Pärnu, Kurort und Sommerhauptstadt von Estland

Pärnu ist die offizielle »Sommerhauptstadt« von Estland, die Perle der estnischen Ostseeküste. Diesen Ruf verdankt Pärnu ihrer Lage am Nordende der windgeschützten Rigaer Bucht und natürlich auch den herrlichen Stränden.

Pärnu gilt mit 50.000 Einwohnern als die kleinste „Großstadt“ in Estland. Im Südwesten gelegen befindet sich Pärnu direkt an der Mündung des gleichnamigen Flusses, der die Altstadt von der Neustadt trennt, und verfügt über einen drei Kilometer langen wunderschönen Sandstrand. Dieses geografische Privileg weiß man in Pärnu schon seit langer Zeit zu nutzen, denn schon seit 1883 ist die einstige Hansestadt Pernau, heute Pärnu, ein Kurort.

Als besonderer Anziehungspunkt für Gäste fungieren die Moorbäder und der heilsam wirkende Ostseeschlamm. Viele SPA-Hotels in Pärnu bieten ein breit gefächertes Erholungs- und Regenerierungsangebot. Gute Hotels zu günstigen Preisen, Kuranlagen und Rehabilitations-einrichtungen, und vor allem natürlich der prächtige, weiße Sandstrand ziehen immer mehr ausländische Urlauber an.

Auch das Kultur- und Freizeitprogramm des Seebades trägt zu seiner großen Beliebtheit bei. Am Stadtstrand gibt es viele Sportangebote und einen Yachthafen. Wirklich sehenswert ist hier auch das Strandhotel, das an ein Schiff erinnert. Da die Bucht zum Rigaer Meerbusen sehr flach ist, halten sich an diesem Strand gerne Familien auf. Bis man in tieferes Wasser kommt, muss man einige Zeit laufen. Es gibt überall Umkleidekabinen, Spielplätze und Volleyballfelder. Mit schönen Bootsausflügen auf der Ostsee ist die Unterhaltung für die ganze Familie im Urlaub natürlich garantiert.

Auch für die Liebhaber der Kultur hat Pärnu vieles zu bieten: Das Museum für Moderne Kunst (Uue Kunsti Muuseum) in Pärnu stellt neben den Werken von Witkin und Rustin auch Werke von Picasso und auch Corneille und sogar auch Yoko Ono aus. Neben seinen Strandpassagen kann der Kurort auf mehrere wunderschöne Stadtparks, zahlreiche gemütliche Cafés sowie Discotheken und Nachtclubs für die Anhänger von Partys aufweisen.

Sehenswürdigkeiten in Pärnu
In der Altstadt von Pärnu gibt es viele Baudenkmäler zu besichtigen. Das Tallinner Tor ist eines der vier Stadttore und hat viele Kriege überdauert. Im 17. Jahrhundert erbaut erinnert es an einen Triumphbogen. Von den ehemaligen Befestigungsanlagen steht noch der rote Turm, seiner Zeit diente er als Gefängnisturm. Leider ist er nicht mehr vollständig erhalten.

Für die Liebhaber von barocken Kirchen ist die im Jahre 1767 erbaute Katharinenkirche einen Besuch wert. Diese Barockkirche ist sehr auffallend, denn sie besitzt einen schmalen Turm mit hoher Spitze. Direkt daneben befindet sich eine Kuppel, die wiederum von vier kleineren Türmchen umgeben ist. Die Orgel in der Elisabethkirche aus dem Jahr 1929 zählt zu den besten des ganzen Landes.

Trotz aller dieser Vorteile ist Pärnu nicht nur ein beliebtes Reiseziel im Sommer. Auch die Liebhaber weißer Landschaften kommen voll auf ihre Kosten. Die Landschaft rund um Pärnu bietet im Winter traumhafte Impressionen. Im Winter können hier Langlaufloipen genutzt werden. Die schönen Wellness-Hotels in Pärnu machen die Symbiose von angenehmer Entspannung und Wintersport perfekt.

Kohtla-Järve

Kohtla-Järve befindet sich im Nordosten von Estland, nahe an der Ostsee am Finnischen Meerbusen, und ist als Industriestadt bekannt geworden. Die Stadt tat einen bedeutenden Schritt in ihrer Entwicklung, als der Ölschiefer in der Region entdeckt wurde. Die Bevölkerung begann, den Ölschiefer abzubauen, und im Jahr 1924 wurde dann die erste Fabrik eröffnet, um den abgebauten Schiefer auch zu verarbeiten. Gleichzeitig entstand auch die erste Arbeitersiedlung.

Die Stadtrechte bekam Kohtla-Järve erst 1946 zugesprochen. In den folgenden Jahren erfolgten viele Eingemeindungen der umliegenden Orte. Nach diesen Eingemeindungen erreichte die Einwohnerzahl die Grenze von 90.000. Zwar erhielten 1991 etliche eingemeindete Orte ihre Selbständigkeit zurück, dennoch ist Kohtla-Järve mit heute noch 45.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt (hinter Tallinn, Tartu und Narva) in Estland.

