Wirtschaftsminister Dainius Kreivys

Wirtschaftsminister Dainius Kreivys

WIRTSCHAFTSMINISTER
Herr Dainius Kreivys, VU/LCD

Dainius Kreivys wurde am 8. April 1970 in Jonava geboren. 1989 erwarb an der Fachhochschule Kaunas den Abschluss zum Radioingenieur. 1996 erwarb er an der Pädagogischen Universität Vilnius das Diplom in Geschichte. 1995-1998 arbeitete Dainius Kreivys in einigen Einzelhandelsunternehmen. 1996-2003 wurde er zum Leiter und Vorstandsmitglied in der Aktiengesellschaft AB „Specializuota komplektavimo valdyba“. 1998-2008 war er gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Aktiengesellschaft UAB „Baldenis“ sowie UAB „Saldo Partneriai“ (2005-2008). 2008 arbeitete er beim Unternehmen UAB „Silikatas“. Am 9. Dezember 2008 wurde er in das Amt des Wirtschaftsministers einberufen.

Ministerpräsident Andrius Kubilius

Ministerpräsident Andrius Kubilius

MINISTERPRÄSIDENT
Herr Andrius Kubilius, VU/LCD

Andrius Kubilius wurde am 8. Dezember 1956 geboren. 1963-1974 besuchte er die 22. Mittelschule in Vilnius, 1974-1979 studierte an der Physikalischen Fakultät der Staatlichen Universität Vilnius. 1981-1984 promovierte er an der Staatlichen Universität Vilnius. Nach dem Promotionsstudium übernahm Herr Kubilius die Tätigkeit des wissenschaftlichen Mitarbeiters, Ingenieurs und Laboranten an der Staatlichen Universität Vilnius.
1988 wurde er Mitglied der Erneuerungsbewegung in Litauen (Lietuvos Persitvarkymo Sąjūdis). 1990-1992 wurde A. Kubilius zum Sekretär der Erneuerungsbewegung Litauens. Der amtierende Ministerpräsident wurde zu den Legislaturperioden 1992-1996, 1996-2000, 2000-2004, 2004-2008, 2008-2012 ins Parlament gewählt. Während seiner Amtszeit im Parlament war Herr Kubilius 1996 stellv. Parlamentspräsident, 1999-2000 Ministerpräsident der 10. litauischen Regierung, Oppositionsführer 2005-2006, Stellv. Parlamentspräsident 2006-2008.
Seit November 2008 hat Herr Kubilius das Amt des Ministerpräsidenten übernommen.
Andrius Kubilius ist Mitglied der Vaterlandsunion seit der Gründung der Partei 1993.

Politik

Politik in Litauen

Politische Geschichte und Entwicklung in Litauen
Von der ersten Erwähnung in den Quedlinburger Annalen 1009, bis zur ersten
Unabhängigkeitserklärung am 16. Februar 1918.

Das politsche Geschehen in Litauen in der Zwischenkriegszeit
Ab November 1918 mit der Bildung einer Regierung, bis zur Übergabe von Klaipeda
und der umliegenden Territorien (Memelland) an Deutschland im März 1939.

Litauen unter sowjetischer Besatzung
Ab dem 1939 unterzeichneten Molotov-Ribbentrop-Pakt, bis zum “Blutsonntag von Vilnius”
am 13. Januar 1991, bei dem 14 Personen ums Leben kamen.

Entwicklung von Litauen als unabhängiger Staat
Vom Beitritt Litauens in die Vereinten Nationen 1991, bis zur Übernahme der Ratspräsidentschaft der OSZE im Jahr 2011.

Politisches System in Litauen
Vom Staatsaufbau der parlamentarischen Republik 1992, bis zur gegenwärtigen aktuellen
Legislaturperiode des Seimas 2010.

Parteilandschaft in Litauen
Die 10 Parteien im litauischen Seimas der Legislaturperiode 2008 – 2012 im Portrait. Im litauischen Parteiregister sind über 30 politische Parteien eingetragen. Die Mehrheit davon ist bei den Parlamentswahlen an der 5%-Hürde gescheitert.

Geschichte des Seimas
Vom Wiederaufbau des unabhängigen Litauischen Staates am 15. Mai 1920, bis zur aktuellen Legislaturperiode.

Geschichte der litauischen Präsidenten
Von Antanas Smetona, dem ersten Staatsoberhaupt der Republik Litauen, bis zur aktuellen Präsidentin Dalia Grybauskaite.

