Neue Flugverbindung: Wizz Air fliegt von Dortmund nach Palanga

Seit kurzer Zeit existiert eine neue Flugverbindung zwischen Deutschland und Litauen. Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air hat Flüge zwischen Dortmund und Palanga aufgenommen. Continue reading “Neue Flugverbindung: Wizz Air fliegt von Dortmund nach Palanga” »

Die Parnidis-Düne: den Ausblick über die Ostsee genießen

Ein ganz besonderes Highlight erwartet die Besucher Litauens auf der Kurischen Nehrung. Ganz in der Nähe der Ortschaft Nida befindet sich nämlich die Parnidis-Düne, die zu den größten Wanderdünen in ganz Europa zählt und ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen ist.

Parnidis-Düne

Geographisch gesehen liegt die Parnidis-Düne etwa einen Kilometer südwestlich von Nida und rund 1,5 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Die Hänge der Wanderdüne fallen nach Osten hin direkt in das Kurische Haff ab. Einst hatte die Parnidis-Düne eine Höhe von mehr als 60 Metern, heute liegt sie hingegen nur noch 44 Meter über dem Meeresspiegel. Dafür verantwortlich sind neben der natürlichen Erosion auch menschliche Einflüsse wie das unerlaubte Klettern an den steilen Hängen der Parnidis-Düne. Allein zwischen den Jahren 1984 und 2004 ist sie um 15 Meter geschrumpft.

Die Sandduenen von Nida

Die Sanddünen von Nida

Die Parnidis-Düne als Ausflugsziel

Da die Parnidis-Düne auf dem Gebiet des Nationalparks Kurische Nehrung liegt, gilt sie als beliebtes Ausflugsziel bei Einheimischen und Besuchern des Landes. An der höchsten Stelle der Düne befindet sich eine Aussichtsplattform, von der aus die Besucher den Ausblick auf das Kurische Haff und die Ostsee genießen können. Des Weiteren wurde 1995 eine Sonnenuhr in Form einer Steinsäule mit einer Höhe von 13,8 Metern errichtet.

Über die Düne führen mehrere Wanderwege, jedoch ist das Verlassen der Wege ebenso wie das Klettern an den Hängen streng verboten. Der Grund: Dadurch soll verhindert werden, dass Sand abrutscht und das Schrumpfen der Parnidis-Düne verlangsamt werden.

Kaliningrad – Königsberg

Die Oblast (Distrikt/Gebiet) Kaliningrad ist der westlichste Distrikt der Russischen Föderation. Das Gebiet stellt eine Exklave dar, das von Polen, Litauen, Lettland und Weissrussland umschlossen wird. Die Verbindung zu Russland kann über den Seeweg, Luftweg oder auch über den Landweg (durch Litauen) erfolgen. Die Oblast ist zwar durch die deutsche Geschichte geprägt worden, stellt sich heute aber als russisch dar.

Hauptstadt und auch eigentliches Zentrum dieser Region ist die Stadt Kaliningrad, das ehemalige Königsberg. Auf den knapp 15000 km² leben eine Million Menschen. Insgesamt 22 Städte sind verzeichnet. Die Oblast wird in neunzehn Rajons (Kreise) untergliedert. Trotz der ehemaligen Bedeutung dieser Region sind erhebliche soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit, Hygiene und Korruption zu verzeichnen. Die Eingliederung in die ehemalige Sowjetunion sowie die Umsiedlung in diesem Gebiet hat und wird auch noch lange Zeit große Probleme bereiten.

Am Meer gelegen weist die Oblast keine besonderen Erhebungen auf. Die höchste Erhebung liegt bei 230m. Das Gebiet ist geprägt durch eine leichte hügelige Landschaft, unterbrochen von den großen Flüssen wie Pregel und Memel. Im Norden liegen das Kurische Haff und die Ostsee. Große Teile der Oblast sind auch noch Moorgebiet, das hier oft auch noch natürlich belassen wird. Der Süden und Westen von Kaliningrad wird von großen Heidelandschaften geprägt.