Ein interessantes Detail von Kohtla-Järve ist sicherlich, dass sie sich nicht über eine direkt zusammen liegende Fläche erstreckt sondern vielmehr neben dem Kern der Stadt viele auseinander liegende Stadtteile besitzt.

Nachdem in der Stadt viele Industriebetriebe zusammenbrachen zogen viele Bewohner weg, um in anderen Städten Arbeit zu finden. Die Intensität dieses Industriezweiges, der auch eine starke Belastung für die Umwelt bedeutet, hat abgenommen. Dennoch ist Kohtla-Järve immer noch ein Zentrum für den Abbau und auch die Verarbeitung des Ölschiefers. Bis heute gibt es dort Fabriken, hier werden Baustoffe und Möbel sowie auch Torfbriketts hergestellt, außerdem gibt es hier auch eine Leicht- und Nahrungsmittelindustrie.

Um an die glorreiche Zeit der Industrialisierung der Stadt zu erinnern wurde ein Ölschiefermuseum errichtet. Ein weiteres Kulturhighlight ist auch eine Zweigstelle des Staatlichen Estnischen Kunstmuseums.

Kohtla-Järve hat Norderstedt (Schleswig-Holstein) als Partnerstadt. Im Rahmen dieser Städtepartnerschaft findet jährlich ein reger Austausch an Schülern und auch Vereinen statt, sogar ganze Chöre werden hier getauscht. Diese Städtepartnerschaft umfasst auch einige Gemeinden, die wieder aus der Gemeinschaft heraus in die Selbständigkeit ausgegliedert wurden.

Narva

Narva im Nordosten von Estland gelegen, wird von dem Fluss, der den gleichen Namen wie die Stadt trägt, von Russland getrennt. Die wohl am meisten geschichtsträchtigste aller Städte der Region ist der Vorposten von Estland zu Russland. Mehr als 90 Prozent ihrer 70.000 Einwohner sind Russen.

Leider hat die Stadt kein größeres touristisches Gewicht. Die architektonischen Verfehlungen aus der Sowjet-Ära machen Narva nicht gerade zu einem Touristen-Magneten. Im Verlauf des 2. Weltkriegs wurde Narva großflächig zerstört. Narvas Stadtarchitektur im Barockstil aus der Zeit der Schweden galt früher als so ziemlich die schönste im ganzen Ostseeraum. Davon blieb nach dem Jahr 1944 nicht viel übrig, Narva war schwer umkämpft und dies führte dazu, dass nahezu alle Häuser zerstört wurden.

Heute wird das Stadtbild von Plattenbauten geprägt, da es offensichtlich an Geld und auch Inspiration für eine umfassendere Strukturierung der neuen Häuser fehlt. Doch überhaupt schien städtebauliche Ästhetik in Narva nicht immer unbedingt ein Thema gewesen zu sein, denn da Narva die Rolle einer Festungsstadt innehatte, musste natürlich die Aufgabe der Verteidigung in Vordergrund stehen. Sie sollte nicht architektonisch hübsch anzusehen sein, sondern seinen Bewohnern Schutz bieten.

In der heutigen Zeit gibt es nur noch vereinzelte Bauten und Monumente, die mittelalterliche Ursprünge durchblicken oder auch nur Vergleichbares erahnen lassen. Symbolisch stehen sich direkt an der Narva zwei mächtige Festungen aus dem Mittelalter gegenüber, nämlich die estnische Hermannsfeste und auf der russischen Seite die Burg Ivangorod. Diese Burgen zeigen bestens die strategisch wichtige Position dieser Stadt auf. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Hermannsfeste, diese einst ungemein wichtige Festungsanlage, wieder aufgebaut, und prägt seitdem wieder das Erscheinungsbild der Stadt. Der mächtigste Wehrturm dieser Festungsanlage ist der ca. 50 Meter hohe „Lange Hermann“, auch Pikk Hermann genannt. Er verfügt über mehrere Etagen, in denen sich heute als Zeugnis der bewegten Stadttradition eine ganze Reihe von öffentlichen Kunst-Sammlungen befinden.

Aus dem Zentrum der Stadt wurde das einzige Lenindenkmal, das im ganzen Baltikum noch zu finden ist, in den Schlosshof verlegt. Das Barockrathaus wurde im Mittelpunkt der Altstadt wieder errichtet. Es wurde ursprünglich 1671 fertiggestellt, aber im Geschichtsverlauf entging auch dieses Gebäude nicht der Zerstörung. Jedoch wirkt das schmucke Gebäude in dieser gänzlich schmucklosen Umgebung gänzlich fehl am Platz.

Die Stadt Narva liegt mit der Ostseite direkt am Peipsi Järv, dem Peipus See. Mit seiner Länge von 140 Kilometern und seiner Durchschnittstiefe von 8 Metern ist dieser See bestens zum Baden geeignet. Auf Grund einer sehr geringen Tiefe dieses Sees ist in den Sommermonaten das Wasser mindestens 22 Grad Celsius warm. Diese Tatsache lockt natürlich viele Touristen an die herrlichen Sandstrände und natürlich auch in die Föhrenwälder. Wie in der gesamten Stadt kann man auch hier am See den Einfluss der estnisch-russischen Geschichte nicht zu leugnen. Die um den See gelegenen Dörfer wechseln sich zwischen estnisch- und russischstämmige Dörfer ab.