Quellenangabe

Entstehung der russischen ethnischen Minderheit in Litauen

Die russische Minderheit in Litauen ist in Folge der jahrhunderte langen russischen Expansions- und Besatzungspolitik unter der Zarenherrschaft sowie unter den Sowjets (zumeist zum Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg) entstanden. Bevorzugte Regionen der russischen Minderheit waren die Ballungsgebiete Vilnius (Wilna), Klaipeda (Memel) und die Industriestandorte Elektrenai und Ignalina.

Seit 1979 (8,9%) hat sich der Anteil der russischen ethnischen Minderheit in Litauen kontinuierlich bis zum Jahr 2008 auf 5% verringert. In den ersten Jahren nach 1990 wanderten Angehörige der russischen Minderheit hauptsächlich nach Russland und in die Ukraine aus. Der andere Teil nahm das Angebot der litauischen Regierung wahr und die litauische Staatsangehörigkeit an. Denn im Gegensatz zu Lettland und Estland, ging Litauen den Weg der so genanten „Null-Lösung“. Das bedeutet, dass alle Einwohner, die bis zum 3. Februar 1989 legal in Litauen wohnhaft waren, die litauische Staatsbürgerschaft ohne weiteres erhalten konnten. Als litauische Bürger verfügen die ethnischen Minderheiten prinzipiell über alle politischen Rechte, d.h. sie können sowohl aktiv als auch passiv an den Wahlen teilnehmen.

Entstehung der polnischen ethnischen Minderheit in Litauen

Entstehung der polnischen ethnischen Minderheit in Litauen

Mit der Gründung des jagiellonischen Reiches Polen-Litauen (europäische Dynastie, die von 1386 bis 1572 die polnische Könige und die Großfürsten von Litauen stellte) liessen sich viele Polen im Gebiet des heutigen südöstlichen Litauen, der heutigen Westhälfte von Weißrussland und dem heutigen westlichen Drittel der Ukraine, außerdem in Nordmähren (Tschechien) und der nördlichen Slowakei nieder.

Aufgrund der Teilungen von Polen zwischen 1772 und 1795 kam der größte Teil unter russische Herrschaft. Mit dem Frieden von Riga 1921 bekam das wiedererstandene Polen fast die Hälfte der durch die Teilung an Russland abgetretenen Gebiete zurück. Doch schon 1939 verlor Polen die Gebiete erneut durch den Hitler-Stalin-Pakt und endgültig 1945 durch den mit der Sowjetunion geschlossenen Grenzvertrag. Die meisten dort lebenden Polen wurden anschließend nach Polen umgesiedelt. Die verbliebenen Polen haben sich zu fast zwei Dritteln an Litauer, Weißrussen und Ukrainer assimiliert. Inzwischen werden sie aber als nationale Minderheiten anerkannt.

Die polnische Minderheit lebt heute überwiegend im östlichen Teil von Litauen. Besonders in der Hauptstadt Vilnius und in der Umgebung. Vertreten werden sie u. a. durch den Bund der Polen in Litauen (polnisch: Zwiazek Polaków na Litwie). Der Kurier Wileński (deutsch: Vilniusser Kurier) ist eine in Vilnius erscheinende polnischsprachige Tageszeitung. Nasz Czas (deutsch: Unsere Zeit) eine in Vilnius herausgegebene polnischsprachige Wochenzeitung und mit Znad Wilii (deutsch: Von der Neris) sendet auch ein polnischsprachiger Radiosender (103.8 FM) aus der litauischen Hauptstadt bis in die angrenzenden Gebiete von Weißrussland. Es existieren noch viele weitere polnische Organisationen und Institutionen in Litauen. Zum Beispiel haben polnische Kinder die Auswahl unter mehreren polnischen Schulen.

Entstehung der russischen ethnischen Minderheit in Litauen

Wörterbuch

Hier wird das Wörterbuch bis Mitte Mai integriert…

Litauische Sprache

Die litauische Sprache (litauisch: lietuvių kalba) ist eine baltische Sprache innerhalb der indogermanischen Sprachen. Es gibt knapp 4 Millionen Sprecher des Litauischen. Litauisch ist Amtssprache in Litauen. Von den baltischen Sprachen existiert neben der litauischen nur noch die lettische Sprache.

Das Litauische zeichnet sich durch viele erhaltene altertümliche grammatische Formen aus, die sich zum Teil auch im Sanskrit (einer zusammengesetzen Sprache) oder in anderen alten indoeuropäischen Sprachen wiederfinden.