Historisch gesehen umfasst die Oblast Kaliningrad den nördlichen Teil der ehemaligen preußischen Provinz Ostpreußen. In diesem Gebiet lebten im Mittelalter die Prussen. Nach der deutschen Ostkolonisation wurde das Gebiet deutsch. Das ehemalige Königsberg war eine Hansestadt, die durch den Handel zu Wohlstand kam. Sie war lange Hauptstadt und Residenzstadt der preußischen Könige. Besonders bekannt war die Stadt aufgrund der Universität, an der unter anderem Immanuel Kant lehrte. Im Zweiten Weltkrieg kam das Gebiet unter Sowjet-Herrschaft, und nachdem viele Deutsche vertrieben waren, wurde es ein Teil von Russland. Die deutsche Vergangenheit wurde nach 1945 regelrecht geleugnet und auch ausgelöscht, indem Kirchen, Schlösser und andere Gebäude zerstört wurden. Seit Mitte der 1990er Jahre beginnt man sich aber auch hier wieder auf die Geschichte zurückzubesinnen und beginnt, die erhaltenen Gebäude zu sanieren.

Das kulturelle Zentrum wird von der Stadt Kaliningrad bestimmt. Die Stadt beherbergt ein Theater, eine Philharmonie sowie einige Museen. Seit einigen Jahren finden auch vermehrt Deutsch-Russische Veranstaltungen statt. Besonders eindrucksvoll sind die Reste der Backsteingotik, einer Variante der Gotik, die von den Siedlern nach Osten gebracht wurde.

Die wirtschaftliche Situation der Oblast Kaliningrad ist angespannt. Als ehemaliger Militärstützpunkt konnte sich wenig Industrie ansiedeln. Der Exklavenstatus verhindert die Ansiedlung von Industrie, es herrscht eine sehr hohe Arbeitslosigkeit. Allerdings liegt hier in Zukunft auch eine wirtschaftliche Chance, denn Kaliningrad besitzt eine natürliche Verkehrslage zwischen Mittel- und Osteuropa. Aktuell wird der Ausbau des Verkehrs durch die politische Lage erschwert. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Region liegt auf der Fischerei sowie dem Außenhandel über den Kaliningrader Hafen. Landwirtschaft spielt eine untergeordnete Rolle. Nur zögerlich siedelt sich die Produktion an, wie z.B. die Autoproduktion. Wertvoll sind einige Bodenschätze, vor allem das Vorkommen von großen Mengen an Bernstein. In der Ostsee existieren ausgedehnte Erdölvorkommen, die in der Zukunft ausgebeutet werden sollen. In den letzten Jahren gewann auch der Tourismus an größerer Bedeutung, da die Region bis Anfang der 1990er Jahre Sperrzone war. Viele Deutsche kehren auch heute als Touristen an die Stätten ihrer Jugend zurück.

Urlaub Litauen – Das Baltikum im Urlaub entdecken

Im Urlaub Litauen entdecken:

Die kulturelle Vielfalt und die landschaftlichen Kontraste machen den Reiz von Litauen aus. Grandiose Sonnenuntergänge über dem Meer, die rauschende Ostsee sowie die unberührten Wälder sorgen für Highlights im Litauen Urlaub. Das Baltikum ist für Reisen überschaubar und doch enorm weitläufig und vielfältig. Die langen weißen litauischen Ostseestrände sind durch die Dünen, die duftenden Kiefernwälder und saubere Luft in Europa  berühmt und besonders bei einem Aktiv- und Sporturlaub beliebt. Wer Glück hat, der kann im Winter an der Ostsee in Litauen an manchen Abschnitten sogar angeschwemmte Bernsteine finden.

Einer der beliebtesten Orte in Litauen ist die wunderschöne Hauptstadt Vilnius. Neben Sehenswürdigkeiten wie dem Nationalmuseum und der Kathedrale lebt die Stadt von Persönlichkeit und Geschichte. Eine Fliese im Boden vor der Kathedrale steht zum Beispiel für die Trennung Litauens von der Sowjetuntion. Wer sich auf dieser Platte dreimal mit geschlossenen Augen im Kreis dreht, der darf sich etwas wünschen. Außerhalb der Städte bietet Litauen beeindruckende Landschaften. Im Aukštaitija Nationalpark lernen Sie ganz in Ruhe die unberührte und reine litauische Natur kennen und erfahren gleichzeitig viel über traditionelle Nahrungsmittel der Litauer.

Tagestouren im Urlaub in Litauen

Auf Litauen.info entsteht demnächst ein weitläufiges Angebot für alle, die im Urlaub nicht nur Landschaften, Architektur und Kulturdenkmale, sondern auch die Dynamik fremder Gesellschaften näher kennen lernen wollen. Wir stellen ihnen die besten Urlaubsziele in Litauen vor, vom Individualtourismus bis zu organisierten Gruppenreisen und Rundreisen ins Baltikum. Entdecken Sie traumhaft schöne und faszinierende Sehenswürdigkeiten in Litauen. Für welche Art von Urlaub Sie sich auch entscheiden, ein Besuch in Litauen bleibt ein unvergessliches Erlebnis.