Tartu

Wenn man einen Menschen fragt, der bereits die Stadt Tartu besucht und erlebt hat, der wird diese Stadt mit Sicherheit mit folgenden Worten beschreiben: Tartu, eine Stadt zum Wohl fühlen und genießen, hier kann man bummeln und sich darin verlieben, an diese Stadt wird man sich immer erinnern.

In der Stadt Tartu (Dorpat) verbinden sich eine alte Kultur und junges Leben zu einer einzigartigen Symbiose. Erstmals schriftlich erwähnt wurde Tartu im Jahre 1030, und somit darf sich die Stadt zu Recht als älteste Stadt im Baltikum bezeichnen, obwohl sie unter vielen verschiedenen Namen in den Chroniken erscheint.

Im Jahre 1632 wurde in Tartu die berühmte Universität gegründet. Seitdem ist die Stadt zu einer Studentenhochburg mit einem außerordentlich guten Ruf herangewachsen. An dieser Universität studieren viele junge Menschen, die in der ganzen Welt zu Hause sind. Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass gerade diese jungen Leute das Stadtbild entscheidend prägen.

Das Viertel rund um das Rathaus und die Universität sind die Bereiche, in denen sich das gesellschaftliche Leben abspielt. Alles ist hier sehr gut zu Fuß zu erreichen, was natürlich gerade für die jungen Menschen sehr wichtig ist. Das Stadtbild von Tartu wird auch wesentlich geprägt von dem Fluss Emajögi (Embach). Man könne sagen, dass der Emajögi für Tartu dieselbe Bedeutung hat wie die Donau für Wien. Der Emajögi verbindet zudem die beiden größten Seen von Estland.
Vor den Toren der Stadt gibt es auch ein Skilanglaufparadies, Otepää, hier finden im Winter internationale Skiwettbewerbe statt. Aber auch im Sommer wird dieses Gebiet gerne von den Touristen besucht, denn die Landschaft ist mit 130 Seen übersät und lädt dazu ein, auch einmal im Sommer eine schöne Wanderung zu unternehmen, oder ganz einfach die wundervolle Ruhe zu genießen und dabei die Seele baumeln zu lassen.

Tartu ist außerdem bekannt als das Kultur- und Tourismuszentrum von Südestland. Die architektonische Vielfalt der Hansestadt und die Kulturevents, die jedes Jahr in großer Anzahl stattfinden, locken sehr viele Touristen Jahr für Jahr an.

Obwohl die Altstadt natürlich sehr stark an die fast 1000 Jahre voller Geschichte erinnert, ist die Bevölkerung von Tartu sehr bestrebt, weiter nach vorne zu blicken. Um die 46.000 Einwohner der insgesamt 101.000 Bewohner dieser Stadt beschäftigen sich hier entweder mit dem Lernen oder dem Lehren. Dass sich somit ein immenses Potential für alle Unternehmen, die zukunftsweisend sind, ergibt, ist für diese moderne europäische Stadt mit all ihren Theatern und einladenden Bars vollkommen klar.

Sehenswürdigkeiten von Tartu
Bei einem Besuch dieser Stadt sollte man einige interessante Plätze und Orte auf jeden Fall gesehen haben. Die gesamt Altstadt ist eine einzige Sehenswürdigkeit. Der Domberg mit der Domruine und das Gustav Adolph Denkmal gehören auch zum Pflichtprogramm. Da sich hier das gesamte gesellschaftliche Leben der Stadt abspielt, sind der Marktplatz und das Rathaus die besten Möglichkeiten, um mehr von den Menschen kennen zu lernen und die kulinarischen Köstlichkeiten in den Restaurants und den Bierkellern rund um den Marktplatz auszuprobieren.
Essen und trinken unter Sonnenschirmen, den imposanten Bierkeller in der alten Festungsmauer, der früher ein Pulverkeller war, besichtigen, all das kann man hier rund um den Marktplatz erleben.

Das beliebteste und mit Sicherheit meist fotografierte Objekt in ganz Tartu ist wohl der Brunnen vor dem Rathaus. Das sich küssende Paar unter dem Regenschirm wird immer gerne für die Ewigkeit festgehalten. Empfehlenswert sind auch die vielen Museen der Stadt, unter anderem das Kunstmuseum im Schiefen Haus, das der russische Feldherr aus den napoleonischen Kriegen, Barclay de Tolly, für sich bauen ließ.
Auch die Sternwarte und die vielen Kirchen der Stadt Tartu gehören zu den Sehenswürdigkeiten. Das auffallendste Merkmal von Tartus ist das harmonische Miteinander von städtischen Leben und einer großen Anzahl von Grünflächen. Tartu ist mittlerweile zur zweitgrößten Stadt in Estland aufgestiegen. Dem Charme dieser Stadt kann man sich kaum entziehen.

