Wirtschaft, Politik und Kultur


Geschichte von Litauen – Start

Litauen im 13.–18. Jahrhundert
Wirtschaftlich-politische Entwicklung
Die Anfänge der multikulturellen Geschichte
Das kulturelle Leben

Litauen im 19. Jahrhundert
Der Verwaltungsapparat Litauens
Der Verwaltungsapparat von Litauen Teil II.
Der Widerstand
Die Geschichte der Zivilgesellschaft
Die Geschichte der Zivilgesellschaft Teil II.

Die Republik Litauen (1918–1940)
Wirtschaft, Politik und Kultur
Die nationalen Minderheiten in Litauen
Der Untergang der litauischen Republik

Krieg und Nachkriegszeit in Litauen
Wirtschaft und kulturelles Leben
Die Anpassung

Die Wiederherstellung der Republik Litauen

Man konnte Litauen zwischen den Kriegen für kurze Zeit als einen der rückständigsten Staaten im Mittel- und Osteuropa bezeichnen. Gemessen an seiner wirtschaftlichen Entwicklung war Litauen auf einem ähnlichen Niveau wie Bulgarien oder die östlichen Randgebiete von Polen. Die Nachbarn Lettland und Estland hatten mehr erreicht. Man darf allerdings die Tatsache nicht außer Acht lassen, dass die Ausgangsposition der Nachbarn viel günstiger war: von Russland konnte eine potentielle industrieelle Basis und ein gut ausgebautes Kommunikationsnetz übernommen werden, und die dominierende nationale deutsche Minderheit half, ein hohes Bildungs- und Lebensniveau zu erreichen. In Litauen fehlten diese Dinge. Der in nur 25 Jahren Unabhängigkeit – einer historisch gesehen kurzen Periode – erreichte Fortschritt war jedoch nicht weniger eindrucksvoll.
Die Nachkriegssituation in Litauen erforderte ein Wirtschaftsmodell, in welchem der wichtigste Wirtschaftszweig die Landwirtschaft war. Alle anderen Wirtschaftszweige sollten der Landwirtschaft nur assistieren. Im Vergleich zur Vorkriegszeit gab es in der Landwirtschaft eine echte Revolution: von der extensiven Wirtschaft ging man zur intensiven über, vom Getreideanbau wechselte man zur Viehzucht. Unmittelbar nach den Unabhängigkeitskämpfen begann man eine radikale Bodenreform.
In einem Land, dessen Bevölkerung Anfang des Jahrhunderts zu 75% Bauern waren, denen aber nur 25% des Bodens gehörten, war dies sehr aktuell. Der große Teil der Bauernhöfe wurde den freiwilligen Verteidigern der Heimat, den Landlosen und Kleinbauern zugeteilt. Dies erhöhte die Zahl der Besitzer von Eigentum sehr stark und stärkte so die politische und soziale Stabilität des Landes. Natürlich bestand auch das Risiko des Scheiterns von Neusiedlern und des Rückgangs der landwirtschaftlichen Produktion des Landes. Doch dies trat nicht ein – aufgrund der Beharrlichkeit der Neusiedler und aufgrund der günstigen Konjunktur, die hohe Preise für Landwirtschaftsprodukte auf dem Binnen- und Weltmarkt ermöglichte. Die Bodenreform schenkte Tausenden von ehemaligen Kleinpächtern und landlosen Bauern ein Stück Land und machte sie zu Landbesitzern. So wurde die Mittelschicht gestärkt – ein Gegengewicht zur Radikalität des Proletariats.
Litauen musste seine Industrie auf neuer Grundlage nahezu vollständig neu begründen. Vor dem Krieg existierten günstige Bedingungen für die Gründung großer Unternehmen, die für den großen russischen Markt produzierten; das Kapital für die Industrieentwicklung kam aus dem Westen-, meist aus Deutschland. Doch nach dem Krieg fand das Kapital sehr schwer den Weg in das politisch und ökonomisch instabile Osteuropa. Mehr noch, Vilnius – vor dem Krieg ein industrielles Zentrum – befand sich nun ausserhalb der Grenzen Litauens. Natürlich wurde dieser Verlust wirtschaftlich durch die Angliederung des Memellandes kompensiert. Diese ehemalige deutsche Provinz wurde für das unterentwickelte Litauen der ökonomisch am meisten entwickelte Teil, der das große Litauen durch seine soziale Sphäre und sein materielles Entwicklungsniveau übertraf.
Der wichtigste Industriezweig des Landes, der fast die Hälfte der gesamten Produktion ausmachte, war die Lebensmittelproduktion, meist in Form von Fleisch-, Molkerei- und Zucker-Produkten. Bei ständig zunehmendem Export landwirtschaftlicher Güter wurden große und technisch gut ausgerüstete Fabriken in allen größeren Städten gebaut. Mit der Zeit konnte die litauische Industrie das Land mit fast allen Industriegütern versorgen. Luxus¬güter, moderne Maschinen, komplizierte Technik wurden importiert. Der Aufruf „Konsumieren Sie nur die Produkte des Heimatlandes“ war nicht nur ein Werbespruch, sondern ein sehr wirksamer Appell an die Gesellschaft. Besonders in der Zeit zwischen den Kriegen wurde viel auf den Gebieten der Bildung und Kultur erreicht. Der eindrucksvollste Erfolg war jedoch die vollständige Abschaffung des Analphabetismus. Im Jahre 1923 waren noch ein Drittel der Einwohner Analphabeten und am Ende der Unabhängigkeitsperiode nur noch 6%. Dies wurde durch Ausweitung des Schulnetzes erreicht und durch Einführung der Grundschulpflicht im Jahre 1930. Sogar die Armee half mit, dieses Ziel zu erreichen. Viele junge Männer lernten in der Armee lesen und schreiben. Das kulturelle Leben war sehr dynamisch, voller Suche und Experimente. Das Wichtigste war, dass das tägliche Leben sehr unabhängig von allen Regierungsveränderungen verlief. Sogar in den Jahren des autoritären Regimes, als das politische Leben und demokratischen Freiheiten drastisch eingeschränkt waren, die politische Zensur existierte und es überhaupt genug unnötige Einschränkungen gab, klagte ein Künstler oder Schriftsteller selten über die Einschränkung seiner künstlerischen Schaffensfreiheit. Keine Macht schrieb ihm Inhalte und Art und Weise seines Schaffensprozesses vor.
Natürlich versuchte Litauen die weiterentwickelten Nachbarn einzuholen, aber das wichtigste waren die Bestrebungen zur Integration in die westliche Zivilisation als vollwertiges Mitglied. Natürlich konnten sich nicht alle Bürger vorstellen, welch große Anstrengungen und welch qualitative Veränderungen auf allen Gebieten notwendig waren. Der Klassiker der litauischen Literatur Juozas Tumas Vaižgantas hat einmal ziemlich naiv behauptet, dass der Litauer nur eine harte Schale hat, im Inneren jedoch ein Idealeuropäer ist. Andererseits war aber auch ihm klar, das diese Schale nicht von selbst verschwindet.
Der Sieg der Demokratie, mit dem der erste Weltkrieg endete, war jedoch weder endgültig noch stark. Bald ereilte die parlamentarische Demokratie, die auf den liberalen, politischen und wirtschaftlichen Ideen des 19. Jh. begründet war, eine große Krise. Litauen bestand als eines der ersten Länder diese Probe nicht – Ende 1926 wechselte man nach einem Militärputsch von einem schwachen parlamentarischen zum autoritären System. Diesen Bruch beschleunigten ständig eskalierende politische Gegensätze, die fast zum Hauptcharakterzug der politischen Entwicklung in Litauen wurden. Einen hohen Anteil am Untergang „der Seimokratie“ (Parlamentsherrschaft) hatte die Armee, die eine aktive Rolle im Leben des Landes spielte. Man muss sagen, dass Litauen nicht unter den glücklichen Staaten zu finden ist, deren Armee ihre Verantwortung erkannte.
Wenn es Litauen vom Schicksal auch nicht beschieden war, die Periode der „harten“ Macht zu vermeiden, dann gelang es zumindest, dass die Herrschaft des autoritären Systems in die Hände von Antanas Smetona fiel. Sein Regime verdient, wie auch jedes andere Polizeiregime, natürlich keine Sympathien, und die Anhänger der parlamentarischen Demokratie hatten jeden Grund, es zu hassen. Man darf es aber nicht unerwähnt lassen , dass A. Smetona dem Land Litauen noch größere Katastrophen ersparte, indem er die Attacken der radikalen Nationalisten und der Anhänger einer faschistischen Diktatur abwehrte.

