Für den Film Memelland bereiste Volker Koepp das litauische Ufer des großen östlichen Stroms. Die Menschen im Film nennen ihre Gegend auch „Klein-Litauen“.

Sie erzählen von ihrem Leben in dieser Grenzregion, vom Ende des Krieges und der Zeit, in der Litauen zur Sowjetunion gehörte, und von der Gegenwart. Und sie berichten von der einzigartigen Natur, die sie umgibt, am Strom und am Haff.

Memelland, Film von Volker Koepp
Memelland, Film von Volker Koepp. (c) salzgeber.de

In seinem Film Memelland, ab 27.08.2009 in einigen deutschen Kinos, zeigt Volker Koepp, welche Rolle die Memel in der Gegenwart spielt. So erzählt Viktorija, BWL-Studentin aus Silute / Heydekrug, mit leuchtenden Augen vom Memeldelta. Eng mit der Natur verbunden sind auch die Mitarbeiter der Vogelwarte in Windenburg am Kurischen Haff…

Volker Koepp und seinen Kameramann Thomas Plenert zog es in den letzten anderthalb Jahrzehnten immer wieder in die früher zu Ostpreußen gehörenden Landschaften. Kalte Heimat (1995), Die Gilge (1999) oder Kurische Nehrung (2000) etwa entstanden vor allem im Kaliningrader / Königsberger Gebiet, der russischen Exklave, die heute von Polen und Litauen umgeben ist. Die Grenze zwischen der Exklave und Litauen bildet in der Gegenwart über einhundert Kilometer der Oberlauf der Memel, die dann ein Delta bildet und in das Kurische Haff fließt. Die Niederungslandschaften beiderseits des Flusses nannte man früher auch „Preußisch–Litauen“. Dort lebten seit jeher Deutsche und Litauer.

(c) I.G., Litauen.info, mit Pressematerial der Edition salzgeber.de, 24.08.2009

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