Guter Ruf im Ausland: Litauer haben Vertrauen in deutsche Unternehmen 

Deutsche Unternehmen können sich in Litauen sehen lassen. Wie eine Befragung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Invest Lithuania, ergeben hat, genießen die deutschen Firmen vor Ort einen ausgezeichneten Ruf. Für die Erhebung wurden 1050 Litauer befragt. Die Umfrage ergab: Deutschland ist der Spitzenreiter wenn es um das Vertrauen in ausländische Unternehmen geht.

Deutschland hat die Nase vorn

32, 4 Prozent sehen Deutschland auf dem ersten Platz, Schweden rangiert auf Platz 2, Norwegen auf Platz 3 .„Neben attraktiven Gehältern werden deutsche Unternehmen vor allem für ihre hohen Standards in den Bereichen Unternehmensethik und Transparenz geschätzt. Dies wirkt anziehend auf junge Fachkräfte“, so Mantas Katinas General Manager von Invest Lithuania.gegenüber dem Branchendienst „Mittelstand Nachrichten“. Katias erläutert außerdem: „Die Resultate unserer Studie deuten darauf hin, dass deutsche Arbeitgeber ein besonders hohes Ansehen bei litauischen Arbeitnehmern haben. Fachkräfte, die für deutsche und internationale Unternehmen in Litauen arbeiten, zeigen eine besonders hohe Lernbereitschaft hinsichtlich ihrer Fremdsprachen- und IT-Kenntnisse.“

Offenbar verbinden die litauischen Arbeitnehmer vor allem ein steigendes Einkommen mit einer Anstellung in einem internationalen Unternehmen: Mehr als drei Viertel der Befragten (78 Prozent) sind überzeugt, dass Angestellte internationaler Gesellschaften am Standort Litauen besonders gute Chancen auf hohe Gehälter haben.

Wirtschaftsaufschwung in Litauen setzt sich fort

Beeindruckende Zahlen von Litauens Sanierungs- und Wachstumserfolgen konnte unlängst Litauens Ex-Premierminister Andrius Kubilius in Wien präsentieren, wo er zu einer Veranstaltung eingeladen war. Litauen kann seit 2003 mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von jährlich 7% glänzen, einmalig in Europa. Nicht umsonst wird Litauen deshalb auch oft als „Baltischer Tiger“ bezeichnet. Ein solides Wirtschaftswachstum und ein geringes Defizit mit stabilen Staatsfinanzen sind das Geheimnis, was auch die österreichischen Gastgeber fast ein wenig neidisch machte, angesichts der eigenen Probleme. Litauen setzte unter Kubilius schon vor über 10 Jahren auf ein ganzes Maßnahmenbündel, um ökonomisch voranzukommen. So wurden im Zuge der Krise 2009-2009 die Staatsausgaben um 15% und Löhne und Gehälter im öffentlichen Bereich durchschnittlich um rund 20% reduziert.

Litauen glänzt auch mit dem schnellsten Internet innerhalb der EU

Dank der niedrigen Arbeitskosten und der technisch hochwertigen Produkte im High-Tech-Sektor wartet Litauen mit einem starken Wachstum im Export auf. Von knapp 12 Mrd. Euro anno 2008 auf über 22 Mrd. Im Jahr 2012. Zudem investiert Litauen sehr stark im Bereich der Aus- und Weiterbildung und der Zukunftstechnologien. Mit dem ersten Platz im CEE-Vergleichsranking bei Wissenschaft und Mathematik, dem größten Prozentsatz an Kenntnissen in Computer- und Elektrotechnik und sprachlich hochgebildeten Arbeitskräften kann Litauen ebenfalls Spitzenplätze innerhalb der EU für sich beanspruchen. Zudem unternimmt Litauen gewaltige Anstrengungen, um den Breitbandausbau voranzutreiben. Schon jetzt hat Litauen die schnellste Breitbandversorgung in der gesamten EU. Das baltische Land glaubt, auch in den kommenden Jahren wirtschaftliche Erfolge feiern zu können und das Wachstum weiter voranzutreiben. Auch der Tourismussektor soll ausgebaut werden.