Gebäude und Geschichte der Universität Vilnius

Der Gebäudekomplex der Universität Vilnius ist ein einzigartiges Ensemble innerhalb der Altstadt von Vilnius. Er entstand im Zeitraum zwischen dem 15. und dem 19. Jahrhundert und hat die Hauptstile der damals in Litauen vorherrschenden Architektur bis heute erhalten. Die Universität Vilnius wirkt als eine der wenigen alten europäischen Universitäten noch heute in ihren ursprünglichen Räumen.

Die Entstehung des Universitätskomplexes begann im 16. Jahrhundert in einem Viertel aus gemauerten Gebäuden, das von vier Straßen begrenzt wird: der Universiteto, der Šv. Jono, der Pilies und der Skapo. Bischof Valerianus Protasevicius, treibende Kraft bei der Gründung des Vilniusser Jesuitenkollegs, kaufte für das Kollegium einige Häuser neben seiner Residenz. Eines der zuerst erstandenen Gebäude war der prachtvolle gotische Palast des Sekretärs des Großfürstentums Litauen Mikalojus Jasinskis, von dem der Jesuiten-Provinzial Lorenzo Maggio in einem Brief nach Rom schrieb, es sei der drittschönste Palast in Vilnius (nach der Unteren Burg und dem Bischofspalast), und keines der Kollegien in Italien besitze solch prächtige Gebäude. Hier lagen Auditorien, Mönchszellen und Wohnungen. Die gotischen Gewölbe sind erhalten geblieben; um sie freizulegen, müssten jedoch die Wände verstärkt werden. Von der Universiteto-Straße aus sind die gotischen Fensterumrandungen zu sehen. Im Putz der Wand erkennt man deutlich das Tor, das einmal den Haupteingang zum Kollegium bildete, sowie Spuren zweier früher angrenzender Gebäude.

