Kurfürsten von Sachsen – Großfürsten von Litauen: Ausstellung erfolgreich beendet

Die unter dem Motto „Kurfürsten von Sachsen – Großfürsten von Litauen“ geplante Ausstellung diverser Kunstwerke und anderer Sammelstücke der staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Vilnius wurde planmäßig am 14.10. beendet. Die Veranstalter sprechen rückblickend von einer sehr gelungenen und außergewöhnlich gut besuchten Kunstausstellung.

Vilnius Altstadt

Mit mehr als 62.000 Besuchern zog die Kunstausstellung wahre Besucherströme an. Angesichts der vielen Besucher bezeichnete Vytas Dolinkas, der Museumsdirektor, die nun beendete Ausstellung als „eine der bestbesuchten Ausstellungen in litauischen Museen in der letzten Zeit“.

Seit dem 6. Juli wurden im Palast der Großfürsten in Vilnius insgesamt ca. 150 verschiedene Ausstellungsstücke gezeigt – von Gemälden über Porzellan bis hin zu Prunkkleidern und Waffen. Mit den Krönungsinsignien der Kurfürsten von Sachsen, die beinahe 70 Jahre lang auch Könige von Polen und damit zugleich Großfürsten von Litauen waren, wurde den Besuchern in Vilnius auch ein bedeutendes Stück der Geschichte Litauens präsentiert.

Die nun beendete, rückblickend als sehr erfolgreich zu betrachtende Ausstellung war Teil der Feierlichkeiten zum 100. Staatsjubiläum Litauens, das sich im Jahr 1918 von der Sowjetunion lossagte.

Kurfürsten und Könige

Für ganze 70 Jahre waren die Kurfürsten Sachsens ebenfalls Könige Polens und Großherzöge Litauens. Die Geschichte dieser Länder kann nun in der Ausstellung Kurfürsten von Sachsen – Großfürsten von Litauen von der staatlichen Kunstsammlung Dresden in Vilnius bewundert werden.

Es begann im Jahre 1697 mit dem sächsischen Kurfürsten Friedrich August II., der auch „der Starke“ genannt wurde und der zum polnischen König gekrönt wurde. Mit der polnischen Königswürde wurde er zudem auch zu einem Großherzog Litauens, so wie auch sein Sohn später, König August III, im Jahre 1734. Das Schloss in Vilnius jedoch bekamen sie niemals zu Gesicht. Schon damals lag es in Trümmern. Die ersten Ausgrabungen im Schloss gab es erst nach Ende der Sowjetunion. Grund war der schon damals geplante Wiederaufbau des Schlosses, den Litauen dann ab 2002 betrieb.

Es dauerte elf Jahre, bis der erste Teil des Schlosses als Nationalmuseum – Palast der Großfürsten eröffnet worden konnte, zeitlich passend zur EU-Ratspräsidentschaft Litauens, wo schließlich auch die Festlichkeiten abgehalten worden sind. 2018 wurde dann am Nationalfeiertag des Landes, dem 6. Juli, der letzte fehlende Abschnitt des Baus eingeweiht und das Schloss ist in all seiner Pracht und Größe endlich fertig.

Die Kunstausstellung umfasst rund 150 Objekte, darunter auch Kronfahnen und Kronschwerter der beiden Länder und Stücke der Schatzkammer des Residenzschlosses in Dresden. Bis Mitte Oktober dieses Jahres lassen sich die Belege für die Beziehung zwischen Polen und Litauen in genau diesem Schloss bewundern.

Suche