Palanga

Palanga (18.000 Einwohner) ist der bekannsteste und beliebteste Ferienort und Kurort in Litauen. Die langen weissen Sandstrände der Ostsee, die Dünen, die saubere Luft und die duftenden Kiefernwälder in Palanga werden jährlich von mehr als 3 Mio. Touristen, Urlaubern und Patienten besucht.

Palanga
Stadtmitte von Palanga. (c) UAB ANTILE

Zum Kurort wurde Palanga am Ende des 19.Jh. ernannt. Dieses war ein großer Verdienst der Grafenfamilie Tiskevicius. Unter der Herrschaft der Tiskevicius wurde in Palanga der botanische Park mit Schloss und dem heutigen Bernsteinmuseum angelegt, der Hafen von Palanga errichtet und die ersten Heilanstalten und Sanatorien eröffnet, die heute zu den Sehenswürdigkeiten von Palanga zählen. Die spezialisierten balneotherapeutischen Behandlungen der Sanatorien und Rehabilitationszentren in Palanga helfen u.a. bei Erkrankungen der Nieren, Harnwege, Atmungswege, bei Bewegungs- und Stoffwechsel-Störungen sowie bei Frauenleiden.

Seebrücke Palanga
Seebrücke von Palanga. (c) UAB ANTILE

In den letzten Jahren wurden in Palanga viele verschiedene Hotels, Pensionen und Gästehäuser eröffnet. Im Kurort Palanga gibt es eine große Auswahl an Cafés, Bars, Restaurants, Diskotheken, Nachtclubs und Casinos. Palanga gehört neben der Kurischen Nehrung zu den bedeutendsten Zentren des litauischen Fremdenverkehrs, die lange Strandpromenade mit Seebrücke, der Flughafen Palanga, und die Sanatorien und Rehabilitationszentren in Palanga sind die Hauptgründe dafür.

Bernsteinstrasse

Es gab drei verschiedene Bernsteinstraßen, wobei jedoch die eigentliche Bernsteinstraße von der Ostsee durch Polen über Carnuntum nach Aquileia führte. Die anderen beiden Bernsteinstrassen führten von Jütland nach Hamburg. Dort trennten sich die Routen, wobei die eine durch Holland, Belgien und Frankreich nach Marseille führte, die andere über Deutschland und Österreich nach Süditalien ging.

Wie archäologische Grabungen in der Zwischenzeit zeigten, wurden entlang dieser Bernsteinstrassen von den damaligen Händlern auch grosse Zwischenlager angelegt. Rom war später unter anderen ein grosser Handelsplatz für Bernstein. Grabbeigaben und Funde aus der Zeit der Assyrer, Ägypter und anderer Kulturen zeigen, dass Bernstein schon in grauer Vorzeit ein begehrter Kultartikel und Handelsartikel war. Im übrigen ist die Bezeichnung „Bernsteinstraße“ nicht Antik, sondern stammt aus dem vorigen Jahrhundert.

Der heutige Fundort des baltischen Bernsteins ist nicht identisch mit dem Ort der primären Entstehung desselben. Dies ist übrigens von vielen anderen Lagerstätten ebenfalls bekannt. Der baltische Bernstein begann seine Wanderung kurz nach seiner Entstehung im Eozän vor 55 – 35 Mil. Jahren in den dazumaligen Bernsteinwäldern. Diese Wälder lagen zwischen Skandinavien, dem heutigen Schweden, und dem Baltikum, wo sich die heutige Ostsee befindet. Der Baumbestand dieser Wälder bestand nach heutigem Wissen aus Palmen, Eichen, Ulmen und Kastanien.

Für die Entstehung des Bernsteins waren verschiedene Koniferen und bestimmte Laubbäume nötig. Man nimmt heute an, dass die mittlere Jahrestemperatur zirka 20° C betragen hat, was ein schnelles Wachstum begünstigte und ähnlich dem jetzt in Nordafrika herrschenden Klima entsprach.
Bereits Ende des Eozäns, also vor zirka 35 Mil. Jahren, wurde der Wald vom Westen her durch das Meer überflutet und der Bernstein ausgewaschen. Durch eine Wanderbewegung gelangte der Bernstein von den Bernsteinwäldern, in die blaue Erde eingebettet, nach Samland zu den heutigen Fundorten.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass im Pleistozän vor zirka 2 Mil. Jahren noch einmal grosse Umschichtungen erfolgten. In verschiedenen Etappen der Eiszeiten wurde blaue Erde mitsamt dem Bernstein über mehrere hundert Kilometer in das Landesinnere von Polen, dem Baltikum und Russland verschoben.
Eine gewisse Bedeutung hatte auch Bernstein, der als Nebenprodukt, aus dem Braunkohle Tagbau stammte. So wurde bis vor wenigen Jahren in der ehemaligen DDR in Bitterfeld, in der Nähe von Leipzig, Bernstein gefördert und weiter verarbeitet.