Nach der Gründung des Kollegiums und der Bibliothek 1570 wurden weitere angrenzende Gebäude erworben. 1571 fiel auch die Johanneskirche mit dem Pfarrhaus an die Jesuiten. Die heutigen Gebäude um den Großen Hof, den Sarbievijus-Hof sowie um die Höfe des Observatoriums und der Bibliothek gehörten dem Jesuitenorden schon seit der Gründung der Universität, während die anderen
Gebäude größtenteils erst viel später hinzukamen. Der Observatoriumshof hieß zu Zeiten der Jesuiten Kollegienhof. Hier liegen die Anfänge des Universitäts-Ensembles. Die Gebäude an der Ost- und Westseite des Hofes wurden nach einem Brand im 17. Jahrhundert mit offenen Bogengalerien ausgestattet, die im 19. Jahrhundert, ebenso wie im Großen Hof, geschlossen wurden.
Es dominiert das Gebäude der Sternwarte mit seinem klassizistischem Anbau, der mit einem Sternzeichenfries verziert ist. Der Anbau, der sich an das barocke Gebäude anlehnt, wurde für schweres astronomisches Gerät ausgelegt. Der ursprüngliche barocke Bau hat heute nur noch einen der beiden ehemaligen prächtigen Observatoriumstürme vorzuweisen; an dem Turm prangt das Familienwappen von Bischof Valerianus Protasevicius. Im südlichen Gebäude hatten die Jesuiten eine Apotheke mit Heilpflanzengarten im Innenhof eingerichtet; Professoren, Studenten und Stadtbürger konnten sich hier behandeln lassen.

Die Geschichte der Vilniusser Universität: Nicht wenige Absolventen der Universität aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts beschreiben in ihren Memoiren, wie die Stadt nach dem Rhythmus der Universität lebte: in der Prüfungszeit nahm die Besucherzahl der Wirtshäuser stark ab, die Straßen leerten sich, das Leben in der Stadt erstarb… In der Geschichte von Vilnius waren die Studenten der Akademie nicht nur für ihr Wissen, ihre Kreativität und Originalität bekannt, sondern auch für ihre Streiche, ihre Schelmereien und ihren unruhigen Geist. Die Bürger beklagten sich wiederholt über sie beim Rektor, bei der Obrigkeit und sogar beim König.

Die Studentenschaft war zu allen Zeiten eine besondere Gesellschaftsschicht, die auf soziale und politische Veränderungen aktiv reagierte. Die Studenten der Universität Vilnius machten im ganzen russischen Reich von sich reden, als die Zarenregierung 1823 begann, Mitglieder geheimer Organisationen zu verfolgen und festzunehmen. Ein ehemaliger Student der Universität schreibt in
seinen Erinnerungen von russischen Soldaten, die nach Vilnius kamen und Passanten nach der schrecklichen Universitäts-Festung fragten, wo sich 40.000 Aufständische verschanzt hätten…

Heute ist die Universität Vilnius nicht nur Litauens größtes Zentrum für Wissenschaft und Lehre mit großem Einfluss auf das kulturelle Leben der Stadt Vilnius, sondern auch eine der touristischen Sehenswürdigkeiten, Hauptattraktion und Pflichtbesuch für jeden offiziellen Gast der Stadt. Auch als Ort für Großveranstaltungen erfreut sich das Ensemble der Universität bei den Vilniusser Bürgern großer Beliebtheit. Es ist Schauplatz des Festivals „Frühling der Poesie“, der Konzerte des Vilniusser Musikfestivals, Aufführungen und Festlichkeiten des internationalen Folklorefestivals „Skamba, skamba kankliai“ und viele andere Feste und Festivals.

Geschichte von Vilnius

700 Jahre Geschichte von Vilnius im Überblick

Die Geschichte von Vilnius, Hauptstadt von Litauen, ist lang und wechselhaft. Die Geschichte der Stadt beginnt 1323 während der Regierungszeit des Grossfürsten Gediminas, und endet mit dem Höhepunkt der Ernennung von Vilnius zur Kulturhauptstadt von Europa 2009. Knapp 700 Jahre Geschichte von Vilnius im Überblick:

Im Jahre 1323 während der Regierungszeit des Grossfürsten Gediminas (geboren 1275 – verstorben 1341, neben Mindaugas und Vytautas zählt Gediminas zu den großen Regenten in der litauischen Geschichte) wird Vilnius als Hauptstadt von Litauen erstmalig urkundlich erwähnt. 1387 wird Vilnius das Stadtrecht durch den damaligen Grossfürst Jogaila (1348 – 1434, christianisiert Litauen, schliesst eine Union mit dem Königreich Polen, von 1386 bis 1434 König von Polen) erteilt.