Litauische Zentralbank verkauft Goldmünzen im Internet

Die Zentralbank des baltischen Kleinstaates Litauen hat vor zwei Wochen offiziell damit begonnen, eigene Goldmünzen im World Wide Web zu versteigern. Die Auktionen liefen bis zum 18.Mai. Bei diesem Testlauf wurden Goldmünzen mit einem Nennwert von 500 Litas, der einstigen Währung Litauens, versteigert. Der Litas war bis zum 31. Dezember 2014 Währung des baltischen Landes, wurde zu Beginn des Jahres vom Euro abgelöst. Die 500er-Goldmünze wurde früher von der Zentralbank Litauens ausgegeben und über die offizielle Amtskasse verkauft. Das Gewicht der Goldmünze beträgt eine Feinunze. 5000 Stück dieser 500er-Münzen wurden anno 2010 geprägt. Da sie allerdings sehr begehrt war, ist sie heute nur noch in Ausnahmefällen erhältlich. Die Goldmünze ist dem 600. Jahrestag der Schlacht bei Tannenberg im Jahre 1410 gewidmet.

Mit Münze gedenkt man historischer Ereignisse

Diese bekannte Schlacht markierte den Beginn des Aufstiegs von Polen-Litauen zur europäischen Großmacht, die sich in ihren Grenzen bis an die Ränder des Schwarzen Meeres ausdehnte. Bei den jüngsten Auktionen werden zudem acht Münzensets mit jeweils drei 100 Litas-Goldmünzen zum Verkauf angeboten. Diese Münzen gedenken dem 1000. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung Litauens. Obgleich 10.000 Stück dieser Münzen im Jahre 2009 geprägt wurden, sind auch diese nur noch eingeschränkt erhältlich. Das Gewicht dieser Münzen beträgt knapp 7,8 Gramm. Nach Angaben der Zentralbank entspricht der Ausgangspreis für sämtliche Münzen und Münzensets jenem Preis, zu dem sie auch einst durch die Amtskasse der litauischen Zentralbank verkauft wurden. Innerhalb der Laufzeit der Auktionen konnte jederzeit in den Bieterprozess eingestiegen werden. Die vor vier Tagen zu Ende gegangene Auktion sollte als Testlauf für mögliche weitere Auktionen dienen.

Viele russische Diplomaten arbeiten als Spione

Um das Verhältnis zwischen Litauen und Russland ist es seit Jahrhunderten nicht gut bestellt. Wie ein roter Faden ziehen sich russischer Imperialismus, Krieg, Hass und Abneigung durch die Geschichte der beiden Länder. Das ist heute nicht anders als früher. Und seit dem russischen Feldzug gegen die Ukraine, mit dem Putin das alte Sowjetreich wieder etwas aufleben lassen will, verschärfen sich die Spannungen zwischen Vilnius und Moskau Monat für Monat weiter. Litauen hat allen Grund zur Sorge. So sorgt der neue litauische Verfassungsschutzbericht für Aufsehen, da er einer Vielzahl russischer Diplomaten im Land eine Spionagetätigkeit für den Kreml vorwirft. Ein Drittel aller russischer Diplomaten in Litauen arbeite für Russlands Geheimdienst FSB, vermuten die litauischen Geheimdienstler.

Schon 2014 kam es zu Ausweisungen

2014 wurden schon drei russische Agenten zum Verlassen des Landes aufgefordert, darunter der russische Generalkonsul in der Hafenstadt Klaipeda. Er hatte demnach versucht, sich nicht-öffentliche Informationen über die Außenpolitik Litauens und Energieprojekte zu beschaffen, so die Agentur BNS. Der litauische Militärgeheimdienst kritisierte in seinem neu veröffentlichten Bericht das Vorgehen Russlands in der Ukraine. Russland betreibe „anhaltende militärische Provokationen“. Russland sei zwar aus vielerlei Gründen nicht in der Lage, einen Krieg gegen die NATO im Baltikum vom Zaun zu brechen, könne aber möglicherweise „versteckte militärische Maßnahmen“ gegen ein NATO-Mitglied der Region anwenden. Litauen gehört zum 28-Staaten-Bündnis der NATO und ist durch „Artikel 5“ der NATO-Charta geschützt, wonach die Invasion eines NATO-Staates einen Angriff auf alle anderen 27 Länder darstellt. Beobachter glauben, dass Putin daher vor einer Invasion der baltischen Staaten zurückschrecke, weil Russland nicht die militärische Stärke für einen Krieg gegen die NATO habe.

