Landschaften und viele interessante touristische Objekte bestaunen.
– Einen historischen und religiösen Überblick vom 13. bis 21. Jhr. erleben sie in Zemaiciu Kalvarija, dem Pilgerzentrum in Westlitauen, welches Anfang Juli tausende von Pilgern aus ganz Litauen anzieht.
– Auf dem Gutshof der Grafen Pliateriai in Bukante wurde die litauische Literatur-Klassikerin Zemaite geboren, das Gedenkmuseum erzählt über das Leben und Schaffen der Schriftstellerin.

Plateliai See, (c) S. Sidabras

Plateliai See, (c) S. Sidabras

– Das Gandingas Landschaftsnaturschutzgebiet gehört zu den ältesten Siedlungen von Litauen.
– Die schönsten Kirchen im Bezirk Plunge können sie auf einer Autoroute erleben, denn der Bezirk ist durch seine sakralische Architektur berühmt.
– Auch der Zemaitija National Park liegt mit 15 km Entfernung nur unweit der Stadt entfernt.

Für ihren Aufenthalt in Plunge steht ihnen das im Jahr 2008 eröffnete drei Sterne Hotel Porto, in der Truikiai Vlg., oder eine der vielen Unterkünfte die im Dorftourismus angeboten werden zur Verfügung.

Es exisitert seit 1992 eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Menden im Sauerland.

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