Im 14. und 15 Jh. blüht Vilnius als eines der Handel-, Industrie- und Kulturzentren in Osteuropa auf, Litauen wird mit seinen angeschlossenen Ländern zu einem der grössten Staaten in Europa:
1495 werden in Vilnius die ersten Goldschmiede- und Schneiderzünfte gegründet. 1501 wird das Wasserleitungssystem von Vilnius in Betrieb genommen. 1522 wird durch Franciskus Skoryna die erste Druckerei in der Stadt gegründet, Vilnius wird im Verlauf der nächsten Jahre zu einem der bekanntesten Zentren des Buchdrucks in ganz Europa. 1569 verliert Vilnius an die Lubliner Union (Warschau wird Zentrum des neuen riesigen vereinten Reiches) seinen Einfluss als verwaltende Hauptstadt. Es wird ein gemeinsamer litauisch-polnischer Staat gegründet. 1579 wird die von Jesuiten gegründeten Schule in Vilnius der Status als Universität zuerkannt. Die Universität in Vilnius wird zum wichtigsten Kulturzentrum der Region.

1795 annektiert Russland (bei der Dritten Teilung der Republik) Litauen, viele der Bewohner von Vilnius, welches nun ein russisches Gouvernement ist, werden ermordet oder in östliche Regionen des russischen Reiches vertrieben.

In den Jahren 1830 / 1831 vollzog sich der Nationale Befreiungsaufstand der Völker gegen die Verwaltungsmacht Russland, welcher durch die Politik der russischen Willkürherrschaft und Unterdrückung ausgelöst wurde. Nach der Niederschlagung des Aufstandes im Jahre 1831 schliesst die russische Verwaltung die Universität Vilnius, die katholischen Kirchen werden in orthodoxe umgewandelt und die vorhandenen Klöster zu Kasernen umfunktioniert oder geschlossen. 1869 wird durch die Industrialisierung die Bahnstrecke von Sankt Petersburg über Warschau bis Vilnius verlegt, eine Erzgiesserei und Tabakfabrik gegründet und die erste Bierbrauerei in Vilnius eröffnet. 1886 bis 1902 wird Vilnius zum Zentrum der nationalen Wiedergeburt und im Jahre 1904 das (1864 verhängte) litauische Presseverbot aufgehoben.

1918 wird am 16. Februar der unabhängige Staat wiederhergestellt. 1920 besetzt Polen das Vilnius-Gebiet, die neue Hauptstadt ist nun Kaunas. 1939 / 1940 wird die Unabhängigkeit von Litauen mit der Unterzeichnung des Molotow-Ribbentrop-Paktes zwischen der damaligen Sowjetunion und Deutschland aufgehoben. Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges wird die Altstadt von Vilnius auch getroffen, doch viele der Monumente bleiben vom Bombenhagel verschont. 1940 bis 1953 führt die russische Besatzungsmacht Massenvertreibungen durch, Litauen verliert dadurch rund ein Drittel seiner Bewohner. 1945 wird Litauen Mitglied der Vereinten Nationen. Für die Mitgliedschaft sorgen ausgewanderte Staatsmänner des ehemaligen litauischen Staates. Nach dem Krieg besetzte die Sowjetunion Litauen und etablierte dort gegen den Widerstand der Bevölkerung eine Sowjetrepublik. Diese Besetzung wurde vom Westen nie anerkannt, aber hingenommen.

1990 erklärte sich Litauen, im Zuge der Perestrojka, zum souveränen Staat, stieß hierbei aber auf den bewaffneten Widerstand der sowjetischen Regierung. Am 11. März 1990 erklärt der oberste Rat die Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens.

1991 wird Litauen als unabhängiger Staat Mitglied der Vereinten Nationen, und erlangte (wie auch die Nachbarländer Lettland und Estland) nach einem Referendum am 9. Februar 1991 seine Unabhängigkeit wieder. Im März 2004 tritt Litauen der NATO und im Mai der Europäischen Union bei. Die Stadt Vilnius ist nun nach einer langen und wechselhaften Geschichte Hauptstadt eines der EU- und NATO-Mitgliedsstaaten.

2009 wird Vilnius Kulturhauptstadt von Europa, für Litauen, das im Jahr 2009 auch den 1000. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung feiert, ist es eine grosse Möglichkeit Vilnius als Kulturhauptstadt und das Land Litauen (nicht nur in Europa) vorzustellen.

Geschichte der litauischen Tänze

Den ersten schriftlichen Hinweis auf baltische Musik findet man gegen Ende des 9. Jahrhunderts. Der angelsächsische Reisende und Händler Wulfstan berichtete, dass die Balten bei Beerdigungen Musik spielten. Auch spätere historische Quellen erwähnen preußische und litauische Musik und Tänze. Leider sind bis zum 20. Jahrhundert nur vereinzelt Tänze näher beschrieben – meist wird nur der Name genannt, manchmal die Stimmung wiedergegeben. Weder die Musik noch die Choreografie wurden aufgezeichnet, sodass man nur vage auf das Gesamtbild schließen kann.

