Būgnas – eine Trommelart. Der Kessel besteht aus einem ausgehöhlten Eschen- oder Birkenstamm mit Membranen aus Hundehaut an beiden Enden. Sie werden durch Holz- oder Metallstifte gespannt und von Holzringen gehalten. Die Holzringe an beiden Enden des Kessels sind durch v-förmig gespannte Schnüre miteinander verbunden; schiebt man Holz- oder Knochenstücke darunter, werden die Membranen weiter gespannt. In Zemaitija kannte man auch Trommeln mit nur einer Membran, die auf den Boden standen, kelmas genannt (= Baumstumpf).

Trommeln wurden mit einem oder zwei Stöcken geschlagen und dazu benutzt, Nachrichten zu senden und zu Zusammenkünften zu rufen. Auch bei Beerdigungen und anderen rituellen Festen wurde getrommelt.

Būgnelis – (= kleine Trommel), die kleine Schwester der būgnas. Ihr Kessel besteht aus einem gebogenen Stück Holz oder Rinde und ist einseitig mit einer Membran aus ungegerbter Hunde- oder Ziegenhaut, seltener Leder bespannt. Manche Kessel haben Aussparungen, in denen an Metalldraht zwei kleine Zinn- oder Messingzimbeln hängen. Die būgnelis wurde von Hand oder mit einem Holzstock geschlagen und zur Nachrichtenübermittlung sowie als Musikinstrument benutzt.

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In litauischen Schöpfungssagen war am Anfang der Welt nur Wasser, auf dem Dievas wandelte. In manchen Versionen erschuf er zuerst Velnias (der auch Liucius genannt wird) indem er ausspuckte oder zwei Steine aneinander rieb und Liucius aus den Funken entstand.