Tallinn

Die alte Hansestadt Tallinn mit 403.000 Einwohnern ist die Hauptstadt von Estland. Tallinn hat in der Vergangenheit viele Namen getragen, Litna, Kolovan und Reval sind nur einige davon.

Tallinn liegt im nordöstlichen Teil der Ostseeregion direkt am Meer und hat sehr viele historische Bauwerke erhalten können. In der historischen Altstadt von Tallinn findet man viele gut erhaltene Kaufmannshäuser. Je nach Alter der Häuser kann man deutlich erkennen, unter welcher Herrschaft Estland gestanden hat, als das Bauwerk errichtet wurde. Die Schweden, Dänen und auch Deutschen sowie die Russen zur Zarenzeit prägten die Bauweise in Tallinn ganz enorm. Das waren natürlich beste Gründe, um die Altstadt von Tallinn in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufzunehmen.

Große Teile der ehemaligen Stadtmauer mitsamt einigen Wehrtürmen sind sehr gut erhalten, vieles wurde im Laufe der Jahre liebevoll restauriert, um die Bedeutung von Tallinn in der Geschichte als Festung in Erinnerung zu behalten. Noch begehrter ist die Stadtmauer wegen des wunderschönen Blicks auf die roten Ziegeldächer der Altstadt.

Tallinn ist für Estland der zentrale Dreh- und Angelpunkt. Hier laufen alle wirtschaftlichen, politischen und auch kulturellen Fäden zusammen. Etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Landes im Baltikum wohnt in Tallinn. Durch diese Bevölkerungsdichte kann man die Stadt auch zu Recht als europäische Metropole bezeichnen, obwohl Tallinn im Vergleich zu allen anderen europäischen Hauptstädten weitaus weniger bekannt ist. Das heißt jedoch nicht, dass Tallinn nicht einen Abstecher wert wäre, ganz im Gegenteil.

Obwohl die estnische Hauptstadt viele historische Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, ist Tallinn doch eine moderne Stadt. Wer viel Kultur erleben möchte, der ist hier absolut richtig, das kulturelle Angebot ist sehr vielfältig, zahlreiche Feste und Konzerte erwarten den interessierten Touristen. Natürlich wird das Angebot auch durch sehenswerte Museen und Kunstgalerien ergänzt. Auch ein Freilichtmuseum in Rocca al Mare gibt es zu besichtigen. Hier wurden Fundstücke aus der Bauernarchitektur des gesamten Landes zusammengetragen und ausgestellt. Die meisten dieser Attraktionen sind in der Altstadt zu finden. Wer einen eindrucksvollen Blick über die Dächer der Altstadt erhaschen will, der sollte den Domberg Toompea besichtigen. Hier bietet sich ein umfassender Panoramablick sowohl über die Altstadt als auch zu den Kuppeln der Alexander-Newskil-Kathedrale.

Aber auch außerhalb der Altstadt ist Tallinn nicht weniger attraktiv. Ein Schloss mit einem Schwanenteich inmitten eines barocken Parks mit Namen Kadriorg ist nur eine der vielen Attraktionen in Tallinn. Dieses Schloss beherbergt eine weitere Besonderheit, denn in einem Teil residiert der Präsident und in einem anderen Teil ist ein Kunstmuseum untergebracht.

Und wer nicht unbedingt an der Kultur interessiert ist, der kann auch einen Tag im wunderbaren Zoo von Tallinn verbringen. Zu besichtigen gibt es außerdem einen botanischen Garten, ein altes U-Boot und ein Eisbrecher warten ebenso auf interessierte Urlauber. Im Hafen von Tallinn unweit der Altstadt gelegen bietet sich die Möglichkeit, die großen Fähren hautnah zu erleben. Hier erlebt man einen Hauch von internationalem Flair.

Natürlich kommen in Tallinn auch die Nachtschwärmer auf ihre Kosten. Viele Restaurants und Straßencafés bieten eine interessante Abwechslung. In Tallinn verbindet sich auf ideale Weise der Charme der antiken Altstadt mit dem Flair der modernen Metropole.

Anmerkung: Zum einen wird Tallinn Europäische Kulturhauptstadt 2011, zum anderen möchte ich ihnen die Tourismus Info Homepage der Stadt Tallin als positives Beispiel nennen. Die Tourismus Info Homepage von Vilnius zum Vergleich ist davon Lichtjahre entfernt.

Städte in Estland

Tallinn – Wenn man sich in Tallinn befindet, dann weiß man sofort, was man viele Jahre versäumt hat. Direkt am Meer gelegen bietet Tallinn eine große Anzahl an historischen Bauwerken. Die Einflüsse der unterschiedlichen Herrscher, die über viele Jahre Estland besetzt hielten, sind unverkennbar zu beobachten.
In der Altstadt gibt es noch die historischen Kaufmannshäuser, die die unverkennbaren Zeichen der unterschiedlichen Herrscher tragen. Dies ist einer von vielen Gründen, die die UNESCO dazu veranlasste, die historische Altstadt von Tallin auf die Liste des Weltkulturerbes zu setzen.
Tallinn ist allerdings nicht in der Zeit stehen geblieben. Das große kulturelle Angebot und ein aufregendes Nachtleben zieht jedes Jahr viele Tausend Touristen in ihren Bann. Kirchen, Museen, Kunstgalerien und Restaurants beherrschen das Stadtbild, und auch die im Sommer zahlreich stattfindenden Sängerfeste sind große Attraktionen.