Geschichte der litauischen Tänze
Geschichte der litauischen Tänze (c) llkc.lt

Daran änderte sich leider auch im 20. Jahrhundert nicht viel. Während das umfangreiche Liedgut von Litauen aufgezeichnet und in Liederbüchern gedruckt wurde, blieben die Tänze undokumentiert. Dennoch haben sie überlebt, weil sie von traditionsbewussten Eltern und Großeltern bei Dorffesten unter freiem Himmel an die junge Generation weitergegeben wurden. Und noch heute reisen Folkloregruppen durch die ländlichen Gegenden, die dabei helfen, traditionelle Volkskunst aufzuzeichnen, und die Tänze gern in ihr Repertoire aufnehmen.

Feste und Tänze waren in Litauen – wie auch in den baltischen Nachbarstaaten Lettland und Estland – immer sehr beliebt. In alten Zeiten begleiteten Tänze jahreszeitliche Rituale. Später dienten sie dann hauptsächlich zur generationsübergreifenden Unterhaltung: Im Sommer wurde auf den Feldern gefeiert, im Winter in den Bauernhäusern. Während die junge Generation tanzte, schauten die Älteren und die Kinder zu.

Die verschiedenen Tanzformen Litauische Volkstänze lassen sich in vier Gruppen einteilen: polyfonische Gesangstänze, Ring- oder Kreistänze, Tanzspiele und freie Tänze.

Volkstanz auf der Bühne Heute muss man beim Begriff „Volkstanz“ zwischen den ursprünglichen und den für die Bühne geschaffenen Formen unterscheiden.

Geschichte von Kaunas

Die vielschichtige und wechselvolle Geschichte von Kaunas begann am Zusammenfluss von Memel und Neris. An diesem strategisch wichtigen Ort errichteten die Litauer im 13. Jahrhundert eine Burg, die das Hinterland gegen die Angriffe der Deutschen Ordensritter schützen sollte, mit denen Litauen lange und hart Krieg führte. Volksetymologisch wird der Namen der Stadt sogar aus dem Wort kautis („kämpfen“) abgeleitet.

Nachdem am Anfang des 15. Jahrhunderts die Macht des Ordens gebrochen war, wurden die Flüsse Memel und Neris zu wichtigen Handelswegen und Kaunas zu einem lebendigen Handelszentrum. Das Gedeihen der Stadt bezeugt die Kaunasser Altstadt mit dem großen Rathausplatz, der von Patrizierhäusern und den Gebetshäusern verschiedener Glaubensrichtungen umgeben ist, die die multiethnische und tolerante Stadtgemeinschaft dieser Zeit bestimmten.

Das Wachsen und Gedeihen der Stadt Kaunas beendete der Niedergang des polnisch-litauischen Staates am Ende des 18. Jahrhunderts. Nachdem die Monarchien Russland, Preußen und Österreich den ehemaligen Zweivölkerstaat unter sich aufgeteilt hatten, wurde die Memel zur Grenze zwischen Russland und Preußen, Kaunas – zu einer Grenzstadt des russischen Imperiums.

Kaunas, das während des Russlandfeldzugs von Napoleon im Jahr 1812 schwer gelitten hatte, begann sich erst Mitte des 19. Jahrhunderts zu erholen. Im Jahr 1842 ernannte der Zar die Stadt zum Zentrum des neu eingerichteten Verwaltungsbezirks Kaunas und ließ eine große Militärgarnison erbauen. Im Jahr 1867 wurde Kaunas mit einem Festungswall umgeben. Im Jahr 1918 proklamierte die litauische Nationalbewegung die Wiedergründung des litauischen Staats mit der Hauptstadt Vilnius. Der junge Staat musste einerseits mit dem bolschewistischen Russland, das die Errichtung eines kommunistischen Regimes in den Grenzen des ehemaligen Zarenreichs anstrebte, andererseits mit Polen ringen, dessen Führung den gemeinsamen polnisch-litauischen Staat zu erhalten beabsichtigte. Der Konflikt mit Polen endete in einem Waffenstillstand, dessen Vertrag Litauen die Stadt Vilnius und das Gebiet um Vilnius zugestand. Dennoch brachen polnische Truppen das Abkommen und fielen in Vilnius ein. Litauen weigerte sich, die Stadt den Polen zu überlassen, und unterschrieb den Friedensvertrag nicht. Kaunas wurde zur provisorischen Hauptstadt von Litauen ausgerufen. Die Stadt begann rasch zu wachsen und wurde modernisiert.

