Sehenswürdigkeiten
Die Sehenswürdigkeiten in Litauen kann man hier nicht alle aufzählen und beschreiben.
Die beliebtesten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Litauen sind:
- die aus dem 14. Jahrhundert stammende Wasserburg in Trakai, der historischen Hauptstadt von Litauen in der Nähe von Vilnius, der Europäischen Kulturhauptstadt 2009 und Handels- und Kulturzentrum in Litauen,
- die Kurische Nehrung, die in die Kulturliste der UNESCO aufgenommen wurde,
- der Berg der Kreuze in Siauliai, die verschiedenen Nationalparks und der beliebteste Ferienort und Kurort Palanga mit seinem Bernsteinmuseum an der baltischen Ostsee.
Des weiteren natürlich die ehemalige Hauptstadt Kaunas mit ihrer Altstadt, und last but not least Klaipeda, drittgrösste Stadt in Litauen, Wirtschaftszentrum und Kulturzentrum von Westlitauen, mit dem nördlichsten eisfreien Hafen an der Ostküste des Baltikums, sind die TOP-Sehenswürdigkeiten in Litauen und Haupt-Attraktionen des Landes.
Deutsch-Litauische Woche in Klaipeda
In Klaipeda findet zwischen dem 10. bis 16. Mai 2010 die Deutsch-Litauische Woche statt, in deren Rahmen die Konferenz auf Möglichkeiten, Ideen und Perspektiven für Zusammenarbeit zwischen Litauen und Deutschland litauische und deutsche Teilnehmer aus Wirtschaft, Bildung und Politik zusammenführt.
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Jonas Chodkevičius
Jonas Karolis Chodkevičius war ein bedeutender polnisch-litauischer Adeliger und Feldherr. Der damalige niederlitauische Stadthalter Chodkevičius bekam vom Grossfürsten Žygimantas Augustas im Jahr 1568 Skuodas geschenkt. Damals verlief „der grosse Weg“ von Ostpreussen in die baltischen Länder durch Skuodas. Chodkevičius nutzte diese geografische Lage zu seinem Vorteil aus. Schon vier Jahre nach der Schenkung erhielt Skuodas im Jahr 1572 die Magdeburger Stadtrechte.
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| Denkmal von Jonas Chodkevičius in Skuodas. (c) UAB ANTILE |
Sein Vater war Kastellan von Vilnius und Gouverneur von Livland. Jonas Karolis Chodkevičius besuchte die Universität von Vilnius, bereiste dann fast ganz Westeuropa und kämpfte unter anderem an der Seite des habsburgischen Spaniens gegen die Republik der Sieben Vereinigten Niederlande.
Im Jahr 1605 besiegte der damalige Großhetman von Litauen Chodkevičius die Schweden um König Karl IX. bei Kirchholm. Nachdem er mit den Schweden 1611 einen Waffenstillstand geschlossen hatte, wurde er von König Sigismund III. zur Fortsetzung des Krieges gegen das Zarentum Russland gerufen. Obgleich man Moskau besetzt hatte, nahm der Verlauf des Krieges eine sehr ungünstige Wendung. Chodkevičius musste Moskau verlassen und zog in Russland umher, ehe er 1618 nach vielen Mühseligkeiten im Vertrag von Deulino freien Rückzug nach Polen erhielt. Daraufhin erhielt Chodkevičius den Oberbefehl gegen die türkischen Osmanen, er starb aber mitten während unglücklich verlaufender Kämpfe 1621 bei Chotyn (Moldawien).
Nach seinem Tod fiel die Stadt Skuodas in die Hände der Familie Sapiegos. In deren Besitz war Skuodas bis 1831. Auf dem ehmaligem Gut der Familie befindet sich heute das Museum von Skuodas.
Smiltyne
Smiltyne ist ein Territorium des Nationalparks der Kurischen Nehrung. In Smiltyne befindet sich eine der TOP Sehenswürdigkeiten in Litauen, ja sogar in Europa. Das Delphinarium und Meeresmuseum in der Smiltynes Str. 3, welches über 400.000 Besucher im Jahr verzeichnet. Das Delphinarium zusammen mit dem litauischen Seemuseum und das Aquarium bilden einen einzigartigen Komplex, der die Wasserwelt den Besuchern aus ganz Europa und Übersee näher bringt.
