Die Angst vor einem militärischen Angriff durch den riesigen Nachbarn Russland ist in Litauen allgegenwärtig. Nach der Veröffentlichung eines Handbuchs für den Ernstfall plant die Regierung des baltischen Staates nun den nächsten Schritt: Die allgemeine Wehrpflicht, die erst im Jahre 2008 abgeschafft wurde, soll im Lande wieder eingeführt werden. Dies kündigte Präsidentin Dalia Grybauskaite vor Vertretern der Presse an. Litauen müsse einem feindlichen Aggressor mindestens drei Tage ohne fremde Hilfe Widerstand leisten können, so die Präsidentin. Dies sei der Zeitraum, bis eine schnelle Eingreiftruppe der Nato mobilisiert sein könne.

Russland stelle eine „Gefahr“ für Litauen dar

Deutliche Worte fand Grybauskaite gegenüber Putin und Russland. Das Riesenreich verhalte sich unberechenbar und aggressiv und stelle eine reelle Gefahr für Litauen dar. Dies sei vor allem an der erhöhten militärischen Aktivität Russlands im Ostseeraum und der Enklave Kaliningrad, die zwischen Polen und Litauen liegt, festzustellen. Die Verteidigung des eigenen Landes sei angesichts dieser Bedrohung eine verfassungsmäßige Pflicht für alle Litauer. Nur mit der Bereitschaft zur eigenen Verteidigung könne man auch Hilfe von außen erwarten. Die Wehrpflicht werde die jungen Männer des Landes zwischen 19 und 26 betreffen. Russland machte angesichts dieser Pläne öffentlich die Gedanken laut, Litauen plane, die Soldaten in die Ukraine zu schicken. Dies sei jedoch nach dem Chef der litauischen Streitkräfte nicht der Fall: Die neuen Rekruten kämen nicht für Auslandseinsätze in Frage.

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