Im Jahr 1940 griff die sowjetische Okkupation brutal in das Kaunasser Leben ein. Viele der gesellschaftlich und politisch Aktiven wurden umgebracht oder deportiert. Gemeinnützige Organisationen mussten ihre Arbeit einstellen, ausländische Botschaften wurden geschlossen. Nach einem Jahr, am 22. Juni 1941, brach der Krieg zwischen der Sowjetunion und Deutschland aus. Die Deutschen marschierten in Kaunas am 25. Juni 1941 ein. Am 1. August 1944 wurde Kaunas von der sowjetischen Armee besetzt. Es begann die zweite sowjetische Okkupation.

In Kaunas bildete sich der Kern des Widerstandes in den Nachkriegsjahren gegen die sowjetische Besatzung. Am Tag der Allerheiligen im Jahre 1955 fand in Kaunas die erste öffentliche Protestdemonstration gegen das sowjetische Regime statt. Am 14. Mai 1972 verbrannte sich im Park vor dem Musiktheater der neunzehnjährige Romas Kalanta, nachdem er „Freiheit für Litauen“ gerufen hatte. Das führte zu der Suche nach den neuen Widerstandsformen, es begann der allgemeine passive Widerstand in ganz Litauen.

Am 1. November 1987 fand in der Altstadt von Kaunas, am Grab von Maironis, eine nicht genehmigte Versammlung statt, auf der anlässlich des 125. Jubiläums von Maironis der Priester Robertas Grigas und andere Sprecher die sowjetische Zensur verurteilten und die Wiederherstellung des litauischen Staates verlangten. Am 10. Juni 1988 wurde in Kaunas die Sąjūdis–Bewegung gegründet, Herausgeberin der Zeitung „Kauno aidas“.

Auf dem Turm des Kriegsmuseums Vytautas des Großen wurde am 9. Oktober 1988 die litauische Tricolore gehisst. Am 16. Februar 1989 wurde die Freiheitsstatue wiederhergestellt, am 16. Februar 1990 das Denkmal „für die Gefallenen für die Freiheit Litauens“. Seit 1999 feiert man am 20. Mai den Tag der Stadt Kaunas.

Geschichte der litauischen Präsidenten

Präsident Litauen: Die Präsidenten der Republik Litauen:

  • Antanas Smetona, 04.04.1919 bis 19.06.1920;
  • Aleksandras Stulginskis, 21.12.1922 bis 07.06.1926;
  • Kazys Grinius, 07.06.1926 bis 19.12.1926;
  • Antanas Smetona, 19.12.1926 bis 15.06.1940;
  • Algirdas Mykolas Brazauskas, 25.02.1993 bis 25.02.1998;
  • Valdas Adamkus, 26.02.1998 bis 25.02.2003;
  • Rolandas Paksas, 26.02.2003 bis 06.04.2004 (wurde vom Amt enthoben);
  • Artūras Paulauskas, 06.04.2004 bis 12.07.2004 (kommissarisch)
  • Valdas Adamkus, 12.07.2004 bis 12.07.2009
  • Dalia Grybauskaitė, 12.07.2009 bis gegenwärtig

Am 16. Februar 1918 hat der Litauische Rat die Unabhängigkeit von Litauen erklärt. Später hat sich der Litauische Rat als Staatsrat genannt und seit dem Ende 1918 begann der Staatsrat das unabhängige Litauen zu regieren. Am 4. April 1919 schuf der Staatsrat das Amt des Präsidenten und wählte daraufhin Antanas Smetona zum ersten Staatsoberhaupt der Republik Litauen.
Am 15. Mai 1920 erklärte der Konstituierende Seimas Litauen zum demokratischen Staat. Am 10. Juni 1920 wurde die provisorische Verfassung der Republik Litauen verabschiedet, in der verankert war, dass der Seimas den Staatspräsidenten wählt. Bis zur Wahl des Präsidenten bekleidete der Vorsitzende des Seimas Aleksandras Stulginskis provisorisch das Amt des Staatspräsidenten.

Am 1. August 1922 wurden die Verfassung der Republik Litauen verabschiedet und die ersten Parlamentswahlen angeordnet. Am 13. November desselben Jahres wählte das erste Seimas Aleksandras Stulginskis zum Präsidenten.
1923 fanden die zweiten Parlamentswahlen statt. Der zweite Seimas wählte Aleksandras Stulginskis zum zweiten Mal zum Staatspräsidenten.
Am 7. Juni 1926 wählte der Dritte Seimas Kazys Grinius zum Staatsoberhaupt. Die Mehrheit im Dritten Seimas bildeten linksorientierte politische Kräfte – Bürgerliche Bauernpartei und Sozialdemokraten. Die Regierung führte liberale Reformen durch: die Zäsur wurde abgeschafft, es wurde vorgeschlagen die Gehälter für Priester zu senken, das Gesetz über die Amnestie verabschiedet und die Millitärreform vorgenommen. Eben diese Millitärreform stieß auf Unzufriedenheit der Wehrbediensteten. Deren Unzufriedenheit wurde durch Christliche und konservative politische Kräfte genutzt um den amtierenden Präsidenten abzusetzen. Am 17. Dezember 1926 trat Kazys Grinius zurück und zwei Tage darauf wurde Antanas Smetona zum zweiten Mal zum Staatspräsidenten gewählt.