Pärnu – Die kleine Hafenstadt im Südwesten von Estland gelegen ist mit Abstand der beliebteste Ferienort in Estland. Ein Fünftel der gesamten Stadtfläche wird von Grünflächen beherrscht. Pärnu nennt einen großen Yachthafen sein eigen. Mit einem drei Kilometer langen Sandstrand ist Pärnu das wichtigste Seebad. Dieser Sandstrand sorgte unter anderem dafür, dass der Ort zu einem touristischen Zentrum wurde. Auch hier ist es wieder die Altstadt, die eine besondere Faszination bietet. Von Wasser umgeben gibt es hier Kirchen und zahlreiche Bauten aus dem 17. bis 19. Jahrhundert zu bewundern.

Tartu – Die Universitätsstadt Tartu, ehemals Dorpat, ist zu einer wahren Studentenhochburg herangewachsen. Sie ist die zweitgrößte Stadt in Estland und als das Kultur- und Tourismuszentrum von Südestland bekannt. Architektonische Vielfalt, Sehenswürdigkeiten und viele Kulturevents sorgen für die Anziehungskraft, die jedes Jahr viele Touristen in ihren Bann zieht.

Narva – Die Stadt Narva im Nordosten von Estland wird nur durch den gleichnamigen Fluss von Russland getrennt. Sie ist die drittgrößte Stadt in Estland, aber aus touristischer Sicht von keinerlei Bedeutung. Natürlich gibt es auch hier einige sehenswerte Details, die aber nicht von allzu großer Bedeutung sind.

Haapsalu – Die Hafenstadt Haapsalu bietet als Attraktion eine alte Bischofsburg. Hier kann man auch den aus dem 13. Jahrhundert stammenden Dom besichtigen. Im Mittelalter auf einer Landzunge angelegt beherbergt die Altstadt heute viele Bauten aus dem 19. Jahrhundert.

Saaremaa – Saaremaa ist zwar keine Stadt, sondern vielmehr eine Insel, und zwar die größte von Estland und zudem eine unter etwa 1500. Hier erwähnt werden muss sie auf jeden Fall, denn wie eine Stadt auch hat Saaremaa viele Attraktionen zu bieten.
Die Landschaft ist einfach nur wunderschön, Dünen, Halbinseln und viele Buchten verzaubern die Urlauber ebenso wie die Wacholderheiden und die wunderbaren flachen Strandseen. Hochmoore mit großem Artenreichtum im Westen der Insel bieten einen idealen Brutplatz für unzählige Vogelarten. Um hier die unberührte Natur zu erhalten wurde der gesamte Westen der Insel unter Naturschutz gestellt.
Im Südosten der Insel befinden sich die Kraterseen von Kaali. Sie entstanden bei einem Meteoritenaufschlag und stehen ebenfalls unter Naturschutz. Zahlreiche mystische Sagen und Legenden ranken sich um diesen Ort. Auch die Hauptstadt Kuressaare hat eine attraktive Altstadt. Sie ist als Moorbad bekannt geworden und bietet außerdem eine gut erhaltene Bischofsburg.

Hiiumaa (Dagö) – Auch die zweitgrößte Insel von Estland soll hier noch erwähnt werden. Die Landschaft ist genauso attraktiv wie die Landschaft auf der Insel Saaremaa. Hier kann der Urlauber zusätzlich den Leuchtturm Köpu erleben. Dieser Leuchtturm befindet dich auf einer Erhebung der Insel. Auch hier ist wieder innerhalb der Architektur der Einfluss der früheren Besetzer und Kämpfe um die Vorherrschaft im Land deutlich erkennbar.

Sehenswürdigkeiten in Estland

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Estland im Überblick:

Die touristische Infrastruktur gerade in den größeren Städten ist in Estland sehr gut entwickelt. In der estnischen Hauptstadt Tallinn, in früheren Jahren hieß Tallinn übrigens Reval, gibt es aus touristischer Sicht vieles zu entdecken:

Die Altstadt von Tallinn zählt zum UNSCO-Weltkulturerbe und ist für viele Touristen ein wahrer Magnet, insbesondere für die finnischen Tagestouristen. Unzählige Kirchen sind hier zu finden, der sogenannte Domberg „Toompea“ und auch die Unterstadt sind von diesen Kirchen und mittelalterlichen Gebäuden geprägt worden. Sehenswert ist die Kathedrale der Jungfrau Maria, die Olaikirche, und auch die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale.