Litauens Bevölkerung schrumpft

Es ist eines der schönsten Urlaubsländer Nordeuropas, doch Litauen hat trotzdem ein Problem, seine Einwohner im Land zu halten: Schon seit mehreren Jahren hält der Trend an, dass Litauer in Scharen ins Ausland abwandern. Die Entwicklung begann schon mit der Unabhängigkeit von der Sowjetunion und verstärkte sich mit dem EU-Beitritt im Jahre 2004. Vor allem Großbritannien und Irland waren beliebte Ziele der Auswanderer, da man der Einwanderung aus dem Osten der EU dort sehr offen gegenüberstand. So kommt es, dass heute über 100.000 Litauer in Großbritannien leben. Eine hohe Zahl, umso mehr, wenn man bedenkt, dass ganz Litauen heute nur noch drei Millionen Einwohner hat -Anfang der 1990er Jahre waren es noch an die vier Millionen.

Hoffen auf die Rückkehrer

Jahr für Jahr verlassen rund 40.000 Menschen das baltische Land. Besonders bitter für Litauen: Die meisten Auswanderer sind jung, zwischen 20 und 35. Die Gründe für die Abwanderung sind vielfältig: So sind in den alten EU-Staaten die Löhne im Schnitt immer noch höher – für gut ausgebildete Litauer ein gutes Argument zum Umziehen. Hinzu kommt, dass die Verbreitung im Ausland neue Auswanderer anzieht: Manchmal ziehen viele junge Menschen aus einem litauischen Dorf geschlossen in einen anderen Ort im Ausland. Fest steht: Auf Litauen kommen Probleme zu, wenn es so weitergeht. Denn wenn junge arbeitstätige Menschen auswandern, leidet auch das Rentensystem und die Gesamtgesellschaft. Daher hofft Litauen nun auf einen Rückkehrtrend. Die Zahlen machen Hoffnung: In den letzten beiden Jahren stieg die Anzahl der Rückkehrer immerhin schon um jeweils neun Prozent

Überlebenshandbuch: Litauen trifft Vorkehrungen für russische Invasion

Litauen ist so gut in die westlichen Bündnisse wie EU und Nato eingegliedert, dass man fast vergessen könnte, dass das kleine Land bis 1991 noch Teil der Sowjetunion war. Nun, nachdem sich Russland im vergangenen Jahr die ukrainische Krim einverleibt hat, werden in dem baltischen Staat offenbar Ängste wach, das von Wladimir Putin regierte Riesenreich im Osten Europas könnte sich auch anderes früheres Gebiet der UdSSR zurückholen wollen. So erklärt es sich, dass das Verteidigungsministerium Litauens nun ein Handbuch herausgegeben hat, dass sich mit dem Verhalten im Ernstfall, sprich einem Einmarsch russischer Truppen, beschäftigt.

Gegenmaßnahmen bei Invasion: Cyber-Angriffe und Streiks

Darin heißt es, man solle zunächst einmal nicht in Panik geraten, wenn der Russe vor den Toren steht. Außerdem sei geraten, sich über soziale Netzwerke zu organisieren Cyberattacken gegen Putin und Co zu starten. Zudem solle man sich den Invasoren möglichst mit Demonstrationen und Streiks zu widersetzen. Das ganze klingt zwar etwas wie ein Scherz, der die Ängste des Kalten Krieges auf die Gegenwart überträgt, ist jedoch bitterer Ernst – das Ministerium verteilt die Broschüre im ganzen Land. Laut Verteidigunsminister Olekas müsse man nach den Beispielen von Georgien und der Ukraine auf alles vorbereitet sein. Dass diese beiden Länder im Gegensatz zu Litauen keine Nato-Mitglieder sind, scheint die offiziellen Kräfte in ihren Befürchtungen nicht zu beirren – derzeit wird ein Gesetz geprüft, nachdem Neubauten von Häusern mit einem Luftschutzbunker ausgestattet sein müssen.

Euroeinführung: Litauen und Deutschland rücken näher zusammen

Am 1. Januar wurde in Litauen der Euro eingeführt – für die Währungsunion schon das 19. Mitglied. In dem schönen Land im Nordosten von Polen hat damit eine neue Ära begonnen. Denn schon jetzt wird deutlich: Litauen profitiert vom Beitritt zur Eurozone. Die Renditen auf Zehnjahresanleihen sind beispielsweise seit Neujahr bereits deutlich billiger geworden: innerhalb einer knappen Woche sank der Wert von über 2 Prozent auf knapp 1,7 Prozent – die beste Rendite in dem größten baltischen Staat seit zehn Jahren! Bei diesen günstigen Renditen wird sich vermutlich auch die Meinung der Bevölkerung, die den Euro bislang eher abgelehnt hat, bald ändern.