In Litauen wurde das autoritäre Regime eingeführt. Antanas Smetona amtierte 14 Jahre lang als Staatsoberhaupt.

1940 nach der Okkupation Litauens durch die Sowjetunion wurde das Amt des Präsidenten abgeschafft.

Nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit, wurde am 25. Oktober 1992 zusammen mit den Parlamentswahlen im Referendum die Verfassung der Republik Litauen verabschiedet. Durch die Verfassung wurde das Amt des Präsidenten wieder hergestellt.

In den Wahlen 1992 ging die Demokratische Arbeitspartei unter Führung von Algirdas Brazauskas als Wahlsieger hervor. Der Vorsitzende der Partei wurde somit zum Parlamentspräsidenten und bekleidete provisorisch, bis zu Präsidentschaftswahlen, das Amt des Staatsoberhauptes.

Am 25. Januar 1993 fand der erste Präsidentschaftswahlkampf in der Geschichte Litauens, der bis zum 14. Februar dauerte, statt. Die Wahlbeteiligung bei den Präsidentschaftswahlen war enorm, über 2 Millionen Bürger gaben ihre Stimmen für die Kandidaten ab, 60,03 % der Stimmen sammelte Algirdas Brazauskas auf sich.

Zu Ende seiner Amtszeit verkündete der Staatspräsident Brazauskas, dass er zur zweiten Legislaturperiode nicht mehr kandidiert. In den allgemeinen, freien Wahlen wurde am 5. Januar 1998 Valdas Adamkus zum fünften Staatspräsidenten Litauens gewählt. Seine Amtszeit begann am 26. Februar 1998.

2002 kandidierte Valdas Adamkus zum zweiten Mal bei den Präsidentschaftswahlen, musste aber in der zweiten Wahlrunde eine Niederlage hinnehmen. Als Wahlsieger ging sein Gegner Rolandas Paksas aus der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen hervor und wurde am 26. Februar 2003 vereidigt.

2004 wurde der Staatspräsiden Rolandas Paksas im Rahmen des Amtsenthebungsverfahrens des Präsidentenamtes enthoben. Kommissarisch übte der damalige Parlamentspräsident Artūras Paulauskas das Amt des Staatsoberhauptes aus, bis zur Neuwahl des Präsidenten.

Am 27. Juni 2004 wählten die litauischen Bürger Valdas Adamkus zum zweiten Mal zum Staatspräsidenten.

Am 17. Mai 2009 wählten die litauischen Bürger mit der parteilosen Dalia Grybauskaitė zum ersten Mal eine Frau in das höchste Amt. Sie erreichte mit 68,17 Prozent gleich im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen. Grybauskaitė hatte sich erst, nach den zum Teil gewaltsamen Protesten gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung, im Januar 2009 zur Kandidatur entschlossen.

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Quellenangabe

Lodz

Lodz ist die zweitgrößte Stadt in Polen und hatte lange gegen ein schlechtes Image zu kämpfen. Zeitweise wurde sie als hässlichste Stadt von Polen bezeichnet. Ein stetes auf und ab begleitet die Geschichte dieser Stadt.

Geschichte von Lodz
Im 15. Jahrhundert mit den Magdeburger Stadtrechten ausgestattet zog die Stadt zunächst viele Handelsreisende und Kaufleute an. Was jedoch so vielversprechend begann war nicht von langer Dauer. Anfang des 19. Jahrhunderts war die Einwohnerzahl auf bescheidene 767 Einwohner gesunken. Von einer blühenden Metropole konnte keine Rede mehr sein. Doch die Wende ließ nicht lange auf sich warten.

Der Textilindustrie und der Abschaffung der Zollgrenze zu Weißrussland hin verdankt Lodz einen geradezu kometenhaften Aufstieg im Verlauf des 19. Jahrhunderts. Ein Bevölkerungswachstum begann, der in ganz Europa der damaligen Zeit nicht überboten wurde. Lodz avancierte zu einer Metropole des Reichtums, der Geschäfte und der Geschäftigkeit, die viele Arbeitsuchende z. T. von weiter her anzog. Arbeiter für die Spinnerei wurde gebraucht und kamen in die Stadt, auch ihre Frauen und Kinder fanden hier Arbeit in den Fabriken. Es war eine anstrengende, rauhe Welt, die jede Beschaulichkeit vermissen lies, aber es war auch eine lohnende Welt, in der man es eher zu Reichtum bringen konnte, als im ländlichen Umland.

1850 zählte man schon wieder über 30.000 Einwohner, am Ende des Jahrhunderts gar über 300.000. Neben den Arbeitervierteln entwickelte sich eine besondere Kultur um die Textilfabrikbesitzer herum, die einen aufwendigen Lebensstil pflegten und wegen ihres adligen Gehabes gerne auch als Textilbarone bezeichnet wurden. Man mag darüber schmunzeln, aber diese Bemühungen wenigsten nach außen hin das Fehlen einer großen Familientradition zu kaschieren, macht Lodz heute sehenswert. Die beiden Weltkriege unterbrauchen nach nur wenigen Jahrzehnten erneut den Aufstieg Lodz. Und das Ende der Sowjetunion 1989 setzte der Blütezeit endgültig ein Ende.

