Besucher von Vilnius, der litauischen Hauptstadt, kennen sicherlich die Grüne Brücke, die im Zentrum der Stadt einen Fußweg über die Neris bietet und die Altstadt mit der Neustadt verbindet. Wer sie schon überquert hat, kennt auch die vier Skulpturen, die diese Brücke seit den 1950er Jahren zieren: Sie zeigen Industriearbeiter, Soldaten der Roten Armee, Bäuerin und Bauer, Studenten – alle im Geist des Kommunismus. Diese Denkmäler sind bei Touristen zwar ein beliebtes Fotomotiv, den aktuellen Machthabern Litauens sind sie jedoch verständlicherweise eher ein Dorn im Auge, da sie Relikte aus der Zeit der Sowjetunion darstellen. Nun ließ Remigijus Šimašius, der Bürgermeister von Vilnius, die Statuen demontieren.

Denkmäler waren in schlechtem Zustand

Litauen grenzt sich nicht erst seit der Ukraine-Krise scharf von Russland und der eigenen Vergangenheit als Sowjet-Staat ab. Seit dem Ende des kommunistischen Regimes sucht Litauen die Annäherung an den Westen, was sich auch im Beitritt zur Europäischen Union und der NATO im Jahre 2004 manifestiert hat. Seitdem Putin und Russland nun die Nachbarländer immer stärker provoziert und sich die Halbinsel Krim einverleibt haben, will Litauen umso mehr verdeutlichen, mit der alter Ideologie nichts mehr zu tun zu haben. Šimašius betonte, die Skulpturen verkörperten die Lügen des Sowjetsystems. Darüber hinaus gebe es aber noch einen anderen Grund für die Demontage der Denkmäler: Sie seien in schlechtem Zustand und daher gerade bei Wind gefährlich für Fußgänger.

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