Geografie

Litauen, das größte der drei baltischen Länder, grenzt im Norden an Lettland, im Osten an Weissrussland und im Süden an Polen und die russische Oblast Kaliningrad. (Siehe auch Landkarte von Litauen). Im Westen liegt die Ostsee (Küstenlänge 99 km), zu der Litauen über den eisfreien Hafen der Stadt Klaipeda Zugang hat. Litauen liegt etwa auf der Höhe von Schleswig-Holstein und dem südlichen Dänemark. Mit seiner Fläche von 65.300 km2 ist Litauen immerhin größer als Belgien, Dänemark, die Niederlande oder die Schweiz.

Die geografische Lage von Litauen
20 – 27 ° östliche Länge und 53 – 56 ° nördliche Breite, Koordinaten 55° 35′ 0″ N, 24° 7′ 0″ E. Dezimal 55.58333°, 24.116667°. Die Zeitzone beträgt MEZ +1 Stunde!

Flüsse in Litauen
Die größten Flüsse in Litauen sind Memel (litauisch: Nemunas), ein 937 km langer Strom, der von Weißrussland über Litauen in das kurische Haff und die Ostsee fließt und der 510 km lange Fluss Neris, welcher im Norden von Weißrussland entspringt, die litauische Hauptstadt Vilnius sowie Jonava durchfliesst und dann in Kaunas in die Memel (Nemunas) mündet.

Wasser gibt es reichlich:
Mit den vielen, sich im Nordosten (Seenplatte von Hochlitauen) und Süden befindlichen Seen, kommen wir auf insgesamt ca. 2.800 Seen und über 800 Flüsse in Litauen.

Wälder, Naturschutzgebiete und Moore
Den größten Teil der Landesfläche von Litauen nehmen landwirtschaftliche Nutzflächen ein. Knapp über 30 Prozent der Fläche ist von Wäldern bedeckt und über 3 Prozent werden von Mooren und Sümpfen eingenommen. Es gibt über 200 Naturschutzgebiete, darunter 5 Nationalparks und 30 Regionalparks in Litauen.

Berge? Hügel! Die Hügelchen in Litauen
Der Aukštojas (auch: Aukštojo kalnas, Aukštasis kalnas) in der Nähe des Dorfes Medininkai, etwa 24 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Vilnius, ist mit 293,84 m die höchste Erhebung (kein Berg) in Litauen. Etwa einen halben Kilometer in östlicher Richtung vom Aukštojas entfernt, befindet sich der Juozapines kalnas (Kalnas heisst zu Deutsch Berg) mit 293,6 m das zweithöchste Hügelchen von Litauen. Der Ausblick ist atemberaubend – unbedingt Bilder machen und, für die Erinnerungen ein Fotobuch erstellen.

Pärnu, Kurort und Sommerhauptstadt von Estland

Pärnu ist die offizielle »Sommerhauptstadt« von Estland, die Perle der estnischen Ostseeküste. Diesen Ruf verdankt Pärnu ihrer Lage am Nordende der windgeschützten Rigaer Bucht und natürlich auch den herrlichen Stränden.

Pärnu gilt mit 50.000 Einwohnern als die kleinste „Großstadt“ in Estland. Im Südwesten gelegen befindet sich Pärnu direkt an der Mündung des gleichnamigen Flusses, der die Altstadt von der Neustadt trennt, und verfügt über einen drei Kilometer langen wunderschönen Sandstrand. Dieses geografische Privileg weiß man in Pärnu schon seit langer Zeit zu nutzen, denn schon seit 1883 ist die einstige Hansestadt Pernau, heute Pärnu, ein Kurort.

