Litauen: ein neues Rundreise-Angebot für Litauen

Burg Trakai

Burg Trakai

Das Angebot an Rundreisen im Baltikum wird 2018 erweitert, wie im Dezember bekannt gegeben wurde. Denn nunmehr hat der Hamburger Reiseveranstalter Schneider Reisen eine neue Kleingruppenreise namens „Litauen exklusiv“ ins Programm aufgenommen. An dieser Rundreise unter deutscher Reiseleitung können maximal bis zu 16 Personen teilnehmen.

Durch diese überschaubare Gruppengröße ist gewährleistet, dass die Besucher, die in außergewöhnlichen Hotels der gehobenen Preisklasse untergebracht werden, intensive Einblicke in die Gegenwart und die Vergangenheit des Landes machen können. Schließlich haben zahlreiche andere Nationen wie Polen, Russland und Deutschland dieses in den vergangen Jahrhunderten geprägt und bis heute ihre Spuren hinterlassen.

Das erwartet die Besucher auf der Rundreise

Selbstverständlich dürfen die Hauptstadt Vilnius oder die Kurische Nehrung nicht im Programm dieser Rundreise fehlen. Darüber hinaus lernen die Besucher auch kleine Handelsstädte, Schlösser, historische Burgen und Orte, die zur Zeit der Sowjetunion von Bedeutung waren, kennen. Zu diesen Stationen gehören neben dem Seebad Palanga auch der Zemaitija-Nationalpark. Hier hielten die sowjetischen Besatzer eine Abschussbasis für

Vilnius

Die Hauptstadt Vilnius.

Mittelstreckenraketen versteckt. Zu den weiteren Stationen gehören die Burg von Trakai, die kleine Stadt Kedainiai sowie der Grutas-Park. In diesem können die Besucher Statuen sowie alltägliche Gegenstände aus der Zeit der Sowjetunion besichtigen.

Im Preis für diese insgesamt zwölftägige Reise ist auch die An- und Rückreise per Fähre nach Kiel enthalten. Die Teilnehmer übernachten ausschließlich in Drei- und Vier-Sterne-Hotels. Darunter in außergewöhnlichen Häusern wie etwa dem Schlosshotel auf der Burg Panemune oder in Kaunas im zum Kloster Pazaislis gehörigen Hotel Monte Pacis.

Die Parnidis-Düne: den Ausblick über die Ostsee genießen

Ein ganz besonderes Highlight erwartet die Besucher Litauens auf der Kurischen Nehrung. Ganz in der Nähe der Ortschaft Nida befindet sich nämlich die Parnidis-Düne, die zu den größten Wanderdünen in ganz Europa zählt und ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen ist.

Parnidis-Düne

Geographisch gesehen liegt die Parnidis-Düne etwa einen Kilometer südwestlich von Nida und rund 1,5 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Die Hänge der Wanderdüne fallen nach Osten hin direkt in das Kurische Haff ab. Einst hatte die Parnidis-Düne eine Höhe von mehr als 60 Metern, heute liegt sie hingegen nur noch 44 Meter über dem Meeresspiegel. Dafür verantwortlich sind neben der natürlichen Erosion auch menschliche Einflüsse wie das unerlaubte Klettern an den steilen Hängen der Parnidis-Düne. Allein zwischen den Jahren 1984 und 2004 ist sie um 15 Meter geschrumpft.

Die Sandduenen von Nida

Die Sanddünen von Nida

Die Parnidis-Düne als Ausflugsziel

Da die Parnidis-Düne auf dem Gebiet des Nationalparks Kurische Nehrung liegt, gilt sie als beliebtes Ausflugsziel bei Einheimischen und Besuchern des Landes. An der höchsten Stelle der Düne befindet sich eine Aussichtsplattform, von der aus die Besucher den Ausblick auf das Kurische Haff und die Ostsee genießen können. Des Weiteren wurde 1995 eine Sonnenuhr in Form einer Steinsäule mit einer Höhe von 13,8 Metern errichtet.

Über die Düne führen mehrere Wanderwege, jedoch ist das Verlassen der Wege ebenso wie das Klettern an den Hängen streng verboten. Der Grund: Dadurch soll verhindert werden, dass Sand abrutscht und das Schrumpfen der Parnidis-Düne verlangsamt werden.