Auch das Rathaus, erbaut im 11. Jahrhundert, zieht viele Touristen in seinen Bann. Wer Interesse an der Besichtigung eines Klosters hat, der bekommt in Tallinn gleich zweifach die Gelegenheit dazu. Im Vorort Pirita liegt das Kloster St. Brigitta, und auch in der Innenstadt befindet sich ein Dominikanerkloster. Natürlich sind in Tallinn auch moderne Elemente zu finden, hierzu zählt der Fernsehturm, mit 314 m das höchste Gebäude des Landes. Die Architektur ist mittlerweile sehr neuzeitlich geworden, und um seinem Ruf als Reiseziel gerecht zu werden, rüstete Tallinn auch im Bereich vielfältiger Einkaufsmöglichkeiten und Übernachtungen auf. Kultur wird in Tallin ganz eindeutig sehr groß geschrieben. Universitäten, Bibliotheken, Ausstellungen und etliche Museen sorgen für eine breit gefächerte kulturelle Auswahl.

Zentral-östlich in Estland gelegen präsentiert sich die Stadt Tartu, ehemals Dorpat genannt. Tartu ist besonders für geschichtsinteressierte Urlauber von hoher Bedeutung. Das Universitätsgebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert, und auch Tatru hat viele Theater, Museen und natürlich auch Kirchen zu bieten. Diese Sehenswürdigkeiten in Tartu sollte jeder Tourist besucht haben.

Falls sie einen Urlaub mit viel Ruhe und Entspannung bevorzugen, sind Pärnu und Haapsalu besonders geeignete Terrains. Die beiden Orte sind in Estland wichtige Kurorte und Seebäder und auch bei den Einheimischen ein sehr beliebtes Urlaubsziel. Pärnu und Haapsalu sind auch ein schöner Ausgangspunkt wenn man die vorgelagerten Inseln von Estland erleben möchte. Die Inseln bieten viel unberührte Landschaft, seltene Pflanzenarten und sind seit Jahren ein beliebtes Ziel bei Wanderern. Zu den beliebtesten Inseln zählen Saaremaa und Hiumaa.

Direkt am Finnischen Meerbusen gelegen befindet sich der Nationalpark Lahemaa, der bereits 1971 gegründet wurde und seinen Gästen gerne seine wunderschöne Landschaft präsentiert. Zwischen Tallinn und Narva bieten sich viele Möglichkeiten für Radfahrer und Wanderer, denn hier existieren viele unerschlossene Gebiete, die gute Möglichkeiten zur Erkundung des Landes bieten.

Tipps für ihren Estland Aufenthalt

Wichtig für Touristen sind natürlich vor allem die Einreisebestimmungen. Für deutsche Touristen gilt ebenso wie für alle Bewohner anderer EU-Mitgliedsstaaten in Estland Visumfreiheit. Für die Zeit des Aufenthalts gibt es keine Begrenzung. Alles, was benötigt wird für die Einreise sind ein gültiger Reisepass oder auch Personalausweis und eine europäische Krankenversicherungskarte. Obwohl hier die Unfall-Behandlung kostenlos ist, ist eine private Reisekrankenversicherung, die noch zusätzlich abgeschlossen wird, unbedingt empfehlenswert.

Die Deutsche Botschaft in Tallinn befindet sich in der Toom-Kuninga 11, EST – 15048 Tallinn. Sollten Sie die gesuchten Informationen über Estland hier nicht finden, oder weitergehende Fragen haben, rufen Sie einfach dort unter der Telefonnummer 00372 6275 300 an.

Kommunikation wird in Estland groß geschrieben. Weit über 90 % der Esten haben ein eigenes Handy. Estland garantiert per Gesetz den Zugang zum Internet. Um dies auch zu gewährleisten, wurden hier kostenlose öffentliche Internetstellen eingerichtet. So etwas findet man nirgendwo sonst in Europa. Zur Nutzung eines Telefons kann man in Postfilialen, Kiosken und auch touristischen Zentren Telefonkarten erwerben. Praktischerweise lauten die Notrufnummer in Estland genauso wie in Deutschland, Polizei 110 und Feuerwehr 112. Internetcafés gibt es in der Hauptstadt Tallinn und in vielen anderen größeren Städten. Auch der Betrieb des eigenen Handys ist grundsätzlich möglich. Mobilfunkbetreiber wie E-Plus, O2, Vodafone und T-Mobile unterhalten Roamingverträge mit estnischen Betreibern.

Die Stromspannung beträgt 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz, und somit können deutsche Geräte problemlos ohne Adapter betrieben werden.

Die Esten sind bekanntlich allgemein sehr freundlich, können jedoch gerade gegenüber Fremden schon einmal etwas distanziert auftreten. Eine Kriminalitätsrate, die landesweit ganz deutlich unter dem durchschnittlichen Niveau in der EU liegt, spricht dafür, dass Sicherheitsbedenken hier nicht angebracht sind. Natürlich muss auch hier in den Großstädten auf Diebe geachtet werden, aber gerade Touristenziele werden von der Polizei und auch von vielen privaten Sicherheitsfirmen ständig überwacht.

Weitere nützliche Tipps für alle, die gerne nach Estland reisen wollen. In den Cafés des Landes ist es üblich, dass man seine Bestellungen an der Theke aufgibt und nicht wie in Deutschland üblich bei der Bedienung. Allerdings wird die Bestellung an den jeweiligen Tisch gebracht, der Gast muss das Bestellte nicht selbst abholen.