Als besonderer Anziehungspunkt für Gäste fungieren die Moorbäder und der heilsam wirkende Ostseeschlamm. Viele SPA-Hotels in Pärnu bieten ein breit gefächertes Erholungs- und Regenerierungsangebot. Gute Hotels zu günstigen Preisen, Kuranlagen und Rehabilitations-einrichtungen, und vor allem natürlich der prächtige, weiße Sandstrand ziehen immer mehr ausländische Urlauber an.

Auch das Kultur- und Freizeitprogramm des Seebades trägt zu seiner großen Beliebtheit bei. Am Stadtstrand gibt es viele Sportangebote und einen Yachthafen. Wirklich sehenswert ist hier auch das Strandhotel, das an ein Schiff erinnert. Da die Bucht zum Rigaer Meerbusen sehr flach ist, halten sich an diesem Strand gerne Familien auf. Bis man in tieferes Wasser kommt, muss man einige Zeit laufen. Es gibt überall Umkleidekabinen, Spielplätze und Volleyballfelder. Mit schönen Bootsausflügen auf der Ostsee ist die Unterhaltung für die ganze Familie im Urlaub natürlich garantiert.

Auch für die Liebhaber der Kultur hat Pärnu vieles zu bieten: Das Museum für Moderne Kunst (Uue Kunsti Muuseum) in Pärnu stellt neben den Werken von Witkin und Rustin auch Werke von Picasso und auch Corneille und sogar auch Yoko Ono aus. Neben seinen Strandpassagen kann der Kurort auf mehrere wunderschöne Stadtparks, zahlreiche gemütliche Cafés sowie Discotheken und Nachtclubs für die Anhänger von Partys aufweisen.

Sehenswürdigkeiten in Pärnu
In der Altstadt von Pärnu gibt es viele Baudenkmäler zu besichtigen. Das Tallinner Tor ist eines der vier Stadttore und hat viele Kriege überdauert. Im 17. Jahrhundert erbaut erinnert es an einen Triumphbogen. Von den ehemaligen Befestigungsanlagen steht noch der rote Turm, seiner Zeit diente er als Gefängnisturm. Leider ist er nicht mehr vollständig erhalten.

Für die Liebhaber von barocken Kirchen ist die im Jahre 1767 erbaute Katharinenkirche einen Besuch wert. Diese Barockkirche ist sehr auffallend, denn sie besitzt einen schmalen Turm mit hoher Spitze. Direkt daneben befindet sich eine Kuppel, die wiederum von vier kleineren Türmchen umgeben ist. Die Orgel in der Elisabethkirche aus dem Jahr 1929 zählt zu den besten des ganzen Landes.

Trotz aller dieser Vorteile ist Pärnu nicht nur ein beliebtes Reiseziel im Sommer. Auch die Liebhaber weißer Landschaften kommen voll auf ihre Kosten. Die Landschaft rund um Pärnu bietet im Winter traumhafte Impressionen. Im Winter können hier Langlaufloipen genutzt werden. Die schönen Wellness-Hotels in Pärnu machen die Symbiose von angenehmer Entspannung und Wintersport perfekt.

Kohtla-Järve

Kohtla-Järve befindet sich im Nordosten von Estland, nahe an der Ostsee am Finnischen Meerbusen, und ist als Industriestadt bekannt geworden. Die Stadt tat einen bedeutenden Schritt in ihrer Entwicklung, als der Ölschiefer in der Region entdeckt wurde. Die Bevölkerung begann, den Ölschiefer abzubauen, und im Jahr 1924 wurde dann die erste Fabrik eröffnet, um den abgebauten Schiefer auch zu verarbeiten. Gleichzeitig entstand auch die erste Arbeitersiedlung.

Die Stadtrechte bekam Kohtla-Järve erst 1946 zugesprochen. In den folgenden Jahren erfolgten viele Eingemeindungen der umliegenden Orte. Nach diesen Eingemeindungen erreichte die Einwohnerzahl die Grenze von 90.000. Zwar erhielten 1991 etliche eingemeindete Orte ihre Selbständigkeit zurück, dennoch ist Kohtla-Järve mit heute noch 45.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt (hinter Tallinn, Tartu und Narva) in Estland.

Ein interessantes Detail von Kohtla-Järve ist sicherlich, dass sie sich nicht über eine direkt zusammen liegende Fläche erstreckt sondern vielmehr neben dem Kern der Stadt viele auseinander liegende Stadtteile besitzt.