Pervalka

Nida, Kurische Nehrung

Nida, die Perle der Kurischen Nehrung, ist eines der beliebtesten Urlaubsziele (mit dem Kurort Palanga) an der Ostseeküste in Litauen. Nicht nur Einheimische, sondern auch deutsche Urlauber, Touristen aus der ehemaligen Sowjetunion und Exil-Litauer aus aller Welt, machen das ehemalige Fischerdorf in den Sommermonaten zum Mittelpunkt des Fremdenverkehrs auf der Kurischen Nehrung. Nida ist mit seinen bis zu 60 Meter hohen Dünen, die sich bis hin in den russischen Teil der Nehrung erstrecken, einzigartig.

Besonders auffallend sind in Nida die farbenfrohen kurischen Holzhäuser. In den typischen Farben kobaltblau, titanweiß und eisenrot mit ihren bunten, teilweise etwas verwilderten Blumengärten, werden diese als Wohnhäuser, Verkaufsläden, Bistros, Pensionen, Hotels oder als Restaurants genutzt. Schon früher verbrachten Künstler und Schriftsteller viel Zeit in Nida, unter ihnen der Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Buddenbrooks), die Maler Corinth, Pechstein und Mollenhauer. Das Ferienhaus / Sommerhaus von Thomas Mann ist auch eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Nida.

Beschauliche Fischerkaten, das ruhig liegende Kurische Haff, weite Kieferwalder, die rauschende Ostsee mit einem scheinbar endlosem weissen Sandstrand, die Wanderwege und natürlich die berühmte Große Düne mit dem phantastischen Ausblick vom Haff bis zur Ostsee, machen Nida mit seinen Schönheiten zum beliebtesten Ausflugsziel auf der Kurischen Nehrung.

Landkarte Kurische Nehrung Karte

Landkarte Kurische Nehrung Karte
Landkarte Kurische Nehrung. Karte der Kurischen Nehrung, Infos zu den Städten auf der Kurischen Nehrung mit Landkarten und Sehenswürdigkeiten. (c) Leidykla BRIEDIS

Fast ein halbes Jahrhundert war sie abgesperrt, mit Raketenstellungen bestückt, für Urlauber unerreichbar: die Kurische Nehrung, wo die Memel durch ein Delta ins Haff mündet und eine schmale Landzunge Ostsee und Haff trennt. Im 1991 wurde die Nehrung zum „Kursiu Nerija National Park“ (KNNP) erklärt. 26.474 Hektar groß, schützt er Pflanzen- und Tierarten, deren Bestand bedroht oder bereits ausgestorben ist.

Seit dem Zerfall der Sowjetunion ist die Nehrung zweigeteilt. Die westliche Hälfte gehört zu Russland, die östliche zu Litauen. Im Jahr 2000 wurde die Kurische Nehrung und damit die einzigartige Dünenlandschaft als auch das Kulturerbe der kurischen Fischerbevölkerung, Wohnhäuser, Kirchen und Friedhöfe in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen.

Schon Alexander von Humboldt schätzte die Eigenheit des Küstenstreifens:
„Die Kurische Nehrung ist so merkwürdig, dass man sie eigentlich ebenso gut als Spanien und Italien gesehen haben muss, wenn einem nicht ein wunderbares Bild in der Seele fehlen soll.“

Neringa heißt der Zusammenschluss der Orte (Alksnyne, Nida, Preila, Pervalka und Juodkrante) auf der Kurischen Nehrung!

Juodkrante

Smiltyne

Smiltyne ist ein Territorium des Nationalparks der Kurischen Nehrung. In Smiltyne befindet sich eine der TOP Sehenswürdigkeiten in Litauen, ja sogar in Europa. Das Delphinarium und Meeresmuseum in der Smiltynes Str. 3, welches über 400.000 Besucher im Jahr verzeichnet. Das Delphinarium zusammen mit dem litauischen Seemuseum und das Aquarium bilden einen einzigartigen Komplex, der die Wasserwelt den Besuchern aus ganz Europa und Übersee näher bringt.