Wie bereits erwähnt sind die Esten gegenüber Fremden etwas distanziert und sogar schüchtern. Es ist schwierig, ja fast unmöglich, mit einem Esten richtig ins Gespräch zu kommen. Auch würden die Esten selbst keinen Fremden spontan ansprechen. Sollte es jedoch trotzdem einmal zu einer Einladung seitens eines Esten kommen, dann sollte der Gast auf jeden Fall Blumen mitbringen für die Dame des Hauses. Außer roten Nelken kann jede Art von Blumen gewählt werden. Bei einem Besuch sollte dann auch darauf geachtet werden, dass man in Estland an der Tür die Schuhe auszieht. So zeigt man seinen Respekt vor der Hausfrau.
Die in Deutschland so beliebte Form der Begrüßung mit einer lieb gemeinten Umarmung sollte man ist Estland auf jeden Fall vermeiden. Hier wird sogar der Händedruck nur sparsam eingesetzt, das zeigt, dass eine Umarmung, wie unverfänglich sie auch sein mag, nicht gerne gesehen wird.

Die Supermärkte in Estland sind an jedem Tag des Jahres geöffnet, das schließt auch die Feiertage nicht aus, sogar an Weihnachten sind die Supermärkte geöffnet.
Interessant ist auch, dass Estand über keinerlei Autobahnen verfügt. Das Hauptverkehrsmittel ist hier nicht die Bahn, sondern vielmehr der Bus. Alle Orte in Estland sind durch Überlandbusse verbunden. Nimmt man für Fahrten innerhalb der Städte den Stadt-Bus, so muss man nicht an der gewünschten Haltestelle wie gewohnt klingeln, um aussteigen zu können. Der Stadt-Bus hält grundsätzlich immer an jeder Haltestelle.

Für die Anbindung ans Internet stehen nicht sehr viele Internet-Cafés zur Verfügung, aber mit einem Notebook ist es problemlos möglich, eine der kostenlosen WLAN Verbindungen, die es zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen oder in Cafés gibt, zu nutzen. Es gibt spezielle Schilder die darauf hinweisen, dass genau an diesem Punkt gesurft werden kann.

Zum Schluss sei noch gesagt, dass in Estland, wie in vielen anderen skandinavischen Ländern auch, das so genannte Jedermannsrecht herrscht. Dieses Jedermannsrecht sichert jedem Menschen zu, dass er sich vollkommen frei in der Natur bewegen darf. Folglich darf niemandem der Zutritt zur Küste oder auch zu Flüssen, Seen und Wäldern verweigert werden.

Natur und Klima in Estland

Bekanntlich liegt Estland im Nordosten von Europa direkt am Finnischen Meerbusen. Die Natur des Landes zeichnet sich durch eine ganz enorme Vielfältigkeit aus. Flache, in Teilen auch schon einmal hügelige Ebenen mit werden geprägt durch viele Seen und recht ausgedehnte Sumpflandschaften. Eine starke Bewaldung ist hier charakteristisch.

An der Küste gibt es zahlreiche Inseln wie Ösel, Muhu und Worms, die die Küstenlandschaft natürlich genauso entscheidend prägen wie die wunderbaren Buchten und ein steiler Abfall der Küste zum Finnischen Meerbusen hin.

Obwohl das Land nicht gerade eine beeindruckende Größe aufweist, gibt es in Estland eine erstaunlich vielseitige Flora und Fauna.
Die Hälfte von Estland wird durch die dichte Bewaldung beherrscht, hier findet man sowohl Mischwald als auch Nadel- und Laubwald. In den Küstenlandschaften existieren Kiefer- und Fichtenbestände, direkt daneben dann Birken, Büsche, Sträucher und auch ausgedehnte Wiesen. In den Sumpfgebieten und auch im Norden von Estland gibt es noch immer unerschlossene Waldflächen. Auf den Wiesenflächen geben sich Nutzpflanzen und Orchideenarten sowie auch Kräuter und Beeren ein harmonisches Stelldichein.

Estland nennt vier Nationalparks sein eigen, hier sind viele Tierarten beheimatet. Aber auch in der freien Natur kann man viele Tiere erleben, die in der mitteleuropäischen Fauna keine Rolle mehr spielen, wie zum Beispiel Wölfe, Elche und Bären. Auch die uns bekannteren Spezies wie Wildschweine, Biber und Füchse, oder auch Eidechsen, Schlangen und Frösche. Der Adler und viele andere Sing- und Seevögel sind hier ebenfalls beheimatet. Die Gewässer des Landes weisen einen hohen Bestand an Fischen auf, Aale, Lachs und Forellen sind hier reichlich vorhanden, ebenso natürlich auch etliche andere Fischarten.