Den Besuch des litauischen Meeresmuseums und des Delphinariums, das sich in einer alten preußischen Festung befindet, sollten sie sich nicht entgehen lassen. Sie können nach Smiltyne von Klaipeda durch Fähren vom alten Fähre-Anschluss (nur Fussgänger und Fahrradfahrer) zu 2 LT (Hin-und Rückfahrt inkl.) übersetzen. Die Anfahrt mit dem Auto (40 LT) oder Bus (je nach Bussgrösse von 65 bis 160 LT) findet vom neuen Fähren-Terminal statt. Die Personen-Fähre befindet sich in der Žveju Str. 8 an der Altstadt, die größere Autofähre weiter südlich in der Nemuno Str. 8 in Klaipeda.
Schengener Abkommen zwischen Litauen und Lettland ausgehebelt?
Freie Fahrt von Tallinn bis Lissabon? Laut Schengener Abkommen, seit dem 21. Dezember 2007, sollten die Grenzkontrollen an den Binnengrenzen im Schengener Raum wegfallen. Das scheint, mit Ausnahme der Grenze zwischen Litauen und Lettland, auch zu stimmen. Weiter…
Sasha Son beim Eurovision Song Contest nur Vorletzter
Sasha Son, auch der litauische “Justin Timberlake” genannt, belegte mit “Love” beim 54. Eurovision Song Contest in Moskau nur den 23. Platz. Wie auch schon beim Halbfinale saß er zu Beginn seines Auftritts am Flügel und sang mit schräg sitzendem Hut, bevor er seinen Gesang steigernd aufstand, und seine Pop-Ballade in englisch und teilweise (leider) auch in russischer Sprache, in ein Finale mit Streichern und großen Gefühlen führte. Weiter…
Berg der Kreuze
Der Berg der Kreuze (engl. Hill of Crosses) in Litauen ist ein katholisch und touristisch geprägter Wallfahrtsort unweit von Siauliai an der Straße nach Riga (Hauptstadt von Lettland) gelegen. Die Pilger pflegen Kreuze auf den Hügel zu stellen, verbunden mit einem Wunsch oder Dank.
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| Berg der Kreuze (lit. Kryžių kalnas) (c) Baltikum Tourismus Zentrale |
Der Berg der Kreuze in Siauliai ist ein historisches und architektonisches Denkmal, nicht nur eine der TOP Sehenswürdigkeiten in Litauen sondern weltweit. Der Berg der Kreuze zieht die Menschen, alle Gläubige mit seiner Ruhe, Geistigkeit, der authentischen und sakralen Wesenheit an. Ein lang gezogener, sattelförmiger Grabhügel breitet sich auf einem Flachland aus und ist von den Tälern des Flusses Kulpe und seinen namenlosen Nebenflüssen eingeschlossen.
Am Anfang des 20. Jh. war der Berg der Kreuze schon weit bekannt, hier fanden zahlreiche Gottesdienste, Kirchweihfeste statt. Während der sowjetischen Besatzung fing die “Vernichtung” der hier aufgestellten Kruzifixe durch die Machthaber an, die hölzernen Kruzifixe wurden kaputt gemacht, verbrannt, die eisernen zum Schrott abgegeben, die Stein- und Betonkruzifixe zerschlagen, vergraben oder im Bach versenkt. So wurden jährlich mehr als 500 Kruzifixe auf dem Berg der Kreuze vernichtet.
Seit 1988 ist der Berg der Kreuze nicht nur wieder Eigentum von Litauen, sondern auch der ganzen Welt. Nun wurden bereits über einhundert tausend verschiedenster Kruzifixe, Gebetstöcke und Betsäulen, Skulpturen der Heiligen sowie Bilder mit den auf ihnen aufgehängten Rosenkränzen auf dem Berg der Kreuze gezählt.
Im September 1993 besuchte den Berg der Kreuze in Siauliai auch Papst Johannes Paul II. Er hielt eine heilige Messe ab und betete für die litauischen Märtyrer des Glaubens und das ganze christliche Europa. Während der Vorbereitung für die Apostelreise des Heiligen Vaters wurde 1993 gegenüber dem Berg der Kreuze eine Kapelle errichtet, an der Messe nahmen über hunderttausend Pilger aus aller Welt teil. Hier findet immer am letzten Juli Wochenende das Ablassfest des Bergs der Kreuze statt.