Den Besuch des litauischen Meeresmuseums und des Delphinariums, das sich in einer alten preußischen Festung befindet, sollten sie sich nicht entgehen lassen. Sie können nach Smiltyne von Klaipeda durch Fähren vom alten Fähre-Anschluss (nur Fussgänger und Fahrradfahrer) zu 2 LT (Hin-und Rückfahrt inkl.) übersetzen. Die Anfahrt mit dem Auto (40 LT) oder Bus (je nach Bussgrösse von 65 bis 160 LT) findet vom neuen Fähren-Terminal statt. Die Personen-Fähre befindet sich in der Žveju Str. 8 an der Altstadt, die größere Autofähre weiter südlich in der Nemuno Str. 8 in Klaipeda.

Alksnyne

Kurische Nehrung

Die Kurische Nehrung ist eine schmale, aber fast hundert Kilometer lange Landzunge, die das Haff von der Ostsee trennt. Die Kurische Nehrung liegt zwischen Klaipeda (dt.: Memel) und Lesnoje (deutsch: Sarkau), von dem heute 52 km zu Litauen und 46 km zu Russland (Kaliningrader Gebiet) gehören. Seit 2000 gehört die Kurische Nehrung zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der seit 1945 litauische Teil der Kurischen Nehrung wurde zum Nationalpark Kuršių Nerija, der russische Teil zum Nationalpark Kurschskaja Kossa erklärt.

Karte Kurische Nehrung Landkarte
Grosse Landkarte Kurische Nehrung mit weiteren Infos. (c) Leidykla BRIEDIS

Gerade der litauische Teil der Kurischen Nehrung ist ein beliebtes Reiseziel, Mittelpunkt des Tourismus ist die Ortschaft Nida (ehemals Nidden), wo sich viele Hotels, Pensionen, Ferienhäuser, Ferienwohnungen und der einzige Campingplatz auf der Kurischen Nehrung befinden.

Die Kurische Nehrung ist eine ganz eigenartige Landschaft; ein lang gestreckter Sandkasten, die Dünen sind bis sechzig Meter hoch; durchaus Sahara-würdig. Der Sage nach, soll die schöne Riesin Neringa den Sand in ihrer Schürze herbeigeschleppt und aufgeschüttet haben, um die Kuren vor der Gewalt des Meeresgottes Bangputis zu schützen. Die breiteste Stelle der Kurischen Nehrung mit 3,8 km befindet sich beim Bulvikio ragas (Bullwikscher Haken), vier Kilometer nordöstlich von Nida. Die schmalste liegt bei der Siedlung Lesnoje (deutsch: Sarkau, litauisch: Sarkuva) und ist nur 380 m breit.

Die Nehrung besteht ausschließlich aus Sand mit riesigen Wanderdünen, die in den vergangenen Jahrhunderten, nach der Abholzung in der frühen Neuzeit, immer wieder Ortschaften unter sich begruben. Die Große Düne bei Nidden (litauisch Nida), eine der größten Dünen in Europa, wird auch die ostpreußische Sahara genannt.

Wetter Nida

Das Wetter in Nida, Wettervorhersage für Nida auf der Kurischen Nehrung mit detaillierten Wetterinformationen.

Aktuelles Wetter und 5-Tage Wettervorhersage für Nida

Aktuelles Wetter und 5-Tage Wettervorhersage für Nida

Wetter Nida
Kurische Nehrung

In Nida (ehemals Nidden) verbrachte schon Nobelpreisträger Thomas Mann seinen Urlaub. Beeindruckt von den riesigen Dünen zwischen Kurischem Haff und Meer beschloss die Familie Mann, sich hier ein Sommerhaus zu bauen. Drei Sommer verbrachte der Literatur-Nobelpreisträger Anfang der dreißiger Jahre im damaligen Nidden. Das nach seinen Vorstellungen gebaute hölzerne und reetgedeckte Ferienhaus auf dem „Schwiegermutterberg“ am östlichen Ortsrand von Nida beherbergt heute ein kleines Museum. Camping in Nida, eine günstige Alternative für ihren Aufenthalt.

Die Kurische Nehrung in Litauen hat die höchsten Dünen in Europa, Elchreviere und die berühmten Seebäder Nida und Joudkrante. Landschaftlich sieht es aus wie am Mittelmeer, an der afrikanischen Küste oder inmitten der Sahara. Die Dünen der Kurischen Nehrung im Nordosten Europas sind in ihrer Art einzigartig.

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