Die älteste handschriftliche Glosse, ein Vaterunser, stammt aus dem Jahr 1503. Das erste Buch ist der Katechismus des Martynas Mazvydas (Martinus Mossuid), gedruckt 1547 in Königsberg (heutiges Kaliningrad). Das erste Wörterbuch erscheint 1620: Dictionarium trium linguarum von Konstantinas Sirvydas (Constantin Szyrwid) in den Sprachen Polnisch – Latein – Litauisch.
Die Mehrheit der überlieferten frühen litauischen Werke aus dieser Zeit sind kirchliche Texte, die ins Litauische übersetzt wurden. Das Litauische war vom 16. bis zum Beginn des 20. Jh. eine Sprache der Dörfer, denn in den Städten wurde Polnisch (siehe: Geschichte von Litauen) gesprochen.

Da ein Teil des litauischsprachigen Gebietes zu Ostpreußen und somit zum Deutschen Reich gehörte und spätestens seit dem 19. Jh. eine intensive Germanisierung einsetzte, kann man viele Familiennamen litauischen Ursprungs heute auch in Deutschland antreffen. Zu den bekanntesten dürfte Wowereit aus lit. Voveraitis zu lit. vovere ‚Eichhorn‘ gehören. Weitere sind z. B. Kurbjuweit ‚Schusters Sohn‘ oder Adomeit ‚Adams Sohn‘. Allerdings entstanden im Litauischen auch im Laufe der Zeit viele russische, polnische und seit einigen Jahren auch englische Lehnwörter.

Einwohner-Städte

Fast 70% der Bevölkerung von Litauen leben in Städten. In Litauen gibt es – neben der Hauptstadt Vilnius (0,544 Mio. Einwohner) – vier Großstädte mit Einwohnerzahlen über 100.000 (Kaunas, Klaipeda, Siauliai und Panevezys). Allein in diesen fünf Grossstädten leben insgesamt 39 % der Bevölkerung.

Tabelle der grössten Städte in Litauen mit Einwohner-Entwicklung der letzten Jahre:
Stand 2008

Städte in Litauen

2006

2007

2008*

Vilnius

541.824

542.782

544.206

Kaunas

360.637

358.111

355.550

Klaipeda

187.316

185.936

184.684

Siauliai

129.037

128.397

127.043

Panevezys

115.315

114.582

113.668

Alytus

69.145

68.835

68.315

Marijampole

47.356

47.247

47.014

Mazeikiai

40.925

40.802

40.572

Jonava

34.696

34.521

34.436

Utena

32.881

32.789

32.569

* Noch nicht bestätigte Angaben.
(c) Statistikamt Litauen

Bevölkerungsstruktur

Ethnische Bevölkerungsstruktur in Litauen

Litauen betrachtet sich als multiethnischer Staat; litauische Staatsbürger können sich zu unterschiedlichen ethnischen Gruppen bekennen. Es wird sowohl nach Staatsangehörigkeit als auch nach ethnischer Zugehörigkeit bei einer Volkszählung gefragt.

Von den 3,366 Millionen Einwohnern sind 84,3 % Litauer, 6,2 % Polen, 5,0 % Russen, 1,1 % Weißrussen und 0,6 % Ukrainer. Juden, Deutsche (etwa 3.300 in Litauen 0,1%), Tataren, Letten und Roma, Armenier und „Sonstige“ machen zusammen etwa 0,7% der Bevölkerung aus. (Stand 2008, Statistisches Amt Litauen).

Demografie

Mit etwa 3,366 Mio. Einwohnern (1,8 Mio. Frauen und 1,56 Mio. Männer) liegt Litauen an 21. Stelle aller Mitgliedsländer der Europäischen Union. Wie sie den nachfolgenden Statistiken für Litauen entnehmen können, wird die demografische Entwicklung besonders gekennzeichnet durch einen kontinuierlichen Rückgang der Bevölkerung.

Die massiven Geburtenrückgänge und die steigende Lebenserwartung (bei Männern 65 Jahre, bei Frauen 77 Jahre) führen dazu, dass eine sinkende Zahl von Arbeitstätigen einer stetig wachsenden Zahl von Rentnern gegenübersteht. Frauen aus Litauen, was macht ihren Zauber aus? Der Anteil der Über-65-Jährigen in Litauen wird sich laut Eurostat-Bevölkerungsvorausschätzung von derzeit 15,8% im Jahr 2007 auf 26,7% im Jahr 2050 erhöhen.

Um trotz der Bevölkerungsalterung die Tragfähigkeit der litauischen Sozialsysteme sicherzustellen, müsste die Politik vor allem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Integration von Ausländern wesentlich verbessern. Denn nur so kann man die Beschäftigungsquoten auf lange Sicht gesehen steigern.

Seit der politischen und wirtschaftlichen Wende 1989 haben mehr als 300.000 Litauer (8% der Einwohner) ihr Land verlassen. Besonders im Gesundheitswesen und der Informationstechnologie gibt es massive Probleme an qualifizierten Arbeitskräften.

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