Vom Klima her ist Estland im Frühling und auch in Sommer und Herbst mit milden klimatischen Bedingungen gesegnet. Im Winter allerdings ist es meistens sehr kalt und der gefallene Schnee bleibt für gewöhnlich sehr lange liegen. Das Land liegt im Winter regelmäßig unter einer geschlossenen Schneedecke. Durch das Zufrieren der landnahen Gewässer bekommen die Inseln um die Küste im Winter eine feste Anbindung an das Festland.
Die Wintermonate werden durch das beständige dämmrige Tageslicht bestimmt, und die Anzahl der effektiven Sonnenscheinstunden ist mehr als überschaubar. Anhand dieser Tatsachen kann man sich natürlich vorstellen, dass jeder Este froh ist, wenn sich der Frühling Ende Mai nun wirklich endlich mit dem alljährlichen Beginn der Apfelblüte einstellt. Nach dem langen, harten und dunklen Winter wechselt das Land über zu durchschnittlich 19 Sonnenstunden pro Tag und warmen Sommertemperaturen, die auch schon einmal 30° im Hochsommer erreichen können. Natürlich wirkt sich dieser Wechsel sowohl auf die Natur als natürlich auch auf die Menschen positiv aus. Die Landschaften erstrahlen und die Laune der Menschen sorgt für ausgelassene Stimmung bis in die späten Abendstunden.

In Estland sind die Niederschläge über das ganze Jahr recht gleichmäßig verteilt. Allerdings haben sich in den letzten Jahren haben sich eindeutige Tendenzen zu einem warmen und trockenen Sommer herauskristallisiert, aber Regenkleidung ist bei den Reisevorbereitung trotzdem zu berücksichtigen. Das Klima wird im Fachjargon als maritim-gemäßigt bezeichnet. Die Temperaturen liegen im Sommer durchschnittlich bei 25°C und im Winter können Minusgrade im zweistelligen Bereich erreicht werden. Wer eine Reise nach Estland plant, der sollte seinen Urlaub zwischen Mai und September antreten, um den kalten und unangenehmen Verhältnissen im Winter ganz einfach aus dem Weg zu gehen.

Essen & Trinken in Estland

Es ist heute schwer zu sagen, was die ursprünglichen Wurzeln der estländischen Küche wirklich sind, denn da das Land immer wieder abwechselnd von Deutschen, Russen und auch Skandinaviern besetzt war blieb es natürlich gar nicht aus, dass diese unterschiedlichen Kulturen und deren Kochkünste auf die Esten abgefärbt haben. Jedoch haben es sich die Esten zu Eigen gemacht, die Grundnahrungsmittel aus den genannten Kulturen in die eigene heimische Küche zu integrieren. So findet man hier als absolute Grundpfeiler der estländischen Küche Schweinefleisch, Quark, Kartoffeln, Sauerkraut, Schwarzbrot, Roggen und Gerste und natürlich auch viele Beeren und Pilze, die es in Estland in der Natur reichlich zu finden gibt. Diese Zutaten sind unverzichtbar für die estländische Küche.

Durch die Einflüsse der verschiedenen o.g. Besetzer ergab es sich, dass die Küche von Estland heute bekannt dafür ist, sowohl nordische als auch östliche Elemente perfekt miteinander zu vereinen. Sie repräsentiert den Waldreichtum des Landes, hier finden sich Pilze und Beeren wie zum Beispiel Cranberries in reichlicher Auswahl. Aber auch dass Estland direkt am Meer liegt lässt sich in der estländischen Küche erkennen, denn auch Hering und rote Beete gehören selbstverständlich dazu. Die traditionelle estische Küche ist eher eine einfache Küche. Von großem Vorteil ist hier sicherlich für viele, dass die Kochkunst hier als überraschend „leicht“ eingestuft werden kann, und nicht, wie die Speisenliste vielleicht erwarten lässt, von deftigen Elementen beeinflusst wird.

Generell wird in der estländischen Küche gerne Fleisch in vielen Variationen verzehrt. Neben Schweinefleisch und Geflügel ist die Wurst ein beliebter Brotbelag. Hier können auch einmal für viele Menschen ungewohnte Produkte auf den Tisch kommen wie zum Beispiel Elchwurst, die in unseren Landen weitgehend unbekannt sind.

Estnische Nationalgerichte sind Kalbfleisch in Aspik, in der Landessprache „Sult“ genannt, oder auch „Taidetud Basikarind“, ein leckerer gefüllter Kalbsbraten. Natürlich darf auch dabei die Kategorie Fisch nicht fehlen, hier steht „Rossolye“ als klassisches Nationalgericht auf der Speisekarte, eingelegter Hering mit Rüben. Insgesamt muten die Rezepte alle recht einfach an, und schnell drängt sich die Vermutung auf, dass diese estnische Küche eine Arme-Leute-Küche sein könnte. Wenn man sich jedoch einmal die Mühe macht, die nationalen Gerichte auszuprobieren, dann wird man eine große Überraschung erleben.

Trinken
In Estland werden einige Getränke selbst hergestellt und daher natürlich auch gerne verzehrt. Dazu gehört zum einen Saku (Bier), natürlich allseits beliebt wie in anderen Ländern auch, „Viru Valge“ (Wodka) und auch „Vana Tallinn“, dies ist ein rumähnliches Getränk aus estnischer Produktion. Seit neuestem wird auch Wein als Getränk immer beliebter. Auf dem Gebiet der nicht alkoholischen Getränke liegen Milchmixgeränke aus Kefir und Buttermilch groß im Trend.

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