Deutschland ist zweitwichtigster Handelspartner

Für die Beziehungen zwischen Litauen und der Bundesrepublik Deutschland ist abzusehen, dass diese durch die Euroeinführung noch enger werden, vor allem im Bereich des Handels und der Wirtschaft. Bereits jetzt ist der Export in den Ostseeraum für das baltische Land enorm wichtig: Mehr als 60 Prozent des Außenhandels wird hier umgesetzt. Verschiedene Städte Litauens gehörten schon im Mittelalter zur Hanse, wie Lübeck, Hamburg usw. Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Litauen haben also eine lange Tradition. Auch heute ist die Bundesrepublik der zweitwichtigste Handelspartner, durch den Euro wird der Handel weiter erleichtert. Kein Wunder also, dass die Deutsch-Baltische Handelskammer den Eurobeitritt zum Großteil befürwortet. Schon 1200 deutsche Firmen sind in Litauen mit Investitionen aktiv, Tendenz steigend. Andersherum ist Litauen offenbar nicht nur an deutschen Waren, sondern auch Kulturgütern interessiert: Ein litauischer Fernsehsender kaufte kürzlich zehn Folgen des Kieler „Tatort“ mit Sibel Kekilli.

Litauen versetzt Armee in erhöhte Alarmbereitschaft

Die Lage im Baltikum spitzt sich in diesen Tagen weiter gefährlich zu. Nachdem die russische Armee in der zur Russischen Föderation gehörenden Enklave Kaliningrad (Königsberg) seine Truppen entlang der Grenze zu Litauen mobilisiert und Manöver begonnen hat, hat Litauen nun selbst sein Militär in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Die 2400 Elitesoldaten der „Rapid Reaction Force“ wurden sogar in Kampfbereitschaft versetzt und halten sich derzeit in ihren Kasernen auf, um im Ernstfall sofort an die Grenze zur Enklave Kaliningrad verlegt zu werden. Die neuesten Spannungen sind nur ein weiterer Schritt in der sich ständig nach oben drehenden Eskalationsspirale zwischen Moskau und Vilnius. Die Spannungen verschärften sich schon im März, nachdem Russland die Krim annektierte und die Region Donbass im Osten der Ukraine offen angriff.

Erhöhte Spannungen seit dem Frühling

In den letzten Wochen ist allerdings festzustellen, dass sich die Spannungen fast täglich weiter verschärfen. Die russische Marine hatte jüngst ein litauisches Fischerboot in internationalen Gewässern aufgebracht und die Besatzung verhaftet. Die Regierung in Vilnius reagierte empört und versprach der Ukraine anschließend die Lieferung moderner Waffen. Hierauf reagierte Moskau wiederum mit verschärften Grenzkontrollen und einem unausgesprochenen Einfuhrboykott litauischer PKW´s. Zudem verletzten russische Kampfflugzeuge mehrfach den litauischen Luftraum und mussten von NATO-Kampfjets zurückgedrängt werden. Dies brachte Litauens Präsidentin derart auf die Palme, dass sie Russland als „terroristischen Staat mit Kolonialambitionen“ bezeichnete. Militärexperten gehen trotz der zunehmenden Eskalation nicht davon aus, dass es zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen werde. Da Litauen ein Mitglied der NATO sei, werde Russland keine Invasion des Landes riskieren, da dies automatisch den Bündnisfall der NATO auslösen werde. Der Kreml befände sich dann im Krieg mit allen 28 NATO-Staaten, einen Krieg, den das wirtschaftlich und demographisch immer schwächer werdende Riesenreich nur verlieren könne.