Auf Einkaufstour in Polen
440 Jahre nach Ende des jagiellonischen Reiches *** wird in den polnischen Grenznahen Städten wie Augustow und Suwalki, aber auch im Landesinneren wieder Litauisch gesprochen. Denn die Verbraucherpreise in Polen sind wegen der aktuellen Zloty-Abwertung im Vergleich zu den litauischen nochmals deutlich günstiger geworden. Weiter…
Kaliningrad - Königsberg
Die Oblast (Distrikt/Gebiet) Kaliningrad ist der westlichste Distrikt der Russischen Föderation. Das Gebiet stellt eine Exklave dar, das von Polen, Litauen, Lettland und Weissrussland umschlossen wird. Die Verbindung zu Russland kann über den Seeweg, Luftweg oder auch über den Landweg (durch Litauen) erfolgen. Die Oblast ist zwar durch die deutsche Geschichte geprägt worden, stellt sich heute aber als russisch dar.
Hauptstadt und auch eigentliches Zentrum dieser Region ist die Stadt Kaliningrad, das ehemalige Königsberg. Auf den knapp 15000 km² leben eine Million Menschen. Insgesamt 22 Städte sind verzeichnet. Die Oblast wird in neunzehn Rajons (Kreise) untergliedert. Trotz der ehemaligen Bedeutung dieser Region sind erhebliche soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit, Hygiene und Korruption zu verzeichnen. Die Eingliederung in die ehemalige Sowjetunion sowie die Umsiedlung in diesem Gebiet hat und wird auch noch lange Zeit große Probleme bereiten.
Am Meer gelegen weist die Oblast keine besonderen Erhebungen auf. Die höchste Erhebung liegt bei 230m. Das Gebiet ist geprägt durch eine leichte hügelige Landschaft, unterbrochen von den großen Flüssen wie Pregel und Memel. Im Norden liegen das Kurische Haff und die Ostsee. Große Teile der Oblast sind auch noch Moorgebiet, das hier oft auch noch natürlich belassen wird. Der Süden und Westen von Kaliningrad wird von großen Heidelandschaften geprägt.
Historisch gesehen umfasst die Oblast Kaliningrad den nördlichen Teil der ehemaligen preußischen Provinz Ostpreußen. In diesem Gebiet lebten im Mittelalter die Prussen. Nach der deutschen Ostkolonisation wurde das Gebiet deutsch. Das ehemalige Königsberg war eine Hansestadt, die durch den Handel zu Wohlstand kam. Sie war lange Hauptstadt und Residenzstadt der preußischen Könige. Besonders bekannt war die Stadt aufgrund der Universität, an der unter anderem Immanuel Kant lehrte. Im Zweiten Weltkrieg kam das Gebiet unter Sowjet-Herrschaft, und nachdem viele Deutsche vertrieben waren, wurde es ein Teil von Russland. Die deutsche Vergangenheit wurde nach 1945 regelrecht geleugnet und auch ausgelöscht, indem Kirchen, Schlösser und andere Gebäude zerstört wurden. Seit Mitte der 1990er Jahre beginnt man sich aber auch hier wieder auf die Geschichte zurückzubesinnen und beginnt, die erhaltenen Gebäude zu sanieren.
Das kulturelle Zentrum wird von der Stadt Kaliningrad bestimmt. Die Stadt beherbergt ein Theater, eine Philharmonie sowie einige Museen. Seit einigen Jahren finden auch vermehrt Deutsch-Russische Veranstaltungen statt. Besonders eindrucksvoll sind die Reste der Backsteingotik, einer Variante der Gotik, die von den Siedlern nach Osten gebracht wurde.
Die wirtschaftliche Situation der Oblast Kaliningrad ist angespannt. Als ehemaliger Militärstützpunkt konnte sich wenig Industrie ansiedeln. Der Exklavenstatus verhindert die Ansiedlung von Industrie, es herrscht eine sehr hohe Arbeitslosigkeit. Allerdings liegt hier in Zukunft auch eine wirtschaftliche Chance, denn Kaliningrad besitzt eine natürliche Verkehrslage zwischen Mittel- und Osteuropa. Aktuell wird der Ausbau des Verkehrs durch die politische Lage erschwert. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Region liegt auf der Fischerei sowie dem Außenhandel über den Kaliningrader Hafen. Landwirtschaft spielt eine untergeordnete Rolle. Nur zögerlich siedelt sich die Produktion an, wie z.B. die Autoproduktion. Wertvoll sind einige Bodenschätze, vor allem das Vorkommen von großen Mengen an Bernstein. In der Ostsee existieren ausgedehnte Erdölvorkommen, die in der Zukunft ausgebeutet werden sollen. In den letzten Jahren gewann auch der Tourismus an größerer Bedeutung, da die Region bis Anfang der 1990er Jahre Sperrzone war. Viele Deutsche kehren auch heute als Touristen an die Stätten ihrer Jugend zurück.