Sehenswürdigkeiten von Lodz
Nicht natürlich gewachsen, sondern in der Form eines Schachbretts entworfen und erbaut, verlaufen die Straßen gerade und in der Regel parallel entlang der Nordsüd bzw. Westost-Achse. Als Tourist kann man sich daher hervorragend orientieren. Die Vergangenheit als einstiges Textilzentrum kann man auf Schritt und Tritt verfolgen. Die weiße Fabrik der Familie Geyer, einstige Großspinnerei, ist heute ein Museum. Das ehemalige Warenhaus Schmeichel und Rosner zeigt an seiner Fassade eine Allegorie dieses Industriezweigs.

Eine ganze Gasse, die sogenannte Meyer-Passage zeugt von dem Charme vergangenen Überflusses. Hier bietet sich dem Betrachter ein Stilmix an prächtigen Bauten. Besonders interessant ist auch die Fassade des Poznanski-Palsastes, der heute ebenfalls ein Museum beherbergt. Hier wurden symbolhaft in Form zweier Figuren ein Arbeiter und eine Weberin dargestellt. Den Vertretern, denen Lodz eigentlich seine Blütezeit verdankt. Die ehemalige Scheibler Fabrik wurde zum Art-Center.

Heutiges elegantes Zentrum von Lodz ist die ulica Piotrkowska, die Fußgängerzone der Stadt. Wer sich nach seinem geschichtsträchtigen Spaziergang durch das „Manchester des Polens“ ein wenig ausruhen möchte, nimmt eine der vielen Rischkas und lässt sich chauffieren oder bummelt gemütlich an den zahlreichen Geschäften und Cafés vorbei.

Lodz ist stolz auf seine einst so prachtvolle Vergangenheit und hat auch in der Neuzeit mit der „Manufaktura“ eine der größten Shopping-Malls in Polen der Textilindustrie ein modernes Denkmal gesetzt. Neben schier unüberschaubaren Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten und natürlichen den Kneipen und Restaurants hat man im Manufaktura auch ein Museum eingerichtet, das die Welt der Baumwolle und der Textilmaschinen non einst zeigt. Das Manufaktura ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln ganz schnell und problemlos von der Innenstadt aus zu erreichen. Viele Hotels werben heute schon mit ihrem günstigen Standort in Bezug auf dies Shopping-Mall und hoffen nicht nur auf Gäste aus ganz Polen, sondern aus der ganzen Welt.

Polen

Flagge PolenDas Land Polen grenzt an: Weißrussland (605 km), Tschechische Republik (658 km), Deutschland (456 km), Litauen (91 km), Russland (206 km), Slowakei (444 km) und an die Ukraine (428 km). Die Hauptstadt ist Warschau. Polen stellt mit etwa 38 Millionen Einwohnern die achtgrößte Bevölkerungszahl in Europa auf einer Fläche von 312.685 qkm.

Landkarte Polen
Landkarte von Polen (c) UAB ANTILE

Polen verzeichnet ein steigendes Touristenaufkommen, was mehrere Gründe hat. Erstens wurde der Luftraum für Billigflieger geöffnet. Zweitens wurde (und wird noch) das Autobahnnetz ausgebaut. Drittens sind die Preise in Polen im europäischen Vergleich sehr niedrig. Und viertens wurde der polnische Zloty in letzter Zeit stark abgewertet. Außerdem besteht ein gewisser Nachholbedarf.

Tatsächlich wurden die Sehenswürdigkeiten in Polen und das Reiseland an sich von vielen Menschen noch nicht entdeckt, obwohl das Land sehr viel zu bieten hat. Das Kulturangebot in den polnischen Städten ist abwechslungsreich und auch für den weniger betuchten Urlauber erschwinglich. Die Kneipenkultur und das Nachtleben sind insbesondere in den großen Studentenstädten Krakau, Warschau, Breslau und Posen sehr attraktiv für junge Gäste.

Danzig Altstadt
Altstadt von Danzig, (c) Jerzy, pixelio.de

Angesichts der wechselhaften Geschichte von Polen fehlt es auch nicht an interessanten Denkmälern und historischen Bauwerken. Erholungsgebiete und Kurorte befinden sich im Süden und Norden in den Regionen Ermland-Masuren, Westpommern, Pommern, Kujawien-Pommern, Kleinpolen, dem Karpatenvorland und Niederschlesien.

Wassersport kann man an der polnischen Ostsee, den Seenplatten und einigen Gebirgsflüssen und Stauseen betreiben.

Die Bergregionen Tatry, Beskiden, Krakau-Tschenstochauer Jura, Heiligkreuzgebirge und das Sudetenland mit dem Riesengebirge sind ideal für Skiurlaub und Wanderferien. Als Zentrum des Wintersports gilt Zakopane.

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