Nachdem in der Stadt viele Industriebetriebe zusammenbrachen zogen viele Bewohner weg, um in anderen Städten Arbeit zu finden. Die Intensität dieses Industriezweiges, der auch eine starke Belastung für die Umwelt bedeutet, hat abgenommen. Dennoch ist Kohtla-Järve immer noch ein Zentrum für den Abbau und auch die Verarbeitung des Ölschiefers. Bis heute gibt es dort Fabriken, hier werden Baustoffe und Möbel sowie auch Torfbriketts hergestellt, außerdem gibt es hier auch eine Leicht- und Nahrungsmittelindustrie.

Um an die glorreiche Zeit der Industrialisierung der Stadt zu erinnern wurde ein Ölschiefermuseum errichtet. Ein weiteres Kulturhighlight ist auch eine Zweigstelle des Staatlichen Estnischen Kunstmuseums.

Kohtla-Järve hat Norderstedt (Schleswig-Holstein) als Partnerstadt. Im Rahmen dieser Städtepartnerschaft findet jährlich ein reger Austausch an Schülern und auch Vereinen statt, sogar ganze Chöre werden hier getauscht. Diese Städtepartnerschaft umfasst auch einige Gemeinden, die wieder aus der Gemeinschaft heraus in die Selbständigkeit ausgegliedert wurden.

Estland

Estland liegt im östlichen Nordeuropa im Baltikum. Das Baltikum, bestehend aus den Ländern Estland, Lettland und Litauen, wird von den Europäern als ein Teil von Osteuropa bezeichnet. Allerdings ist es eher so, dass der geographische Mittelpunkt von Europa in der Nähe der litauischen Hauptstadt Vilnius liegt.

Hauptstadt: Tallinn
Amtssprache: Estnisch
Einwohner: 1.341.000
Fläche: 45.227 Quadratkilometer
Estland Währung: EUR
Autokennzeichen: EST
Telefon-Vorwahl: +372
Zeitzone: MEZ + 1 Stunde

Estland das Land der Gegensätze

Historische Bauten wechseln sich mit moderner Architektur ab. Städte wuchsen zu touristischen Hochburgen, und vor einer mittelalterlichen Kulisse läuft das geschäftige Treiben in modernen Großstädten ab. Während dessen gibt es außerhalb der Städte viele Wälder und unberührte Natur. Die Moorlandschaften sind wunderschön. Ein großer Teil von Estland ist dicht bewaldet, zusätzlich findet man viel landwirtschaftliche Nutzung.

Die Ostseeküste von Estland ist überwiegend flach, mit zahlreichen Inseln und unzählige Seen. Heute macht der Tourismus in Estland einen großen Teil der gesamten Wirtschaft des Landes aus, denn ein Urlaub an der Ostseeküste im Kurort Pärnu, oder eine Städtereise nach Tallinn sind sehr beliebt.

Die Hauptstadt von Estland, Tallinn, ist einer der mittelalterlichen Städte, die in ganz Europa am besten den Jahren trotzen konnte, und sehr gut erhalten geblieben ist. Eine sehr markante Sehenswürdigkeit ist hier die Estonia-Gedenkstätte. Im Gedenken an den Untergang der Fähre Estonia wurde hier eine Skulptur gestaltet und dieser Tragödie gewidmet. Weitere Sehenswürdigkeiten in Tallinn sind das sich am Stadtrand befindliche Schloss Katharinental, sowie natürlich die mittelalterliche Altstadt mit ihren Stadtmauern und Türmen, welche zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Ein Besuch der verschiedenen Städte des Landes (siehe Tartu, Narva und Kothla-Järve) ist immer lohnenswert, denn hier gibt es zahlreiche Museen, Baudenkmäler und wunderschöne Altstädte zu bewundern. Estland und das Baltikum wurde im Laufe der Geschichte von sehr vielen unterschiedlichen Nationen regiert, daher findet man deren Einfluss natürlich überall im Land, am meisten aber in der estländischen Küche.

Die Kultur in Estland ist, ähnlich auch wie die Kultur der anderen baltischen Staaten, eng mit der Musik verknüpft. In Estland spiegelt sich diese Musikverbundenheit in zahlreichen Chören wieder. Jedes Jahr finden zahlreiche Sing- und Liederfestivals statt, die einhergehen mit sehr aufwändig gearbeiteten Trachten. Ein Theater- oder Konzertbesuch sollten sie nicht versäumen.

Die estnische Sprache besitzt eine enge Verbundenheit mit der finnischen Sprache, aber interessanterweise gibt es keine Ähnlichkeiten zur lettischen oder litauischen Sprache. Unter der estnischen Bevölkerung ist rund ein Viertel von der Abstammung her russischsprachig.

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