Litauen steht kurz vor Euro-Einführung

Litauen wird am 1. Januar 2015 dem Euro beitreten, nachdem die litauische Regierung und die Europäische Zentralbank dies schon vor Jahren beschlossen hatten. Denn mittlerweile hat das baltische Land nach großen Anstrengungen alle Kriterien zur Aufnahme in die Währungsunion erfolgreich gemeistert. Für Litauen ist der Beitritt zum Euro auch Teil der eigenen Vergangenheitsbewältigung, denn das Land tut alles, um seiner traumatischen Geschichte und seiner Lage zwischen Russland, Polen und Weißrussland die politische, wirtschaftliche und auch finanzielle Zugehörigkeit zu Europa entgegenzusetzen. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass der sogenannte „Kämpferische Reiter“ die Euro-Münzen zieren wird.

Nationales Symbol ziert die Münzen

Dieser kämpferische Reiter, welcher auf den neuen Münzen zu sehen sein wird, ist das Nationalsymbol des litauischen Volkes schlechthin. Denn er erinnert die Menschen an die längst vergangene Größe des litauisch-polnischen Großfürstentums vom 16. bis 18. Jahrhundert und ist zugleich Hoffnung, die hart erkämpfte Freiheit nie wieder hergeben zu müssen. Zwar handelt es sich dabei natürlich mehr um einen rein symbolischen Schritt, aber dennoch ist die Münzprägung nicht unwesentlicher Bestandteil der Psyche einer Bevölkerung, wie selbst Ökonomen zugeben.
Litauen erhofft sich vom Euro-Beitritt aber in erster Linie ganz praktische wirtschaftliche und finanzielle Vorteile. Das Land an der östlichen Ostseeküste war nach Ende der Sowjetunion immer wieder in haarsträubende wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Nicht wenige glauben, dass dies auch mit der schwachen eigenen Währung zusammenhing, die von vielen Finanzexperten von Anfang an misstrauisch beäugt wurde. Durch den Beitritt zur neuen europäischen Leitwährung glaubt man in Vilnius den wirtschaftlichen Aufstieg fortsetzen und gar beschleunigen zu können.

Litauen erwägt Waffenhilfe für die Ukraine

Der Konflikt zwischen Wladimir Putin´s neo-imperialistischem Russland und zahlreichen seiner Nachbarstaaten spitzt sich weiter zu. Vor allem Litauen, dass zum Unmut des Kremls einen scharfen Kurs gegenüber Moskau fährt, setzt weiter auf Härte und erwägt nun deshalb auch Waffenlieferungen an die Ukraine, die seit April in einigen östlichen Grenzregionen die russische Armee und mafia-ähnliche kriminelle Banden bekämpft, die eindeutig von Moskau gesteuert werden. Im Gegensatz zu den USA, die bisher lediglich nicht-tödliche militärische Güter liefern, will die Regierung in Vilnius auch tödliche Waffen, sogenannte „Lethal weapons“, an Kiew senden. Darunter könnten sich vor allem moderne Panzerabwehrraketen und Laser-gelenkte Artilleriesysteme befinden. Auch Handfeuerwaffen und große Mengen an Munition könnten in die Ukraine geliefert werden, zu einem günstigen Freundschaftspreis. Überraschend wäre diese Hilfe kaum, denn genau wie die Ukraine sieht sich Litauen von Russland bedroht.

Litauen ist im Besitz moderner Militärtechnik

Als NATO-Mitglied ist Litauen selber im Besitz dieser modernen westlichen Waffen und kann sie ohne Absprache mit den Bündnispartnern an Dritte verkaufen. Litauen begründet dieses Vorhaben damit, dass die Ukraine das Recht habe, sich gegen die russische Aggression zu verteidigen und zu diesem Zweck auf moderne westliche Militärtechnik angewiesen sei. Die ukrainische Armee würde solche Lieferungen sicherlich dankbar annehmen, denn genau wie die russische Armee leidet auch das ukrainische Militär unter chronischer Korruption, Unterfinanzierung und veralteten Waffensystemen aus sowjetischen Zeiten. Russland hat auf Litauen´s Ankündigung, vielleicht Waffen an Kiew zu liefern, schon reagiert. Der Kreml stoppte letzte Woche die Einfuhr von neuen Autos aus Litauen, unter dem fadenscheinigen Hinweis, die aus Litauen stammenden Pkw´s seien „Schmuggelware“. Wahrscheinlicher ist, dass es sich schlicht und ergreifend um eine Retourkutsche des Kremls handelt, denn warum nach 20 Jahren problemlosem Autohandel Litauen´s neue Pkw´s nun plötzlich „Schmuggelware“ sein sollen, bleibt wohl Moskaus Geheimnis.

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